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Vertragsunterzeichung: Harald Schmidt und die ARD sind sich einig

TV-Entertainer Harald Schmidt und die ARD haben einen bis Juli 2006 laufenden Vertrag abgeschlossen. Die erste Sendung ist für den 23. Dezember geplant.

Die ARD hat sich mit dem TV-Entertainer Harald Schmidt über seine Rückkehr auf den Bildschirm geeinigt. "Ich freue mich sehr, dass die ARD Harald Schmidt an sich binden konnte", sagte der ARD-Vorsitzende Jobst Plog am Freitag nach dem Abschluss der Vertragshandlungen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit Schmidts Produktionsfirma. Die Verpflichtung des Moderators werde Einschnitte bei der Sport-Berichterstattung im Ersten Deutschen Fernsehen nach sich ziehen: "Wir werden Schmidt durch Einsparungen vor allem bei Sportrechten finanzieren", sagte Plog. Zu seiner Zeit beim Privatsender Sat.1 war Schmidt einer der bestbezahlten deutschen TV-Unterhalter.

Ab Mitte Januar gegelmäßig im TV

Er werde am 23. Dezember erstmals in einer Sondersendung zu sehen sein und ab Mitte Januar die regelmäßige "ARD Show" moderieren, teilt die ARD mit. Die halbstündige Sendung werde vor Publikum aufgezeichnet und jeweils mittwochs und donnerstags nach den Tagesthemen um 23 Uhr ausgestrahlt werden, hieß es. Schmidt habe sich bis Juli 2006 verpflichtet.

Im vergangenen Dezember hatte Schmidt überraschend seine jahrelange Late-Night-Show bei Sat.1 aufgegeben und damit seiner Kollegin Anke Angelke den Platz frei gemacht. Deren Show ist inzwischen wegen enttäuschender Zuschauerzahlen nach nur fünf Monaten wieder eingestellt worden.

Der als Kabarettist bekannt gewordene Schmidt hatte sein Verschwinden vom TV-Bildschirm mit dem Wunsch nach einer kreativen Pause begründet und stand in der Zwischenzeit mit eigenen Programmen und Theater-Produktionen auf der Bühne. In Medienberichten war spekuliert worden, das Ende von Schmidts Show, einem der Aushängeschilder des Senders, könnte mit dem Austausch der Sat.1-Spitze zu tun haben. Kurz zuvor Deutschlands größter TV-Konzern ProSiebenSat1 den Sat1-Chef Martin Hoffmann abgelöst und durch Roger Schawinski ersetzt.

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