HOME

Filmpreis-Nominierungen: Lola nimmt Anlauf

Am Freitag sind die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2008 bekannt gegeben worden. Gute Chancen auf eine Lola haben Dörries "Kirschblüten" und Akins "Auf der anderen Seite". Aber es gibt auch ein paar hoffnungsvolle Außenseiter.

Der Tod wird beim Deutschen Filmpreis 2008 eine besondere Rolle spielen. Sechs Filme sind für die goldene Lola nominiert: "Am Ende kommen Touristen", "Auf der anderen Seite", "Kirschblüten", "Shoppen", "Die Welle" und "Yella". In allen außer der grandiosen Speeddating-Komödie "Shoppen" geht es um das Ende des Lebens und den Weg dorthin. Mal mit Gewalt und Verachtung, mal leise und nachdenklich.

Die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Senta Berger, und Kulturstaatsminister Bernd Neumann haben am Freitag die Namen der Anwärter für den höchstdotierten deutschen Kulturpreis verlesen. Die Lola wird in 15 Kategorien verliehen. Bereits die Nominierungen sind mit projektgebundenen Preisgeldern in Höhe von 1,95 Millionen Euro verbunden.

Nazis und Krebskranke

Als beste Hauptdarstellerinnen kommen Nina Hoss in "Yella", Carice von Houten in "Black Book", Valerie Koch in "Die Anruferin" und Victoria Trauttmansdorff in "Gegenüber" in Frage. Als beste Hauptdarsteller können sich Matthias Brandt in "Gegenüber", Ulrich Noethen in "Ein fliehendes Pferd" und Elmar Wepper in "Kirschblüten" über eine Nominierung freuen.

Auch in den Kategorien beste Regie und bestes Drehbuch wurden Fatih Akins "Auf der anderen Seite" und Doris Dörries "Kirschblüten" genannt. "Shoppen" von Ralf Westhof wurde für zusätzlich für das beste Drehbuch und "Yella" von Christian Petzold für die beste Regie vorausgewählt.

Insgesamt ist der Deutsche Filmpreis mit 2,85 Millionen Euro dotiert. Verliehen wird er am 25. April im Palais am Funkturm in Berlin. Im vergangenen Jahr hatte das Gefängnis-Drama "Vier Minuten" mit Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung die Lola für den besten Film gewonnen. Tom Tykwers Romanverfilmung "Das Parfum" war sechs Mal ausgezeichnet worden.

dpa/AP/sal

Themen in diesem Artikel