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Neuer Harry Potter Film: Willkommen in der brutalen Zaubererwelt

Niemals war die Zauberwelt so brutal: Im letzten Teil der Harry-Potter-Saga gehen Voldemorts Schergen sprichwörtlich über Leichen. Der einzige, der die mordenden Todesser noch aufhalten kann: Der Junge, der überlebte.

Von der ersten Filmminute an ist klar, dass "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" eine harte Nummer wird. Auf dem Weg in die letzte Schlacht mit Voldemort müssen Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) schmerzhafte Entscheidungen treffen. Mit dem niedlichen Zauberer-Trio, das vor zehn Jahren im Hogwarts Express auf die Leinwände gedampft ist, hat dies freilich nicht mehr viel zu tun.

Denn Lord Voldemort (Ralph Fiennes), Harrys ewiger Nemesis, hat die Macht im Reich der Zauberer an sich gerissen. Selbst das Zauberministerium befindet sich fest in der Hand von Voldemorts Schergen: Andersdenkende und Muggel-Freunde werden verfolgt, weggesperrt oder getötet. Das neue Motto des Ministeriums, "Magie ist Macht", wird dabei mit aller Brutalität umgesetzt; bildlich unterstützt von Zauberern in SS-Mänteln und mörderischen Suchtrupps.

Weil Harry Potter die einzig ernstzunehmende Bedrohung für Voldemort darstellt, lässt der dunkle Magier ihn und seine Freunde gnadenlos jagen. Die Verteidiger des Guten versuchen zwar, ihren jungen Retter zu beschützen, aber der Preis ist hoch: Überall lauert die Bedrohung, selbst alten Freunden ist nicht mehr zu trauen. So entkommen Harry und seine Helfer nur mit Mühe den tödlichen Fallen ihrer Feinde - oder auch nicht: Denn das traurige Ableben von Schulleiter Dumbledore im letzten Film war erst der Anfang – niemals mussten so viele liebgewonnene Figuren ihr Leben lassen.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" ist ein düsteres und psychologisch tiefsinniges Werk. Es geht um Angst und deren Manipulation, Assoziationen zum Faschismus sind gewünscht, wenn die Herrschaft Voldemorts gezeigt wird. Regisseur David Yates ist zur Hochform aufgelaufen, was ein großes Versprechen für das Finale ist. Nur für Kinder ist all das wirklich nichts. Aber Kinder sind Harry, Hermionie und Ron ja auch schon lange nicht mehr.

sal