Oscars 2014 Diese Filme sind die großen Gewinner


"12 Years a Slave", "Gravity", "Dallas Buyers Club": Die oscarprämierten Filme sind in diesem Jahr keine Überraschung. Wir zeigen Ihnen, wer die wichtigsten Preise abräumte.
Von Nicky Wong

Die Oscars 2014 lieferten zuverlässig Glamour und Glanz - aber wenig Überraschungen. In 24 Kategorien wurde der wichtigste Filmpreis der Welt verliehen. Mehr als 5.500 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences wählten die Gewinner. Wir zeigen die wichtigsten prämierten Filme.

"12 Years a Slave"

Regisseur Steve McQueen erzählt in dem Historiendrama die Geschichte des freien Afro-Amerikaners Solomon Northup, der im 19. Jahrhundert als Geigenspieler sein Geld verdient. Nach einem Auftritt trifft er auf zwei Fremde, die ihn zu einem Drink einladen. Am nächsten Morgen befindet er sich auf einem Sklavenschiff nach Louisiana. Zwölf Jahre lang wird er von einem "Master" zum nächsten verkauft. Erst der Sklaverei-Gegner Bass kann in Northup neuen Lebensmut wecken. Sein Kampf um die Freiheit beginnt von neuem.

Der bereits im Vorfeld gefeierte Film ging als Favorit für den Hauptpreis "Bester Film" ins Rennen. Die Buchmacher können sich freuen, denn eine Überraschung blieb aus. "12 Years a Slave" wurde nicht nur als bester Film ausgezeichnet, auch das Drehbuch und Nebendarstellerin und Jungstar Lupita Nyong'o bekamen eine Trophäe. Und: Brad Pitt kann sich als Produzent des Films über seinen ersten Goldjungen freuen.

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"Gravity"

Bei einem Außenmanöver werden die Astronauten Ryan Stone und Matt Kowalski von ihrem Shuttle gerissen. Sie verlieren den Kontakt zur Erde und befinden sich alleine in den dunklen Tiefen des Weltraums.

Auch hier verlief die Oscar-Verleihung erwartungsgemäß: In mehreren technischen Kategorien holte das Sci-Fi-Drama "Gravity" den Oscar. Auch Regisseur Alfonso Cuaron wurde ausgezeichnet. Für den ganzen großen Wurf hat es zwar nicht gereicht, aber sieben Trophäen sind mehr als ein Trostpflaster.

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"Dallas Buyers Club"

Ron Woodroof ist ein Draufgänger. Der liebt Alkohol, Drogen und Frauen. Nach einer Schlägerei wacht er im Krankenhaus auf und erfährt, dass er HIV-positiv ist und nur noch wenige Woche zu leben hat. Die verschriebenen Medikamente helfen kaum. Also sucht sich Woodroof jenseits der Grenze selber Arzneien, die seinen Alltag deutlich erträglicher machen. Weil sie in den USA jedoch nicht zugelassen sind, beginnt Woodroof einen Kampf gegen die Pharmaindustrie und für den freien Zugang zu den Medikamenten.

Matthew McConaughey und Jared Leto: Zwei Schauspieler, an denen in diesem Jahr kein Weg vorbei führte. Und so gewannen die beiden auch die Trohpäe für ihre Schauspielleistung im Aids-Drama "Dallas Buyers Club". Zudem konnte der Oscar für das beste Make-Up- und Hairstyling gewonnen werden.

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"Blue Jasmine"

Jasmines Ehemann Hal verliert sein Vermögen, nachdem er wegen Betrugs festgenommen wurde. Fernab vom Luxus kommt Jasmine bei ihrer Schwester unter, doch ihre auf Tabletten aufgebaute Maskerade bekommt Risse und schon bald findet sie sich als Empfangsdame einer Zahnarztpraxis wieder. Ihre einzige Hoffnung dem schnöden Unterklasseleben zu entfliehen: Der Diplomat Dwight kandidiert für ein politisches Amt und braucht schleunigst eine Frau an seiner Seite.

Seit 1977 dreht Altmeister Woody Allen mindestens einen Film im Jahr. Sein neuester Streich "Blue Jasmine" war für gleich drei Oscars nominiert. Doch einzig Hauptdarstellerin Cate Blanchett konnte die Trophäe mit nach Hause nehmen.

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"Her"

Theodore Twombly ist Autor. Er verfasst handgeschriebene Briefe, denn die sind in der Zukunft fast vollständig von digitalen Schreibprogrammen ersetzt worden. Doch die Arbeit setzt ihm zu, denn die Ehe mit seiner Frau ist fast geschieden. Um sich abzulenken, kauft er sich ein Programm mit einer neuen Form von künstlicher Intelligenz - und die stellt sich als die freundliche Samantha heraus. Ihre einnehmende Stimmenpräsenz beeindruckt Theodore mehr und mehr, bis er sich in das Programm verliebt...

Das romantische Dramedy von Kultregisseur Spike Jonze wurde in fünf Kategorien für den Oscar nominiert. Ausgezeichnet wurde der Film jedoch nur für das Drehbuch, das Jonze selbst verfasst hat. In Deutschland kommt der Streifen Ende März in die Kinos.

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"Die Eiskönigin - Völlig unverfroren"

Ein ewig währender Winter ist über das Königreich Arendelle eingebrochen. Um den Zauber aufzuheben, muss Prinzessin Anna ihre Schwester, die Eiskönigin, aufsuchen und besiegen. Unterstützung erhält sie dabei von Bergbewohner Kristoff, dem Rentier Sven und Schneemann Olaf. Doch auch mit ihren Weggefährten ist die Reise kein leichtes Unterfangen.

Geradezu konkurrenzlos ging "Die Eiskönigin" als Animationsfilm ins Oscar-Rennen. Weder "Die Croods" noch "Ich - Einfach unverbesserlich" konnten dem winterlichen Disneyfilm ernsthaft gefährlich werden. Und so ging nicht nur die Trophäe des besten Animationsfilm an "Die Eiskönigin", sondern auch der Oscar für den besten Titelsong. "Let It Go" wurde während der Show live von Musicaldarstellerin Idina Menzel gesungen - und stach unter anderem Pharrell Williams' Gute-Laune-Lied "Happy" aus.


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