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Goldene Himbeere: Was Bush und Berry eint

Dass US-Präsident George W. Bush mit seiner Politik nicht bei allen Amerikanern auf Gegenliebe stößt, ist hinreichend bekannt. Jetzt verunglimpften Filmkritiker auch noch seine schauspielerischen Qualitäten.

Halle Berry, Colin Farrell und US-Präsident George W. Bush müssen damit rechnen, als schlechteste Schauspieler des Jahres ausgezeichnet zu werden. Sie zählen zu den Anwärtern für die berüchtigten Goldenen Himbeeren, die zum 25. Mal von dem Golden Raspberry Award-Verein verliehen werden. Die Nominierungen wurden am Montag in Los Angeles bekannt gegeben. Mit sieben Anwartschaften ging "Catwoman" vor dem Historienepos "Alexander" (sechs Nominierungen) in Führung.

Kinobesucher stimmten per Internet ab

Bush erwarb sich eine Anwartschaft durch sein (unfreiwilliges) Mitwirken an Michael Moores Dokumentar-Streifen „Fahrenheit 9/11“. Ebenfalls nominiert sind seine Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Sie sollen als schlechteste Nebendarsteller mit einer der verhassten Trophäen ausgezeichnet werden.

Die Goldenen Himbeeren - kurz "Razzies" - sind das Gegenstück der begehrten Oscar-Filmpreise. Die "Razzies" werden in denselben Kategorien wie der Oscar für den jeweils schlechtesten Film, Regisseur, und Schauspieler verliehen. Anders als bei der Oscarverleihung werden die Nominierungen per Internet-Abstimmung ermittelt. So kam es offensichtlich auch zu der Nominierung von Bush.

"Catwoman" gehört zu den Favoriten

Doch auch Superstars wie "Catwoman" Halle Berry, "Alexander" Colin Farrell, Angelina Jolie ("Alexander") und Sharon Stone ("Catwoman") standen auf der Abschussliste der Kinobesucher. Sie wurden in der Kategorie "Schlechtester Hauptdarsteller/in" nominiert. Zu den aussichtsreichen Anwärtern auf den Spottpreis für den schlechtesten Film des Jahres zählen neben "Catwoman" und "Alexander" auch Ben Afflecks Weihnachts-Flop "Surviving Christmas" und "White Chicks".

Die Razzies-Preisverleihung ist am 26. Februar, genau einen Tag vor der Vergabe der Oscars. Es wird kaum damit gerechnet, dass die Himbeeren-Gewinner ihre Auszeichnungen persönlich in Empfang nehmen.

AP / AP