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Christoph Waltz: Vom Oscar-Gewinner zum Kinoregisseur

Nach zwei Oscars und gefühlt 1000 Nominierungen will Christoph Waltz etwas Neues ausprobieren. Der Hollywoodstar wird Kinoregisseur. Im Fernsehen hat er es schon einmal probiert.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Vor kaum sechs Jahren hat Tarantinos "Inglourious Basterds" Christoph Waltz aus der deutschen TV-Tristesse in Hollywoods Traumfabrik katapultiert

Vor kaum sechs Jahren hat Tarantinos "Inglourious Basterds" Christoph Waltz aus der deutschen TV-Tristesse in Hollywoods Traumfabrik katapultiert

Christoph Waltz hat Hunger. Großen Hunger. In kaum sechs Jahren hat der österreichische Schauspieler Hollywood nicht nur erobert, sondern platt gemacht: Zwei Oscars für die Tarantino-Abenteuer "Inglourious Basterds" und "Django Unchained", sein unvergesslicher Auftritt in Roman Polanskis "Gott des Gemetzels", er war das einzig Gute an "The Green Hornet", hat in "Wasser für die Elefanten" Robert Pattinson und Reese Witherspoon kirre gemacht, ist in Terry Gilliams wirre Welt eingetaucht und spielt gerade den Bösewicht im neuen Bond.

Und Waltz gönnt sich keine Pause. Wie der "Hollywood Reporter" meldet, hat der 58-Jährige gerade seine erste Regiearbeit für Hollywood eingetütet.

Heiratsschwindel und Mord

"The Worst Marriage in Georgetown" heißt der Thriller, der von einem ostdeutschen Identitäten- und Heiratsschwindler in New York erzählt, der eine reiche alte Dame erst um den Finger wickelt, sie dann heiratet, mit ihr in Anwesenheit weltpolitischer Prominenz rauschende Feste feiert und sie schließlich ermordet. Das Kriminaldrama basiert auf einem realen Fall.

Waltz, der vor seinem beeindruckenden Karrieresprung vor allem im deutschen Fernsehen zu sehen war, hat im Jahr 2000 schon einmal Regie geführt. Fürs Fernsehen. In der romantischen Tragikomödie "Wenn man sich traut" ging es auch um ein Paar, aber mit definitiv mit besserem Ende.