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Pro und Contra: Ist "Sex and the City 2" das Kinoticket wert?

Sie stöckeln wieder durch den Großstadtdschungel und diesmal auch durch Wüstensand. Die nimmersatten Frauen von "Sex and the City 2". Aber muss man diesen Film über Sex, Ehe und Abu Dhabi nun sehen oder nicht?

Endlich! Carrie und Co sind wieder da und verschönern mit ihren Fashion-Orgien und den Luxustripps die Alltagstristesse. Immer noch taugen sie bestens als Identifikationsfiguren für die Normalfrau.

Es ist eine der schönsten Szenen des Films: Carrie (Sarah Jessica Parker) macht Charlotte (Kristin Davis) darauf aufmerksam, dass sie vor lauter Konzentration auf ihr iPhone nicht wahrnimmt, was um sie geschieht: wie die Araberin in schwarzem Gewand jedes Mal ihren Schleier vor dem Gesicht lüften muss, um eine Pommes in ihren Mund zu schieben.

Von jeher dreht es sich in "Sex and the City" darum, in der atemlosen Hetze nach Job, Beziehung und der Erfüllung aller Träume nicht den Augenblick des Innehaltens zu verpassen. Einfach mal zu genießen und sich nicht zu quälen: mit Entscheidungen - Karriere oder Kinder, Distanz oder Nähe, Ehe oder Freiheit , der Frage wie schnell Eierstöcke altern oder dem Warten auf den Anruf des Wunschpartners.

Zelluloidgewordener feuchter Mädchentraum

Seit fast zehn Jahren konnten wir in insgesamt 4230 Fernsehminuten und einem zweieinhalbstündigen Kinofilm das Leben von vier New Yorker Ladys verfolgen. Daraus ist eine Beziehung entstanden. Und wie bei den meisten Beziehungen hat man sich aneinander gewöhnt. Man respektiert die Schrullen des Partners, in diesem Fall sind es gleich vier, man liebt ihn, egal, welche Fehler er macht. Auch wenn man ihn an die Wand klatschen könnte, weil er einen nervt. So wie Carrie, wenn sie wieder rumzickt und Big die Hölle heiß macht, nur weil er im Schlafzimmer fernsieht. Professionelle Distanz: Fehlanzeige.

Denn "Sex and the City" ist ja kein "normaler" Kinofilm, den man rezensieren kann wie das neueste Werk von David Cronenberg oder Tom Tykwer. Sondern ein Fan-Film. Fragen Sie doch mal einen Trekkie, Anhänger der Star-Trek-Fangemeinde. Niemals wird der ihnen irgendetwas Schlechtes über seine Kultserie erzählen. So abgedroschen es klingt, so einfach ist das Wesen des Fantums : Man geht durch dick und dünn . Die Liebe ist bedingungslos, die Treue ewig.

Die "Sex and the City"-Filme sind das rosa Pendant zu "Iron Man", "Transformers" und "Prince of Persia", die weibliche Version des Actionknallers, der zelluloidgewordene feuchte Mädchentraum: Luxus pur, Mode-Schlaraffenland (Carrie wechselt 41 Mal ihr Outfit!!), der eigene Butler, der einem jeden Wunsch von den Augen abliest, durchtrainierte Kerle im Pool, Urlaub in einem Märchenpalast aus 1001 Nacht. Gut, statt dem Prinzen auf dem weißen Pferd sind es Kamele, und der tolle Hecht in Gestalt eines dänischen Innenarchitekten kommt im Jeep durch die Wüste.

Verfilmte Bibliothek sämtlicher Ratgeberhandbücher

Das ist Klamauk pur in pompöser Verpackung: erst modern mit der Schwulen-Traumhochzeit ganz in Silber, dann der Goldkäfig im Orient, wo ganz nebenbei das Paradox der dort herrschenden Moralvorstellungen gezeigt wird. Doch "Sex and the City" wäre nicht "Sex and the City", wenn diese perfekte Kulisse nicht nur Staffage wäre als launiges Amüsement gegen Alltagstristesse, auf der die Bruchstellen der Charaktere besonders klar zu sehen sind. In knackig-intelligenten Dialogen werden mit wenigen Worten Lebensszenarien analysiert und zerpflückt. Spätestens dann, wenn der Film schon fast zur Groteske mutiert, als die arabischen Frauen im Souk ihre Kutten lüften und sich darunter die neueste Frühjahrskollektion von Prada, Gucci & Co verbirgt, wird die ironische Brechung unübersehbar.

Trotzdem funktioniert "SatC" immer noch wie eine verfilmte Bibliothek sämtlicher Ratgeberhandbücher: Ob Menopause, Kinderfrage, Rabenmütter-Debatte, Jobwechsel oder der Fernseher im Schlafzimmer - Ausdruck einer Zweisamkeitsödnis in einem kükenlosen Nest von Designerwohnung, wo die Küche kalt bleibt - diverse Probleme werden angerissen und ausdiskutiert. Als Identifikationsfigur der zwischen Selbstverwirklichung und Paar-Romantik hin- und hergerissenen Normalfrau taugen Carrie & Co immer noch. "Sex and the City 2" ist ein glitzernder Diamant, der in vielen Farben schillert. Love it or leave it.

