Die CDU-Politikerin Süssmuth war am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben. Die Professorin für Erziehungswissenschaft war Mitte der 1980er Jahre Familien- und Gesundheitsministerin geworden. Von 1988 bis 1998 war Süssmuth Präsidentin des Deutschen Bundestages.
Ein Trauerstaatsakt ist in der Bundesrepublik eine relativ seltene Ehrerbietung. Zuletzt gab es einen solchen für den verstorbenen Bundespräsidenten Horst Köhler im Februar 2025.
Bisher haben nur zwei Frauen eine solche Ehrerbietung bekommen. Zuletzt wurde Süssmuths Vorgängerin und erste Frau im Amt der Bundestagspräsidentin, Annemarie Renger (SPD), im März 2008 auf diese Weise geehrt. Im Januar 1997 bekam die erste Bundesfamilienministerin Aenne Brauksiepe (CDU) eine solche Würdigung.
Ab Dienstag dieser Woche wird ein Kondolenzbuch für die Öffentlichkeit in der Parlamentshistorischen Ausstellung im Deutschen Dom am Berliner Gendarmenmarkt ausliegen, wie der Bundestag weiter mitteilte. Bürgerinnen und Bürger können sich dort dienstags bis sonntags zwischen 10.00 bis 18.00 Uhr eintragen.
Ein weiteres Kondolenzbuch wird den Angaben zufolge im Reichstag für Bundestagsabgeordnete ausgelegt. Dies soll in der nächsten Sitzungswoche Ende Februar erfolgen.