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Stern Logo Academy Awards - Die Oscar-Verleihung

Oscar-Verleihung 2007: Die große Nacht der Alten

Ein deutscher Gewinner, zwei Darsteller-Oscars für Afro-Amerikaner und ein Ex-Vize-Präsident als Preisträger: Die diesjährige Verleihung der Academy Awards schrieb jede Menge schöner Geschichten. Besonders ins Auge fiel die Wiederentdeckung der Alten. Ein Trend?

Von Carsten Heidböhmer

Martin Scorsese misst zwar nur 1,63 Meter, doch in der Filmbranche ist er ein ganz Großer - und das schon seit Jahrzehnten. Trotzdem musste er bis 2007 warten, ehe er endlich den Regie-Oscar in den Händen halten durfte. Zuvor war er sieben Mal nominiert, letztlich ist er immer übergangen worden. So musste der New Yorker 64 Jahre alt werden, ehe er den Film-Olymp besteigen durfte.

Scorsese war nicht der einzige Künstler jenseits der 60, der in diesem Jahr zu Ehren kam. Mit den Preisen für Helen Mirren, 61, und den 72-Jährigen Alan Arkin gingen zwei von vier Darsteller-Oscars an Schauspieler, die sich im Herbst ihrer Karriere befinden. Gerade in der Kategorie der Besten Hauptdarstellerin ist dies durchaus beachtlich, muss man doch bis ins Jahr 1989 zurückgehen, um eine Oscar-Gewinnerin jenseits der 50 zu finden. Damals gewann Jessica Tandy mit ihrer Rolle in "Miss Daisy und ihr Chauffeur".

Hollywoods Best Ager

Noch deutlicher wird Hollywoods neu entdeckte Vorliebe für Best Ager, wenn man einen Blick auf die Nominierten wirft: Bei den Frauen standen mit Judi Dench, Meryl Streep und Helen Mirren insgesamt drei Schauspielerinnen jenseits der 50 zur Auswahl. Und der 74-jährige Peter O'Toole durfte sich Hoffnung auf den Oscar als bester Hauptdarsteller machen. Lässt sich daraus nun eine Abkehr Hollywoods vom Jugendwahn ablesen?

Gemach. Dass sich in diesem Jahr Auszeichnungen für reifere Schauspieler häufen, ist erfreulich - es spricht jedoch nichts dafür, dass es sich um einen generellen Trend handelt. Schaut man sich genauer an, für welche Rollen Frauen jenseits der 50 besetzt werden, dann wird dies klar: Judi Dench, zum Beispiel erhielt eine Nominierung für ihre Darstellung einer verbitterten, einsamen Lehrerin. Helen Mirren spielt - auch nicht sonderlich sexy - die englische Königin. Eine begehrenswerte Frau darf keine von ihnen verkörpern.

Peter O'Toole spielt sich selbst

Blickt man aufs männliche Geschlecht, sieht es auch nicht besser aus: Alan Arkin erhielt seinen Oscar für einen lüsternen, heroinsüchtigen Opa, der auf einer Familienfahrt stirbt. Und Peter O'Toole spielt in "Venus" mehr oder weniger sich selbst: einen alternden Schauspieler.

Indem die Academy so viele gereifte Schauspieler nominiert hat, erkennt sie die hohe Qualität an, die diese Künstler seit Jahren auf die Leinwand bringen. Die auffällige Häufung in diesem Jahr ist jedoch ein reiner Zufall - ein neuer Trend lässt sich daraus nicht ablesen.

Bittere Niederlage gegen "Rocky"

Was den Regie-Oscar für Martin Scorsese angeht, so kam die Ehrung mit 30-jähriger Verspätung. Eigentlich hätte ihn der New Yorker bereits 1977 verdient gehabt; doch damals war er noch nicht für die Regie nominiert. Sein Meisterwerk "Taxi Driver" war immerhin im Rennen um den Besten Film - um dann ausgerechnet gegen "Rocky" zu verlieren. Das tat weh. Es folgten sieben Nominierungen, darunter für so großartige Filme wie "Raging Bull" oder "Good Fellas", die mit ebenso schmerzhaften Niederlagen endeten. Erst 2007 hat sich die Academy dazu aufraffen können, Scorsese in den Film-Olymp aufzunehmen - mit einem Film, der keinesfalls zu seinen besten zählt.

Mit "The Departed" ist ihm immerhin ein fulminanter Thriller gelungen, spannend von der ersten bis zur letzten Minute, ausgestattet mit Scorsese-typischer Brutalität und einer mächtigen Bildsprache. Souverän dirigiert der Regisseur eine Crew aus Schauspielern, die zu den besten Hollywoods zählen: Scorsese formt aus Jack Nicholson, Matt Damon, Leonardo Di Caprio, Mark Wahlberg, Alec Baldwin und Martin Sheen ein harmonisches Ensemble. Insofern ist auch die Entscheidung vertretbar, dem Werk neben dem Regie-Award auch den Oscar für den besten Film zuzusprechen.

Mutiger wäre es jedoch gewesen, "Babel", das weltumspannende Drama des mexikanischen Regisseurs Alejandro Gonzàlez Iñàrritu, zu berücksichtigen. Dieser anspruchsvolle, auf drei Kontinenten spielende Film war in sieben Kategorien nominiert (darunter Bester Film, Regie, Drehbuch), musste sich am Ende aber mit dem unbedeutenden Preis für die Musik zufrieden geben. Das ist bedauerlich; andererseits ist Iñàrritu mit 43 Jahren für einen Regisseur vergleichsweise jung. Es ist zu wünschen, dass es bei ihm nicht so lange dauern wird wie bei seinem Kollegen Scorsese, bis er von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit einem Oscar bedacht wird.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(