VG-Wort Pixel

Neu auf Netflix "Die Arceus Chroniken": Warum ich als Pokémon-Fan weggeschaltet habe

Pikachu
Pikachu ist das vielleicht bekannteste Pokémon und kommt auch im neuen Film "Die Arceus Chroniken" wieder vor
Der neue Pokèmon-Film reiht sich ein in die Revivals und Spin-offs der letzten Zeit. Doch so ein richtiges Retro- und Nostalgie-Gefühl will sich nicht einstellen.

Als Kind war Pokémon eine meiner Lieblingsserien, auch die Videospiele dazu habe ich gespielt. Mein Lieblings-Pokémon Bisasam habe ich trainiert, bis es sich zu Bisaflor entwickelt hat und nicht nur Gift- sondern auch einige Psycho-Attacken konnte. Sogar später während des Studiums habe ich Pokémon wieder für mich entdeckt und die Staffeln geschaut und Bisaflor weitertrainiert, wenn ich mich vor dem Lernen für Klausuren drücken wollte. Prokrastination Pokémon-Edition.

Doch der neue Pokémon-Film "Die Arceus Chroniken" hat mit den ursprünglichen Pokémon kaum mehr etwas zu tun. Immerhin: Für das Retro-Gefühl hat Ashs alter Freund Rocko aus den allerersten Staffeln einen Gastauftritt. Rocko ist jetzt Pokémon-Arzt und hat ein kleines Raumschiff, mit dem er durch die Gegend zu kranken Pokémon nach Hause fliegen kann. Auch die beliebten Pokémon Pikachu, Goldini und Karpador sind mit dabei. 

Doch im Mittelpunkt steht diesmal das besondere Urzeit-Pokémon Arceus. Ash und seine Freunde wollen es finden und erleben dabei allerhand Abenteuer. So gut, so wie immer. Doch vom einstigen Pokémon-Charme ist nicht mehr viel übrig geblieben. Protagonist Ash ist gerade dabei, erwachsen zu werden. Und dabei sollte er wohl zeitgemäßer wirken. Der Pokédex (ein Gerät, das alle Pokémon bestimmen kann) ist nun ein Smartphone. Und Ash posiert gerne für Selfies. 

"Pokèmon: Die Arceus Chroniken": Ash macht jetzt Selfies und hat ein Smartphone

Ansonsten wirkt alles ein bisschen wie gewollte Science Fiction: Die Bösewichte von Team Galaktik suchen Löcher in der Zeit und werfen plötzlich mit Begriffen wie Raum-Zeit-Verschiebung und verschiedenen Dimensionen um sich.

Schade, denn "Die Arceus Chroniken" hätten sich gut in den aktuellen Streaming- und Kinotrend der Revivals und Spin-offs einfügen können. "Sex and the City" kam wieder als "And Just Like That", "Top Gun" als "Top Gun: Maverick" und "How I Met Your Mother" als "How I Met Your Father". Um nur einige Beispiele der letzten Zeit zu nennen. Die orientierten sich allerdings stark an ihren Vorgängern, um eine gewisse Nostalgie entstehen zu lassen. Und hatten damit Erfolg beim Publikum.

Doch der neue Pokémon-Film tut das leider (nicht genug) und so habe ich bald wieder weggeschaltet.

Mehr zum Thema

Newsticker