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David Bowie in groß und laut: Spektakuläre Ausstellung eröffnet in Berlin

David Bowie zurück in Berlin: Eine spektakuläre Ausstellung gibt jetzt umfassend Einblick in das Leben und Werk der britischen Musiklegende.

Von Dienstag an sind im Berliner Martin-Gropius-Bau mehr als 300 handschriftliche Texte, Originalkostüme, Fotografien, Filme und Musikvideos des US-amerikanischen Sängers David Bowie zu sehen. Ein besonderer Teil widmet sich Bowies Zeit von 1976 bis 1978 in Berlin, in der unter anderem das legendäre Album "Heroes" entstand.

"David Bowie ist so was wie der Soundtrack unseres Lebens. Er hat in dieser wechselhaften Welt immer zu uns gehalten", sagte der Londoner Museumsdirektor Martin Roth am Montag vor der offiziellen Eröffnung durch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). In Roth' Victoria and Albert Museum in London hatte die Schau mit mehr als 300.000 Besuchern im vergangenen Jahr alle Rekorde gebrochen.

In Berlin besiegte Bowie seine Dämonen

Für die Ausstellung hat Bowie erstmals sein riesiges Archiv geöffnet. Aufsehenerregend ist auch die multimediale Inszenierung: Über ein ausgeklügeltes Sendesystem spielt der Audioguide dem Besucher immer gerade die Musik ein, die zum jeweiligen Ort in der Schau passt.

In Berlin hatte Bowie nach Angaben der britischen Kuratorin Victoria Broackes seine glücklichste Zeit. In der besonderen Atmosphäre der Mauerstadt habe er seine Drogensucht besiegt und zu beispielloser Kreativität gefunden. "Hier ist es ihm gelungen, seine Dämonen zu vertreiben."

Wermutstropfen für die Fans: Der heute 67-jährige Künstler, einer der einflussreichsten Musiker der Popgeschichte, wird nicht persönlich aus New York in der Hauptstadt erwartet.

ono/DPA / DPA
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