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Superheld: Andrew Garfield wäre gern ein schwuler Spider-Man

Regelmäßig rettet Spider-Man Schönheiten vor fiesen Kreaturen. Warum sollen die Schönen aber immer nur Frauen sein? Andrew garfield wünscht sich eine sexuelle Erfahrungsreise für seine Filmfigur.

Bei den Dreharbeiten zu der Superhelden Neuauflage "The Amazing Spider-Man" lernte Hauptdarsteller Andrew Garfield seine Freundin Emma Stone kennen. Für die persönliche Entwicklung seiner Rolle wünscht sich Garfield jedoch, dass Peter Parker, alias Spider-Man seine Sexualität neu entdeckt. "Das wäre noch nicht einmal wirklich bahnbrechend. Warum kann er nicht schwul sein? Warum kann er nicht auf Jungs stehen?", sagte er dem Magazin "Entertainment Weekly".

In der Comicvorlage ist Spider-Man verschossen in Mary Jane, die von allen nur "MJ" genannt wird. In einer philosophischen Diskussion mit einem der Produzenten stellte der 29-Jährige Schauspieler die Frage, warum "MJ" zwingend für eine Frau stehen soll.

Laut der "Huffington Post" kann Garfield weiterhin hoffen, dass sich sein Wunsch erfüllt. Alle Szenen mit der 21-jährigen Shailene Woodley ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten") als Mary Jane sollen demnach aus "The Amazing Spider-Man 2" entfernt worden sein. Für eventuell folgende Filme soll die Rolle neu vergeben werden.

Während in Hollywood über neue Darstellungen von Superhelden - die meist weiß und heterosexuell angelegt sind - diskutiert wird, sind die Comicverlage schon zwei Schritte weiter. 2011 ließ sich Marvel von der Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten der USA inspirieren. In "Ultimate Comics: Spider-Man" versucht der schwarze Teenager Miles Morales den Tod von Peter Parker aufzuklären. Dabei wird er wie Parker von einer mutierten Spinne gebissen wird, entwickelt übernatürliche Kräfte und wird ein neuer Spider-Man. Bei DC-Comics gibt es seit 2012 Reihe "The Green Lantern" einen schwulen Hüter des außerirdischen Kraftrings.

ono/DPA / DPA