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Kunstraub in Athen: Einbrecher stehlen Picasso aus Nationalgalerie

Neue Hiobsbotschaft aus Athen: Einbrecher haben ein Bild des spanischen Malers Pablo Picasso aus der Nationalen Pinakothek gestohlen. Nach Medienberichten hatte das Museumspersonal offenbar keine große Eile, den Tätern zu folgen.

Unbekannte Einbrecher haben aus der griechischen Nationalgalerie in Athen drei Gemälde gestohlen. Bei einem der geraubten Werke handelt es sich laut Polizei um das Ölgemälde "Frauenkopf" von Pablo Picasso (1881-1973) aus dem Jahr 1939, das der spanische Künstler dem griechischen Staat nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt hatte. Über den Wert gab es zunächst keine Angaben. Das Bild sei 56 mal 40 Zentimeter groß, berichtete die Athener Zeitung "To Vima" auf ihrer Internetseite, wo auch ein Foto veröffentlicht wurde.

Zudem entwendeten die Diebe das Ölgemälde "Mühle" des niederländischen Malers Piet Mondrian (1872-1944) von 1905 und eine Zeichnung auf Papier des italienischen Malers Guglielmo Caccia ("Il Moncalvo", 1568-1625) aus dem 16. Jahrhundrt. Dies berichtete der griechische staatliche Rundfunk unter Berufung auf Kreise des Museums und der Polizei. Eine offizielle Erklärung der Nationalen Pinakothek (Nationalgalerie) lag zunächst nicht vor.

Nach Angaben der Polizei dauerte der Einbruch nicht länger als sieben Minuten. Wie ein Beamter der Polizei Reportern sagte, seien die Einbrecher durch ein Fenster in die Pinakothek gelangt. Der Einbruch wurde bemerkt, als kurz vor fünf Uhr morgens die Alarmanlage des inneren Teils des Museums aktiviert wurde. Den Angaben zufolge sah ein Sicherheitsmann nach einem Alarm am frühen Morgen einen Menschen wegrennen. Griechische Medien berichteten, das Museumspersonal habe zunächst "träge" reagiert. Von dem oder den Tätern fehlt jede Spur. Die Polizei ging von einer sehr gut organisierten Bande aus.

jwi/DPA/AFP / DPA