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Bizarre Kunst: Russischer Künstler lässt Besucher seiner Ausstellung bluten – im wahrsten Sinne des Wortes

Wird Ihnen übel, wenn Sie Blut sehen? Dann sollten Sie die Ausstellung des Künstlers Andrei Molodkin in Belgien dringend meiden. Denn für seine Kunstwerke geht er ungewöhnliche Wege.

Sieht aus wie Blut, ist auch Blut: Die Ausstellung "Young Blood" von Andrei Molodkin findet in eher klinischer Atmosphäre statt

Sieht aus wie Blut, ist auch Blut: Die Ausstellung "Young Blood" von Andrei Molodkin findet in eher klinischer Atmosphäre statt

Interaktive Kunst extrem: Der russische Künstler Andrei Molodkin will, dass die Besucher seiner Ausstellung für seine Kunst bluten. Und das ist wörtlich gemeint. Denn die Kunst-Objekte des Konzeptkünstlers funktionieren erst durch das Hinzufügen von Blut. In der Beschreibung der Ausstellung "Black Horizon" wird das folgendermaßen beschrieben: "Andrei Molodkins riesige Installation 'Young Blood' taucht den Besucher in eine klinische Video-Umgebung, in der sich Buchstaben mit menschlichem Blut füllen." Diese Buchstaben bildeten demnach Phrasen aus der Jugendsprache und sollen darstellen, was junge Menschen heute beschäftigt. 

Arzt und Krankenschwester in der Galerie

Konkret werden Besucher der Ausstellung in Belgien laut CNN dazu angehalten, ihr Blut direkt in der Galerie zu spenden. Dazu seien extra ein Arzt und eine Krankenschwester vor Ort. Anschließend sehen sie, wie ihre Blutspende über eine Membranpumpe in transparente Buchstaben ihrer Wahl eingespeist wird, woraufhin zensierte Liedtexte in dem Rot des Blutes aufleuchten.

Besucher der Ausstellung "Young Blood" können sich aussuchen, für welche Texte ihr Blut verwendet wird

Besucher der Ausstellung "Young Blood" können sich aussuchen, für welche Texte ihr Blut verwendet wird

 

36 Menschen hätten sich bereits für eine Blutspende registriert. Molodkin zeigte sich gegenüber CNN optimistisch, dass er noch viel mehr Spender finden werde: "Das ist ein Test für Menschen, sich dazu zu entscheiden, ein Teil von etwas zu sein – durch ihr eigenes Blut." Hintergrund der Ausstellung sind die Themen Zensur und Propaganda. Molodkin erklärte dazu: "Wir recyceln die Sprache der Macht."

Blut als wiederkehrendes Element in Molodkins Kunstwerken

Es ist nicht das erste Mal, dass Molodkin für seine Installationen Blut verwendet: 2009 hatte er auf der Biennale in Venedig Neonröhren und Acryltuben mit Rohöl und auch immer wieder mit Blut gefüllt. Sein Kunstwerk nannte er "Le Rouge et le Noir", "Das Rot und das Schwarz".

Die Ausstellung im belgischen Kunstmuseum BPS22 in Charleroi wurde am Samstag eröffnet und lädt noch bis Mitte Mai Kunst- und/oder Blutinteressierte ein. 

Quellen: CNN, BSP22.de 

Statuen werden häufig an ihren intimsten Stellen angefasst
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