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Ludwig Lehner: Tageszeitung fällt auf falschen Ryan Gosling rein

Bei der Goldenen Kamera narrte ein Ryan-Gosling-Double die Veranstalter. Der Schwindel wirkt nach: Aktuell bebilderte eine Zeitung ihre Gosling-Geschichte mit einem Foto des Doppelgängers.

Der falsche Ryan Gosling

Es war nicht der echte Ryan Gosling, der im März 2017 die Goldene Kamera entgegen nahm.

DPA

Es war der lustigste Streich des vergangenen Fernsehjahres: Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf war es damals gelungen, der Goldenen Kamera ein Ryan-Gosling-Double unterzujubeln. Bei der Preisverleihung im März 2017 schleuste das Team von "Circus HalliGalli" mit Ludwig Lehner einen Doppelgänger des Hollywood-Schauspielers in die Veranstaltung ein. 

Zwar sieht Lehner dem echten Ryan Gosling gar nicht mal so ähnlich - so ist er deutlich korpulenter -, doch den Schwindel bemerkte bis zu seinem Auftritt niemand. So nahm Ludwig Lehner den von der Funke Mediengruppe vergebenen Preis in der Kategorie "Bester Film International" entgegen - und machte den Streich vor einem staunenden Publikum offenbar.

Ryan Gosling und sein Lookalike

So peinlich die Angelegenheit für die Ausrichter der Goldenen Kamera war - sie sollten nicht die einzigen sein, die auf die Täuschung hereinfielen. Seither tauchen in Medien immer mal wieder Fotos von Ludwig Lehner auf, wenn es eigentlich um Ryan Gosling gehen soll. 

Jüngstes Beispiel ist ein am heutigen Mittwoch erschienener Artikel in der "Neuen Ruhr Zeitung" (NRZ) über das Filmfestival in Venedig. Dort läuft Goslings neuer Film "First Man" im Wettbewerb. Bebildert wurde die Meldung aber mit seinem Double. 

Klaas Heufer-Umlauf verbreitete ein Foto dieser Meldung auf Twitter. "Der neue Film von Ryan Gosling: preisverdächtig", lautete sein lapidarer Kommentar dazu.

Dass ein Doppelgänger in eine so bedeutende Veranstaltung wie die Verleihung der Goldenen Kamera eingeschleust werden konnte, hatte damals Folgen. Die Funke Gruppe kündigte eine Überarbeitung ihres Sicherheitskonzepts an. Gleichzeitig zeigte sich der Veranstalter extrem humorlos und forderte den Preis zurück - um ihn dem echten Ryan Gosling zu übergeben.

Joko und Klaas kamen der Aufforderung nach - und legten sogar noch eine Trophäe dazu - den Goldenen Umberto, "den zweitwichtigsten Medienpreis der Welt", wie sie damals schrieben.

Diese Großzügigkeit konnten sie sich leisten. Denn für diese Aktion gab es 2018 eine ganz besondere Auszeichnung: den Grimme-Preis. Wie verdient dieser Preis ist, sieht man an dem aktuellen Bericht: Der Schwindel wirkt bis zum heutigen Tag fort. Das macht Joko und Klaas so schnell keiner nach.

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Ryan Gosling
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