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INTERVIEW: Kosmische Kollegen

In der Komödie »Evolution« macht »Akte X«-Star David Duchovny das, was er schon immer gut konnte: Er jagt Außerirdische.

Sind Aliens die besseren Menschen?

Keine Ahnung, ich interessiere mich nicht für Außerirdische, höchstens aus beruflichen Gründen.

Sind Außerirdische gute Kollegen?

Sie sind vor allem unsichtbar, ich lerne sie erst kennen, wenn der Film fertig ist. Schließlich sind sie alle im Computer entstanden. Mit Aliens zusammen zu spielen, ist wie ein langes Selbstgespräch zu führen.

Sollen wir Angst haben vor Aliens, oder sollen wir lachen über sie?

Als ich »Krieg der Sterne« gesehen habe, wurde mir klar, dass Aliens auch komisch sein dürfen. Ich hoffe, dass die Kreaturen in »Evolution« Ihnen auch Spaß machen.

Erzählen Sie einen guten Alien-Witz, bitte.

Halt! Ich muss einmal klarstellen, dass ich nicht in Erinnerung bleiben möchte als der Mann, der sich nur mit Fremdlingen rumschlug. Zufällig ist »Evolution« eine Komödie mit Außerirdischen, aber der Regisseur Ivan Reitman suchte mich nicht nur aus, weil ich in »Akte X« mitspiele. Sondern weil er mich lustig findet.

Wahrscheinlich weil Sie auch hier selten Ihre Gesichtsmuskeln einsetzen.

Ich habe nun mal das Gesichts eines Pokerkönigs. Und es ist nicht leicht, humorig zu sein, wenn man so tun muss, als hätte man Respekt vor bösen Außerirdischen.

Ist »Evolution« für Sie nicht auch ein prima Anlass, den »Akte X«-Job loszuwerden? Die aktuelle Staffel, die bald in Deutschland startet, wird Ihre letzte sein.

Nein, ich wollte eh? bei »Akte X« kündigen. Die Serie war meine große Chance, aber irgendwann wurde sie zur Last. Meine Karriere musste weiter gehen. Jetzt ist es soweit. Ich mache schon Fortschritte. In »Evolution« kriege ich Julianne Moore, an Gillian Anderson kam ich ja nie ran. »Evolution« wünscht einen »angenehmen Weltuntergang«.

Wie sieht für Sie das perfekte Ende aus?

Ich hätte gerne meine Ahnen aus Polen, Russland und Schottland um mich und dann sollte es schnell gehen.

Interview: Oliver Creutz

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