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Deutscher Filmpreis: DDR-Drama "Barbara" erhält acht Nominierungen

Beim Deutschen Filmpreis geht es nicht nur um Glanz und Glamour sondern auch um Geld. Fast drei Millionen Euro werden an Preisgeldern verteilt. Die besten Aussichten hat das DDR-Drama "Barbara" mit acht Nominierungen. Es gibt aber noch zwei scharfe Konkurrenten.

Beim diesjährigen deutschen Filmpreis könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den erfolgreichsten Film kommen. Bei der Nominierung am Freitag in Berlin wurde das DDR-Drama "Barbara" von Christian Petzold in acht Kategorien für die Lola nominiert. Auf jeweils sieben Nominierungen kamen das Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" von Andreas Dresen und der Historienfilm "Anonymus" von Roland Emmerich.

Die Lolas sind die wichtigste Auszeichnung des deutschsprachigen Films. Sie werden am 27. April im Friedrichstadtpalast in Berlin verliehen. Insgesamt winken den Preisträgern und Nominierten fast drei Millionen Euro an Preisgeldern.

Den deutschen Filmpreis gibt es in 16 Kategorien. "Barbara", "Anonymus" und "Auf halber Strecke" konkurrieren bei der Lola für den besten Film mit "Dreiviertelmond" von Regisseur Christian Zübert, "Hell" von Tim Fehlbaum und "Kriegerin" von David Wnendt. Alleine die Nominierung bringt jedem der sechs Filme 250.000 Euro, der Sieger erhält weitere 250.000 Euro.

"Anonymus", der technische Hit

Während der in Deutschland produzierte Emmerich-Film "Anonymus" die meisten weiteren Nominierungen für technische Kategorien wie den besten Schnitt oder die beste Kamera hat, können sich "Barbara" und "Halt auf freier Strecke" auch in den schauspielerischen Kategorien Chancen ausrechnen: Als bester männlicher Darsteller ist für "Barbara" Ronald Zehrfeld nominiert, für "Halt auf freier Strecke" sind Milan Peschel und Steffi Kühnert als beste Darsteller nominiert.

In diesen Kategorien sind außerdem Peter Schneider ("Die Summe meiner einzelnen Teile"), Sandra Hüller ("Über uns das All") und Alina Levshin ("Kriegerin") nominiert. Die Preisträger werden von Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gekürt, darunter Filmschaffende aller Berufsgruppen des Filmgeschäfts. Der Deutsche Filmpreis wird seit 1951 verliehen. Seit 1999 wird den Gewinnern eine Frauenstatue, die goldene Lola, überreicht. Die Statue ist eine Anspielung auf Marlene Dietrichs Rolle der Lola im Film "Der Blaue Engel" und Tom Tykwers Erfolgsfilm "Lola rennt".

ono/AFP / AFP