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"Das Leben der Anderen": Stasi-Drama auf Oscar-Kurs

"Das Leben der Anderen" geht für Deutschland ins Rennen um eine Oscar-Nominierung als bester nicht englischsprachiger Film. Eine Fachjury hat das mehrfach prämierte Werk von Florian Henckel von Donnersmarck ausgewählt.

Das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" über die Machenschaften des DDR-Geheimdienstes ist der deutsche Kandidat für eine Oscar-Nominierung als bester Auslandsfilm. Eine Fachjury habe das Debüt von Florian Henckel von Donnersmarck für die Kategorie bester nicht englischsprachiger Film ausgewählt. Dies gab German Films, die Auslandsvertretung der deutschen Filmbranche, in München bekannt. Die am 23. März in Deutschland gestartete Produktion war mit sieben Lolas bereits im Mai der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises. Die Oscars werden am 25. Februar 2007 in Hollywood vergeben. Unter den nationalen Kandidaten nominiert die Academy of Motion Picture Art and Sciences am 23. Januar 2007 diejenigen fünf Filme, die an der Endauswahl des Wettbewerbs um den begehrtesten Filmpreis der Welt teilnehmen.

Im vergangenen Jahr war das Kinodrama "Sophie Scholl - Die letzten Tage" über die NS-Widerstandskämpferin ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geschickt und von der Academy auch ausgewählt worden. Bei der Preisvergabe ging "Sophie Scholl" jedoch leer aus. Im Jahr zuvor war mit "Der Untergang" ebenfalls eine Produktion über die deutsche Nazi-Vergangenheit für einen Oscar nominiert worden. Auch der Film mit Bruno Ganz hatte keinen Erfolg. Zuletzt holte die Münchner Regisseurin Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika" 2003 einen Oscar nach Deutschland.

Der für 2007 eingereichte Film "zeigt auf eindringliche Weise nicht nur ein Kapitel aus der Geschichte des geteilten Deutschlands, sondern auch einen Menschen, der durch die Beobachtung des Lebens der Anderen sein eigenes Leben findet", heißt es in der Begründung der Jury-Entscheidung. Die Hauptrollen sind mit Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch und Ulrich Tukur besetzt. Bislang haben den Film in Deutschland 1,5 Millionen Zuschauer gesehen, so German Films.

che/DPA