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"Desperate Housewives"-Finale: Die Fans verzweifeln

Fast drei Millionen Deutsche gucken jeden Dienstag 'Desperate Housewives'. Zwar ist jetzt erst einmal Pause angesagt, doch im Finale der ersten Staffel wurden wenigstens einige Geheimnisse aus der Wisteria Lane gelüftet.

So viel sei schon mal verraten: Rollenwechsel bei Tom und Lynette: Er wird Hausmann, sie steigt wieder im Job ein. Carlos erfährt von der Affäre seiner Frau und rastet aus, während Susan spurlos verschwindet.

Es wird also spannend beim Staffelfinale in der Wisteria Lane. Allerdings zum letzten Mal für längere Zeit, denn noch steht kein konkreter Termin für die Ausstrahlung der zweiten Staffel fest. „Die Programmplaner suchen noch nach einem optimalen Sendeplatz", sagt Frank Gauß, Sprecher bei ProSieben. Zwar hat der Sender die zweite Staffel schon gekauft, aber vor September 2006 werden die Folgen nicht ausgestrahlt werden. Nur Abonnenten des Bezahlsender Premiere können die neuen Folgen nach eigenen Angaben schon ab dem 12. Februar sehen.

Darling der Werbeindustrie: BH wird zum Verkaufsknüller

In den USA dagegen läuft die zweite Staffel schon. Durchschnittlich 27 Millionen schalten jede Woche den Fernsender ABC ein, wenn die durchgeknallten Hausfrauen ihre Intrigen schmieden. Im September wurde die Serie mit einem Emmy ausgezeichnet. Die Traumquoten sorgen für lukrative Werbeverträge für die prominenten Hauptdarstellerinnen. Tery Hatcher beispielsweise, die für ihre Rolle als Susan bereits mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde, hat gerade einen Kosmetikvertrag abgeschlossen. Sie wird künftig in Werbespots für ein Haarfärbemittel zu sehen sein. „In meiner ganzen Karriere hatte ich nie einen Kosmetikvertrag. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich mit fast 41 Jahren erstmals einen bekomme. Es fühlt sich toll an“, so Hatcher. Die Serie sorgte außerdem für Modetrends: Als Bree alias Marcia Cross in einer Episode einen La Perla BH trug, war der BH am Tag nach der Ausstrahlung komplett ausverkauft.

In Deutschland mehr Zuschauer als bei "Sex and the City"

Auch in Deutschland sind die Abenteuer von Suan, Lynette, Bree und Co ein großer Erfolg: In der für die Werbeindustrie äußerst relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalten pro Woche durchschnittlich 19,9 Prozent ein. Insgesamt hat „Desperate Housewives“ einen Marktanteil von 10,9 Prozent. „Das ist mehr als bei ‚Sex and the City’, und wir sind damit sehr zufrieden“ so ProSieben-Sprecher Frank Gauß.

Anlässlich des Staffelfinales steht der ganze Fernsehabend bei ProSieben im Zeichen der Hausfrauen. Ab 20.15 plaudern prominente Experten wie Sky Du Mont oder Sonya Krasu im Special "Let's talk about Desperate Housewives" über die Geheimnisse der vier Hausfrauen aus der Wisteria Lane.

Noch mehr dunkle Geheimnisse in der nächsten Staffel

Bei der zweiten Staffel erwartet die Zuschauer noch mehr dunkle Geheimnisse, das Format aber bleibt unverändert. Marc Cherry, Erfinder der Serie, lehnt es ab in seinem TV-Hit Gastauftritte diverser Stars zu platzieren – eine sehr beliebte Methode in Amerika, um noch mehr Einschaltquoten zu erreichen. Dafür sollen die Bewohner der Wisteria Lane in der 2. Staffel in noch dunklere Storylines eingebunden werden. Außerdem wird eine neue Nachbarin in der scheinbar perfekten Vorstadt einziehen – gespielt von der 52-jährigen Alfre Woodward.

kbu
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