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"Friedlich gestorben": Schauspieler Rolf Zacher ist tot

Schauspieler und Musiker Rolf-Dieter Zacher ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Berliner wurde in der Rolle des Kleinganoven "Henry" bekannt - zuletzt war er im Dschungelcamp zu sehen.

Rolf Zacher am 8. Februar 2017 bei der Verleihung des Askania Awards in Berlin

Rolf Zacher am 8. Februar 2017 bei der Verleihung des Askania Awards in Berlin

Picture Alliance

Der deutsche Schauspieler und Musiker Rolf-Dieter Zacher ist tot. Wie das Westfalen-Blatt aus dem Umfeld der Familie erfuhr, starb am Samstagmorgen im Alter von 76 Jahren in einem Hamburger Pflegeheim. Dort lebte er seit etwa einem Jahr. Zachers Lebensgefährtin Carola Blendermann bestätigte der DPA die Todesnachricht. Er sei "friedlich gestorben".

Zacher hat in mehr als 200 deutschen Fernsehfilmen und Serien gespielt. Mit der Rolle des Kleinganoven "Henry" in "Endstation Freiheit" (1980) wurde der gebürtige Berliner einem größeren Publikum bekannt und erhielt für diesen Film zwei Jahre später den Bundesfilmpreis in Gold. 2009 wirkte Zacher in der ARD-Telenovela "Rote Rosen" mit. Er war Synchronsprecher für Robert de Niro und Nicolas Cage. 

Zacher betätigte sich auch musikalisch, sang unter anderem in einer Rockband und einem Musical über die Punkrock-Gruppe Ramones. 2008 brachte er eine eigene CD mit dem Titel "Latest Hits" heraus, 2011 das Album "Danebenleben". 2016 war Zacher Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps, verließ die TV-Show aber schon nach acht Tagen wieder aus gesundheitlichen Gründen.

Rolf Zacher, ein wildes Leben

Hinter Zacher liegt das, was man ein bewegtes Leben nennt. Geboren und aufgewachsen in Berlin, wurde er auf der Straße als Schauspieler entdeckt. Der gelernte Konditor arbeitete in einem Lokal von Rolf Eden als Tänzer und absolvierte eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule "Der Kreis". 1966 hatte er einen folgenschweren Unfall mit seinem Porsche: Gegen die anhaltenden Rückenschmerzen nahm er zunächst Morphium, dann Heroin und war viele Jahre heroinsüchtig bis er den Entzug schaffte. In dieser Zeit wurde er mehrfach wegen Drogenbesitz und anderer Delikte verhaftet und verbrachte insgesamt zwei Jahre im Gefängnis.

Rolf Zacher hinterlässt Tochter Anna, 45 Jahre, die aus seiner kurzen Ehe mit Gisela Schmidt (später Getty) stammt. 

bak
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo