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"Sehnsucht": Eine Überdosis Leben

In ihrem zweiten Kinofilm "Sehnsucht" erzählt Valeska Grisebach eine tragische Liebesgeschichte: so realitätsnah wie möglich - und doch märchenhaft überhöht.


Ein Mann in Feuerwehruniform steht in einer verrauchten Gaststätte auf dem brandenburgischen Land. Aus den Boxen dröhnt Robbie Williams' "Feel". Langsam bewegt sich der Mann und beginnt zu tanzen. Er hebt seinen Arm in die Luft und versinkt selbstvergessen in den Klängen. Dazu singt Williams die Zeile "I just wanna feel/ Real love fill the home that I live in/ Cos I got too much life/ Running through my veins/ Going to waste". Die Kamera hält lange drauf. Das Bild brennt sich im Gedächtnis des Zuschauers ein: Es ist ein Moment des Glücks, nur von kurzer Dauer. Schon in der nächsten Szene ist dieser ausgelassene Zustand dahin: Markus - so heißt der Mann - erwacht im Bett einer fremden Frau. Diese Nacht hat sein Leben verändert, es ist vom einen auf den anderen Moment aus den Fugen geraten.

Denn Markus ist glücklich mit Ella verheiratet. Schon seit der Schulzeit sind die beiden ein Paar. Sie führen ein ruhiges, einfaches Leben in dem 200-Seelen-Dorf Zühlen in Brandenburg. In ihrer Freizeit singt Ella im Chor, der Schlosser Markus engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ganz normale Menschen eben, von Freunden und Bekannten für ihre glückliche Ehe beneidet.

Ein Mann, zwei Frauen

Ein Ausflug mit seinen Feuerwehrkollegen mündet in jener schicksalhaften Nacht, in der Markus die Kellnerin Rose kennen- und schließlich lieben lernt. Zwar kehrt Markus nach der ersten Nacht irritiert heim zu seiner Frau und versucht, die Geschichte zu vergessen. Doch es zieht ihn immer wieder zurück zu Rose, mit der er eine ähnlich liebevolle Beziehung aufnimmt wie mit seiner Frau. Markus gerät zunehmend in einen Gewissenskonflikt: Er steht zwischen zwei Frauen, die er beide liebt. Diese Situation überfordert ihn - und treibt schließlich alle drei Beteiligten in eine Katastrophe hinein.

Regisseurin Valeska Grisebach erzählt diese einfache und im Grunde universelle Geschichte mit größtmöglichem Realismus. Sie verzichtet auf professionelle Schauspieler zugunsten authentischer Handlung, die von den ortsansässigen Darstellern am besten transportiert wird. Der Karosserie-Mechaniker Andreas Müller aus Brandenburg verkörpert Markus und ist tatsächlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv; Ilka Welz (Ella) stammt aus Berlin und arbeitet dort als Krankenschwester; Anett Dornbusch, die Kellnerin Rose, arbeitet auch im richtigen Leben in einer Gastwirtschaft. Zahlreiche Bewohner aus dem brandenburgischen Zühlen treten zudem in Nebenrollen auf.

Keine bekannten Fernsehgesichter

Ein halbe Jahr lang suchte das Produktionsteam in verschiedenen brandenburgischen Dörfern Darsteller für den Film. "Wir haben 1000 Leute gecastet", sagt Grisebach im Gespräch mit stern.de. Hinter der Entscheidung, auf Laien zu setzen, steckt ein ästhetisches Konzept: "Es geht darum, ein Bild dafür zu finden, dass jeder der Star oder der melodramatische Held seiner Lebensgeschichte ist." Aus Film oder Fernsehen bekannte Schauspieler hätten diese Absicht unterlaufen.

Grisebach geht es doch nicht nur um eine realitätsnahe Darstellung: "Mich interessiert die Verbindung von Naturalismus und märchenhafter Form, von melodramatischer Geste mit etwas Alltäglichem. Das ist ja nicht bestimmten Leuten vorbehalten, sondern steckt in jedem drin", sagt die Regisseurin.

Wie eine Sage

Die Kamera beobachtet die Menschen in dem brandenburgischen Ort sehr genau: wie sie leben, wie sie Feuerwehrfeste feiern oder am Osterfeuer Schnaps trinken. Gleichzeitig betont "Sehnsucht" die verborgenen Wünsche und Träume, die nicht sichtbar sind. Die Geschichte von Markus macht klar: In jedem Menschen schlummert ein Verlangen nach mehr als dem alltäglichen Leben, ein Überschuss: dieses "too much life/ running through my veins", wie es Robbie Williams besingt. Exakt das Gefühl darzustellen überfordert jedoch die Möglichkeiten des realistischen Kinos. Das weiß auch Valeska Grisebach. Und so lässt sie ihren Film wunderbar märchenhaft enden: Spielende Dorfkinder erzählen in der Schlussszene, was aus Markus und den Frauen geworden ist. Als wäre es eine uralte Sage.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.