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Berlin-Besuch von Bruce Willis: Wenn Helden bunte Socken tragen

Bruce Willis. Dieser Name ist Synonym für Coolness und Schlagkraft seit 20 Jahren. Am Montag ist der Kino-Überheld in Berlin mal kurz Mensch geworden, um seinen neuen Film vorzustellen. Erst war es zum Gähnen, aber dann ...

Von Sophie Albers

Für viele war der 11. September 2001 auch so ein Schock, weil Bruce Willis nicht im letzten Augenblick um die Ecke kam, um die Katastrophe abzuwenden. So starrten wir auf die Fernseher, sahen die Türme stürzen und fühlten neben all dem Terror auch die kindliche Enttäuschung darüber, dass der Held nicht rechtzeitig kam. Dabei haben wir Bruce Willis doch schon gefühlte 1000 Mal in genau solchen Szenarien gesehen: Terroristen, Anschläge, Explosionen, Schutt und Asche. Keinem anderen Hollywoodstar ist das "Alles wird gut, Baby " so in Fleisch und Blut übergegangen wie ihm.

Das liegt vor allem an der "Stirb langsam"-Reihe, in der Willis vier Mal seit 1988 als Polizist John McClane die Welt gerettet hat. Besonderes Markenzeichen sind die Sprüche, mit denen der Einzelkämpfer gegen das Böse die eigenen aberwitzigen Stunts staubtrocken kommentiert. Etwas, das moderneren Weltenrettern wie Kiefer Sutherlands Jack Bauer in "24" völlig abgeht.

Ein echter Kerl

Keiner füllt die "Kerl"-Schublade aus wie Willis, und er hat offenbar auch kein Problem damit, drin zu stecken wie seine bravourösen Auftritte in "Pulp Fiction" (1994), "Twelve Monkeys" (1995), "Last Man Standing" (1996), "Das fünfte Element" (1997), "Armageddon" (1998), "Unbreakable" ("2000) oder auch "Sin City" (2005) beweisen. Dass er auch anders kann, hat er mal eben in "The Sixth Sense" (1999) und mit Gastauftritten in Serien wie "Friends" klar gemacht. Bruce Willis ist Bruce Willis, und Bruce Willis ist cool. Punkt. Das wohl größte Wunder ist dabei, dass sein verschmierte Unterhemden tragender, schwitzender, blutbespritzter Sympath auch noch in Würde altert - so ganz anders als seine Kollegen Mel Gibson oder auch Mickey Rourke. Auf Bruce Willis war wirklich immer Verlass.

Wohl deshalb waren die sonst so unaufgeregten Berliner Journalisten am Montag auch ein bisschen wuschig, kurz bevor der Überheld seine Pressekonferenz zum neuen Film "R.E.D. - älter, härter, besser" gab. Wer lässt sich denn schon gern seine Illusion nehmen - vor allem wenn sie so lange gehalten hat.

Als der 55-Jährige den Saal betritt, ist die Enttäuschung über die körperlichen Ausmaße, die eigentlich jeder männliche Hollywoodstar mit sich bringt, zu spüren. Willis ist weder groß, noch breit, noch wirkt er besonders hart. Das zierliche Kerlchen hat nicht nur zarte Hände wie ein Klavierspieler, es trägt auch noch schwarz-rot gemusterte Socken zum Nadelstreifenanzug. Immerhin: Das weiße Hemd ist weit genug aufgeknöpft, um eine männliche Brust vermuten zu lassen. Die Platte ist poliert, über den Ohren liegt ein weißgrauer Schleier. Eher einsilbig antwortet er auf Fragen zur Geschichte über pensionierte CIA-Agenten, die noch einmal zeigen müssen, dass sie sich wehren können. Willis' Sätze kommen so gedehnt, dass die Coolness wie Langeweile wirkt. Wieder ein Held der Kindheit im Eimer. Na danke.

"Stirb langsam" Teil 212

Doch dann gibt es Probleme mit dem Mikrofon, und das hat offensichtlich den gleichen Anschaltknopf wie der Mann selbst. Der Willis, den wir kennen, macht plötzlich Faxen und bleibt dabei "Stirb langsam"-ernst. Als er mit Lachen belohnt wird, geht in seinem Gesicht die Sonne auf: Willis lächelt das Lächeln, das wir kennen.

Er habe gedacht, er würde hinter einem Tisch sitzen, so dass man seine Füße nicht sehen könne, sonst hätte er die Socken nicht angezogen, sagt er sehr unaufgeregt und sieht mit einem Mal zehn Zentimeter größer aus. Als Zugabe gibt es noch die Stirnfalten, die wir kennen. Hey, was für ein Kreuz. Da wird sogar über seinen harmlosen Witz in Bezug auf den Filmtitel "R(etired) and E(xtremely) D(angerous)" (Berentet und extrem gefährlich) gelacht: "Also ich bin extrem ungefährlich".

Natürlich sei er "noch nicht bereit, in Rente zu gehen", sagt Willis dann. Er werde weiterspielen, bis er nur noch ein Gerippe sei. "In 'Stirb langsam' Teil 212 werde ich eine letzte Kugel abfeuern." Der Saal strahlt im Kreis.

Eine Frage des Haarschnitts

Der Ex-Mann von Demi Moore witzelt darüber, dass auch ein Bruce Willis schlechte Dates haben könne, erzählt wie talentiert der deutsche Regisseur Robert Schwendtke sei (der vor "R.E.D." Hollywood bereits mit "Flightplan" und "Die Frau des Zeitreisenden" überzeugte), wie lange er für eine Kampfszene trainiert habe, um sich dann doch übel zu prügeln, wie großartig es war, mit Helen Mirren, Morgan Freeman und Ernest Borgnine zu arbeiten - und das alles so entspannt und mit solch angenehmer Stimme, dass er eigentlich auch das Telefonbuch vorlesen könnte, und der ganze Saal würde verzückt lächeln.

Bruce Willis weiß, was er kann und welche Wirkung er hat. Und er freut sich aufrichtig darüber, ihrer Entfaltung beizuwohnen. Seltsam, dass niemand vor Glück vom Stuhl kippt, als er ein paar seiner grünen "Alles wird gut, Baby"-Blicke in die Menge wirft. Wie alt war er noch mal?

Höhepunkt der Willis-Coolness ist eine Geschichte über seine Glatze: Seine Tochter habe mal gejammert, dass ihr langes Haar so zeitintensive Pflege brauche. Papa Willis' Antwort: "Hättest du meine Frisur, wärst du in fünf Minuten fertig. Du würdest viel Zeit sparen." Pause, und dann: "Männer mit Haaren wie ich haben wichtigere Dinge zu tun, als sich um einen Haarschnitt zu kümmern."

Vielleicht ist die Welt seit dem 11. September 2001 nicht mehr die gleiche. Aber Bruce Willis ist immer noch Bruce Willis.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(