Frank-Walter Steinmeier ist ein ruhiger, nüchterner Vertreter in der Spitzenpolitik - manche empfinden den Norddeutschen als spröde. Gleichwohl ist Steinmeier einer, der alle Finten kennt. Nicht zule...
Die Staatsoberhäupter Deutschlands und Ungarns gedenken am Montag gemeinsam des Beginns der Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein ungarischer Kollege Tamás Sulyok wollen in Ansprachen bei der Gedenkfeier in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche an das Geschehen erinnern (17.00 Uhr). Auch Zeitzeugen sollen dabei zu Wort kommen. Zuvor kommen Steinmeier und Sulyok zu einem bilateralen Gespräch im Cuvilliés-Theater zusammen (15.30 Uhr).
Erstmals seit 25 Jahren kommt wieder ein syrischer Präsident zu einem offiziellen Besuch nach Berlin: Der islamistische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird am kommenden Dienstag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt empfangen, wie die Bundesregierung am Freitag mitteilte. Ziel sei "eine Vertiefung und ein Neustart" der Beziehungen nach dem Machtwechsel in Damaskus. Bei dem Treffen solle es auch um die Rückkehr syrische Flüchtlinge gehen. Al-Scharaa wird in Berlin auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) empfangen.
Die Grüne Woche ist mit einer Eröffnungsfeier in Berlin gestartet. Ministerpräsidentin Schwesig nutzt die Gelegenheit und spricht im Bundestag über Agrarpolitik.
Bundespräsident Steinmeier hat am Abend auf der Eröffnungsfeier der Grünen Woche gesprochen. Er verteidigte das Freihandelsabkommen Mercosur und forderte mehr Mühen im Kampf gegen die Klimakrise.
Frank-Walter Steinmeier ist ein ruhiger, nüchterner Vertreter in der Spitzenpolitik - manche empfinden den Norddeutschen als spröde. Gleichwohl ist Steinmeier einer, der alle Finten kennt. Nicht zuletzt ihm hat es die SPD zu verdanken, dass Gerhard Schröder 1998 Kanzler wurde. Der studierte Jurist war Schröders Büroleiter in Niedersachsen, später Staatssekretär im Kanzleramt, dann Chef desselben. Einen engeren Vertrauten und Berater hatte Schröder nie. Steinmeier schrieb ihm auch alle notwendigen Strategiepapiere. 2005 wurde er Außenminister unter Kanzlerin Angela Merkel, 2009 versuchte er selbst Kanzler zu werden - scheiterte aber kläglich. Die SPD fuhr 23 Prozent ein, das mit Abstand schlechteste Ergebnis der Nachkriegszeit. 2010 legte Steinmeier eine politische Pause ein, weil er seiner schwer erkrankten Frau Elke eine Niere spendete. Beim der Bundestagswahlkampf 2013 hielt sich Steinmeier eher zurück und überließ Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel die großen Bühnen. Die Bundestagswahl konnte die SPD mit 25,7% der Stimmen nicht für sich entscheiden, ging dann aber nach monatelangen Verhandlungen und einem Mitgliederentscheid eine große Koalition mit der Union ein. Steinmeier übernahm den Posten des Bundesaußenministers.