Da sind sie wieder, die hysterischen Frauen aus der Großstadt-Hochglanzmagazin-Neurosen-Matrix. Die Dauerwerbesendung, die uns mit versauten Witzen lachen macht, ist zurück. Dabei ist die Welt von "Sex and the City 2" einfach nur zum Heulen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe das Grundkonstrukt der TV-Serie "Sex and the City" sehr genossen. Die über allem stehende Freundschaft von vier Frauen jenseits der Jugend. Das laute Nachdenken darüber, was es zur Jahrtausendwende bedeutet, eine Frau in der westlichen Gesellschaft zu sein. Und die "Hure", die endlich einmal nicht - wie sonst in Literatur und Film üblich - dafür bestraft wird, zu lieben "wie ein Mann". Carrie Bradshaw und Samantha Jones haben den Blick auf die Frauen und den der Frauen auf sich selbst verändert. Doch das macht noch lange keinen guten Kinofilm. Vor allem nicht, wenn man nichts mehr zu sagen hat.

Frau (und ein paar Männer) könnten natürlich darüber hinwegsehen, und "Sex and the City 2" als das nehmen, was es ist: ein Film-gewordenes Modemagazin, aufgepeppt mit versauten Witzen, deren Lacher einfach nur auf der Umkehrung der Geschlechterklischees beruhen. Doch wenn wir häufig genug sagen "Es ist doch nur ein Film", dann glauben wir es möglicherweise irgendwann selbst. Und genau genommen ist der Hype um diese narzisstischen Mode-, Männer- und Luxus-besessenen Frauen ein ziemlich trauriges Kapitel in der Geschichte der Emanzipation.

Der Frust nach dem Happy End

In der Kino-Fortsetzung sind Carrie und Mister Big verheiratet. Charlotte und Miranda haben neben Männern auch noch Kinder. Nur Samantha ist aus eigenem Antrieb allein geblieben. Jeglicher Anhang würde schließlich das offensive Sexleben stören. Eigentlich haben alle genau das erreicht, was sie wollten. Doch eben deshalb schleichen sich Langeweile und Erschöpfung ein. Schließlich ist die Jagd nach Mister Right viel spannender als die Arbeit an einer funktionierenden Beziehung. Auch wiegt der Traum von der eigenen Familie viel leichter als die Realität der Kindererziehung. "Sex and the City 2" beginnt mit Frust. Bis ein Scheich die Anti-Menopausen-Pillen-poppende Samantha nach Abu Dhabi einlädt. Und natürlich geht Sam nicht ohne ihre Mädels.

Dann beginnt der übelste Teil der Geschichte von Zehn-Millionen-Dollar-Apartments und Dior-Vintage-Röcken: Die postfeministischen Frauen aus New York treffen auf das restriktive Patriarchat des Mittleren Ostens. Auch wenn der gestreckte Mittelfinger gegen Männer, die einer Frau verbieten, öffentlich mehr als ihre Augen zu zeigen, absolut berechtigt ist, liefern Carrie&Co. eine armselige Performance als Botschafterinnen der westlichen Kultur. Steht doch am Ende nur: Freiheit heißt Vögeln wann und wo ich will - und Klamotten im Wert von Eigentumswohungen zu tragen.

Aufgeklärter Seximus

Der zweite Film ist ein Paradebeispiel für das, was die amerikanische Autorin Susan J. Douglas "aufgeklärten Sexismus" nennt. Während das Publikum darüber lacht, wenn Samantha Männer als Sexobjekte verhöhnt, Charlotte den Blick nicht von den Bh-losen Brüsten der Babysitterin abwenden kann, und Carrie vor Schreck ihren Pass vergisst, als auf dem Markt von Abu Dhabi Schuhe nur 20 Dollar kosten, kaufen wir die Gleichung, dass eine Frau in unserer Gesellschaft Macht besitzt, so lange sie shoppen gehen kann, die richtigen Marken trägt und sexy ist. Für das Kompliment "Du bist heiß" setzt Carrie sogar ihre hart erkämpfte Ehe aufs Spiel.

Die Errungenschaften der Frauenbewegung gelten als gegeben, obwohl der Weg bis zur tatsächlichen Gleichberechtigung noch immer ein langer ist. Um das zu begreifen, reicht ein Blick auf Gehaltstabellen - und die Klischees, die in Filmen wie diesem gefeiert werden. Oder ist es plötzlich wieder völlig in Ordnung, den Wert einer Frau auf ihr Äußeres und ihren Wunsch nach Familie zu reduzieren? Frauen, die von Männern, Beziehungen und von ihren Körpern besessen sind, sind leicht manipulierbare Masse. Ich wünschte, Samantha würde die Freiheit in New York, die sie in Abu Dhabi so sehr vermisst hat, zu mehr nutzen, als Sex am Strand.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(