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Film: Am Anfang war der Klumpen

Viel Knete und drei Oscars: Wie der Engländer Nick Park mit seinen knuffigen Plastilin-Helden Wallace und Gromit die Welt verzaubert.

Knetgummi. In Stangen oder Plastikbechern. Blaurotgelbgrün. Billig. Leicht formbar. Für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet, weil sie dazu neigen, größere Mengen des interessanten Materials zu verzehren. Was nicht wahnsinnig gesund ist.

Nick Park hat, wie alle Kinder, oft mit Knete gespielt: "Sie war einfach da. Verfügbar für alle. Und aus einem einzigen Klumpen konnte man machen, was man wollte." Nicholas Wulstan Park, mit vier Geschwistern aufgewachsen in den Außenbezirken der nordenglischen Stadt Preston, wird im Dezember 47 Jahre alt und spielt immer noch viel mit Knetgummi. Der blasse, aschblonde Mann mit leiser Stimme und glatten, gepflegten Händen hat sich in den vergangenen Jahren ein millionenschweres Imperium erknetet. Dazu einen Ehrendoktortitel, einen Orden von der Queen und drei Oscars, mehr als Robert De Niro oder Anthony Hopkins. Fans hat er überall auf der Welt.

Man kann den Briten

für einen der größten Kindsköpfe aller Zeiten halten. Oder für eines der größten cinematografischen Genies. Was kein Widerspruch ist. Denn Nick Parks hat zwei Figuren erschaffen, die inzwischen Ikonen sind wie Charlie Brown und Snoopy, wie Tim und Struppi: den bräsigen, aber liebenswerten Erfinder Wallace und seinen blitzgescheiten Hund Gromit, eine Art tierischer Butler, der nur mit den Augen und den Brauen spricht. Park, selbst kinderlos und gerade wieder Single: "Sie sind meine Babys, meine Familie."

In drei Kurzfilmen hat er das seltsame Paar bereits die Hauptrollen spielen lassen: "Alles Käse", "Die Techno Hose", "Unter Schafen". Darin bauten Wallace und Gromit eine Mondrakete, überlisteten einen Roboterhund und - nach einer wahnwitzigen Verfolgungsjagd, die Kinogeschichte geschrieben hat - einen kriminellen Pinguin.

Nun kommt am 13. Oktober

das erste abendfüllende Werk der beiden (in Parks erstem Langfilm "Chicken Run" fehlten sie): "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen", eine Hommage an alte Horror- und Werwolffilme. Allerdings hetzt hier das Monster keine Menschen, sondern besonders groß gewachsenes Gemüse, das eigentlich an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen soll. Was Wallace und Gromit, die sich als Kammerjäger selbstständig gemacht haben, vor allerlei Probleme stellt. Für die 90-minütige Plastilin-Großtat, an der 260 Leute fünf Jahre lang hantierten, wurden insgesamt rund sieben Tonnen Knetmasse verbraucht, das Gewicht eines Landrovers.

Die Liebe zum Trickfilm stammt aus Parks Kindheit. Sein Vater, ein Architekturfotograf, hatte seiner Mutter, einer Damenschneiderin und Spielzeugmacherin, eine Standard-8-Kamera geschenkt. Der 13-jährige Nick mochte an dem Apparat besonders den Knopf für die Einzelbildschaltung, die Animationen ermöglichte. Während seine Kumpel draußen mit ihren Fahrrädern die Gegend unsicher machten, inszenierte er auf dem Dachboden des Elternhauses die ersten handgemalten Abenteuer einer Ratte namens Walter.

Später studierte Park Communication Arts in Sheffield, besuchte danach die "National Film and Television School". Sein erster Arbeitgeber war die Firma "Aardman Animations" in Bristol, für die er die tanzenden Hähnchen animierte im legendären Videoclip zu Peter Gabriels "Sledgehammer".

Die Wallace-und-Gromit-Filme stecken voller Erinnerungen an seine Kindheit: Parks Heimatstadt und seine Familie wurden nach und nach in die rührend altmodische und sehr britische Knetwelt eingebaut: "Fast alle Requisiten basieren auf Dingen, die wir zu Hause hatten: unser Bügeleisen, unsere Küchenuhr, die Stehlampe meiner Großmutter."

Wallace trägt

Charakterzüge von Nicks Vater Roger: "Dad arbeitete viel in seinem Gartenschuppen, bastelte ständig und war voller Ideen." Gromit dagegen hat er, mehr oder weniger bewusst, nach eigenem Vorbild modelliert: "Meine Mutter sagt, dass ich als Kind immer sehr ruhig war. Ich hielt mich im Hintergrund und habe beobachtet. Wie Gromit."

Trotz internationalen Ruhms lebt Park bescheiden: Er besitzt ein kleines Landhaus nahe Bristol und fährt einen Peugeot 306. Anerkennung, sagt er, sei ihm wichtiger als Geld. "Ich hatte immer wenig Selbstbewusstsein, und Animation hat mir geholfen, meine Identität zu finden." Heute ist der schüchterne Kindskopf respektierter Geschäftsmann und gefeierter Künstler, in seiner Heimat so populär, dass er nach einem Hotel-Feueralarm sogar mal im Pyjama Autogramme schreiben musste. Seine Helden sind in Großbritannien allgegenwärtig: auf Kühlschrankmagneten, Zahnbürstenhaltern und Rucksäcken. Den neuen Film hat Park produziert, er schrieb das Drehbuch und führte Regie.

Geknetet hat er zum ersten Mal nicht mehr selbst. Wie das Zeug schmeckt, wird er aber nie vergessen: "Furchtbar! Ich hab's mal als Kind versucht. Den Geschmack habe ich immer noch im Mund."

Matthias Schmidt / print
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.