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Filmpremiere: New York ruft "King Kong Day" aus

Gut 8000 Festgäste haben die Neuverfilmung des Klassikers "King Kong" gefeiert. Und nicht nur das haarige Monster erklomm gut 70 Jahre nach seinem Leinwanddebüt das Empire State Building.

176 Millionen Dollar hat das Remake von "King Kong"verschlungen, das "Herr-der-Ringe"-Regisseur Peter Jackson neu inszeniert hat. Jackson selbst und die Stars seines mit Spannung erwarteten Remakes, Adrien Brody, Jack Black, Naomi Watts, Jamie Bell und Andy Serkis, waren bei der Premierenfeier auch mit dabei.

In einem Kinokomplex in der Nähe des Empire State Building hatten sich 800 Ehrengäste versammelt. Die ersten Kritiken, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden, fielen überwiegend positiv aus: Die wenigen Medienvertreter, die bisher den Film sehen konnten, lobten ihn durchweg als "gekonnt, herzerwärmend und humorvoll".

Mit neun Jahren drehte Jackson seinen ersten "King Kong"

Das Drei-Stunden-Epos für 207 Millionen Dollar (176 Millionen Euro) ist ein Werk des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson, der durch seine "Herr-der-Ringe"-Trilogie zu Weltruhm und Oscar-Ehren gelangt ist. Jackson hatte den schwarzweißen Originalfilm von 1933 im Alter von neun Jahren gesehen und gedacht: "Ich will Filmemacher werden." Er bastelte sich ein Empire State Building aus Pappe und einen King Kong aus Modelliermasse und stellte die Schlussszene auf dem berühmten Wolkenkratzer daheim vor seiner Super-8-Kamera nach. Darauf angesprochen, ob das Ergebnis nun seinen Vorstellungen entspreche, sagte er, da er den Film erst vor wenigen Tagen fertig gestellt habe, fehle ihm noch der nötige Abstand, um das zu beurteilen.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg rief den Tag der Premiere kurzerhand zum "King-Kong-Day" aus. Jackson und die Hauptdarstellerin Naomi Watts posierten vor der Erstaufführung zu Füßen einer riesigen King-Kong-Figur auf dem Times Square.

Watts hatte es sich außerdem nicht nehmen lassen, vor der Uraufführung mit Jackson zusammen auf den Turm des New Yorker Wahrzeichens zu klettern und ihren Namen einzuritzen, wie das Internetportal imdb.com am Montag berichtete.

20 Millionen Dollar Gage

Regisseur Peter Jackson hatte "King Kong" ausschließlich in seiner Heimat Neuseeland gedreht. Für die Szenerie nahm er Aufnahmen vom Äußeren des Empire State Building und dessen Panorama-Ausblick auf New York. Die neuen Aufnahmen passte Jackson anschließend an die Bilder des Kino-Originals von 1933 an, berichtete die "New York Times". Das heißt, er retuschierte die große Antenne auf dem Turm und alle neuen Gebäude der Stadt, die nach den dreißiger Jahren entstanden waren.

Das Ergebnis ist monumental. Jacksons Neuverfilmung ist drei Stunden lang und hat 32 Millionen Dollar mehr verschlungen als geplant. Doch die Universal Studios hatten dem Neuseeländer nach seinem Kassen- und Oscarerfolg mit der Ringe-Trilogie völlig freie Hand gelassen. Seine Gage soll 20 Millionen Dollar betragen.

In Deutschland startet "King Kong" am 14. Dezember - also an einem Mittwoch, nicht wie bei sonstigen Filmstarts üblich am Donnerstag.

DPA / DPA