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62. Berlinale Unabhängige Jurys fällen ihr Urteil


Bibbern in Berlin: In wenigen Stunden werden die Preisträger des Goldenen Bären verkündet. Zuvor gab es schonmal einen Vorgeschmack: Die unabhängigen Jurys kürten ihre Lieblinge.

Wenige Stunden vor der Verleihung der Berlinale-Bären haben die unabhängigen Jurys ihre Preisträger verkündet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete am Samstag den Wettbewerbsbeitrag "Csak a szél" ("Just The Wind") von Bence Fliegauf aus. Der Film erzählt nach realen Ereignissen von einer Mordserie an Roma-Familien in einem ungarischen Dorf. Der 5000 Euro-Preis wurde von Schauspielerin und Jurymitglied Birgit Minichmayr überreicht.

Der französischen Bärenanwärter "A moi seule" ("Coming Home") von Frédéric Videau erhielt den Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater. Videau erzählt die Geschichte eines Mädchens, das nach jahrelanger Geiselhaft Schwierigkeiten mit dem Leben in Freiheit hat.

Die Ökumenische Jury entschied sich in der Wettbewerbs-Kategorie für "Cesare deve morire" ("Caesar Must Die") von Paolo und Vittorio Taviani, die Geschichte einer Shakespeare-Inszenierung in einem römischen Gefängnis. Christian Petzolds DDR-Geschichte "Barbara" mit Nina Hoss, einer der Bärenkandidaten, holte den Preis der Leserjury der "Berliner Morgenpost". Die "Tagesspiegel"-Jury kürte "La demora" ("The Delay") von Rodrigo Plá zum Gewinner. Die Jury Dialogue en perspective würdigte mit ihrem Preis "This Ain't California", Marten Persiels Doku über eine Skater-Clique in der DDR. Den DAAD-Kurzfilmpreis bekam "The Man that Got Away" von Trevor Anderson.

Die 62. Berlinale endet nach der Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären am Sonntag mit einem Kinotag. Dabei werden noch einmal ausgewählte Filme gezeigt. Das Publikum sei auch dieses Jahr wieder in die Kinos geströmt, bilanzierte das Festival am Samstag. 300 000 Karten wurden verkauft.


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