HOME

Cannes: Filmfestival eröffnet mit Kirchenthriller

Mit der Weltpremiere des Hollywood-Thrillers "The Da Vinci Code" beginnt am Mittwochabend das Internationale Filmfestival in Cannes. Der gerade noch groß gefeierte deutsche Film muss in diesem Jahr leider draußen bleiben.

Oscar-Preisträger Tom Hanks und der französische Publikumsliebling Audrey Tautou ("Amélie") sind die Stars der Produktion "The Da Vinci Code" nach dem gleichnamigen Besteller von Dan Brown, mit dem das 59. Internationale Filmfestival in Cannes offiziell eröffnet wird. Im Wettbewerb um die Goldene Palme, die am 28. Mai in der französischen Mittelmeerstadt vergeben wird, stehen in diesem Jahr 20 Produktionen aus 13 Ländern, darunter auch die neuen Werke von Sofia Coppola aus den USA, Aki Kaurismäki aus Finnland oder Nanni Moretti aus Italien.

Deutsche Beiträge sind im Wettbewerb nicht vertreten, es laufen aber mehrere Werke deutscher Filmemacher in den Nebenreihen des Festivals, darunter "Sommer 04 an der Schlei" von Stefan Krohmer mit Martina Gedeck in der Hauptrolle. Auch Wim Wenders hat sich wieder eine Reise an die Cote d'Azur gesichert: Sein 1982 während des Festivals entstandener Kurzfilm "Chambre 666" wird in einer Sondervorführung gezeigt, zusammen mit dem auf Englisch gedrehten Langfilm "The House is Burning" von Holger Ernst. Ganz außerhalb der verschiedenen Festivalprogramme kommt der Hamburger Medienunternehmer und Multimedia-Künstler Frank Otto nach Cannes. Er stellt Samstagnacht sein Musik-Film-Projekt "Trip" am Strand neben dem Festivalpalais vor.

Film über den 11. September

Mehr als die Hälfte der Wettbewerbs-Produktionen sind in Europa entstanden. Die USA und Südamerika sind mit jeweils drei Filmen dabei. Außer Konkurrenz laufen neben "Das Sakrileg" auch drei andere große US-Produktionen: Das Effektspektakel "X-Men: The Last Stand", der Animationsfilm "Over The Hedge" ("Ab durch die Hecke") und "United 93", der erschütternde Spielfilm über den Absturz des am 11. September 2001 von Terroristen entführten vierten Flugzeugs.

Insgesamt umfasst die "Offizielle Auswahl" mit dem Wettbewerb, den Filmen außer Konkurrenz und der Reihe "Un certain regard" in diesem Jahr 55 Filme aus 30 Ländern. Filmreihen wie die "Quinzaine des réalisateurs" und die "Woche der Kritik", Kurzfilme, Retrospektiven und nicht zuletzt der Internationale Filmmarkt mit über 10.000 Teilnehmern machen Cannes auch in diesem Jahr wieder zum größten und wichtigsten Treffpunkt der globalen Kinobranche.

DPA