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Historie: Das Berlin der Weimarer Republik

Glanz und Elend der Weimarer Republik. Jason Lutes Comic erreicht die Komplexität großer historischer Roman

Im September 1928 fährt die junge Marthe Müller nach Berlin um ein Kunststudium zu beginnen. Im Zug trifft sie den "Weltbühne"-Journalisten Kurt Severing. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege im Berlin der Weimarer Republik. Um die beiden herum, erzählt der Jason Lutes die Geschichten von unzähligen Personen. Hinzu kommen Rückblenden aus dem Jahr 1918. So entsteht ein komplexes Berlin-Panorama, über das Ende der Weimarer Republik und das Aufkommen des Faschismus. Der Detailreichtum der Arbeit zeigt sich in den unzähligen Aspekten von Politik und Alltagsleben, die Lutes in seine Story integriert hat. Hinzu kommen historisch akkurate Tableaus der Stadt.

Im Vordergrund des Comic steht weniger eine spannende Handlung als vielmehr ein Portrait der Zeit. Auf Spannung und sensationelle Blickwinkel und -kompositionen sollte der Leser daher nicht versessen sein. Der jetzt bei Carlsen-Comics erschienene Band bildet den nur ersten Teil einer "Berlin"-Trilogie, deren Handlung im September 1928 einsetzt und im Januar 1933 enden wird. Der Comicroman enthält die ersten acht Ausgaben der im Original auf 24 Teile angelegten Serie.

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