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M. Beisenherz: Sorry, ich bin privat hier: Lass es bleiben, Thommy!

Das ZDF erwägt angeblich, "Wetten, dass..?" wiederzubeleben - mit Thomas Gottschalk. Aber warum die Taube sein, die aufs eigene Denkmal scheißt?

Blondes have more fun. Ein Satz, der lange Jahrzehnte Gültigkeit hatte, jetzt aber allmählich den seidigen Glanz verliert.

Die liebsten Verwandten sind einem ja oft die, mit denen man sich keinen Genpool teilen muss. Bei Menschen meines Alters war das stets der lustige Onkel, der alle paar Wochen am Samstagabend den Bürgermeister irgendeiner Mehrzweckhallenstadt begrüßte und dann zwischen Baggern und wartenden Helikoptern mit gut gelaunten Hollywoodstars herumkumpelte. Es war toll. Unser roncallihaft gekleidete Pontifex Circus Maximus schien für immer jung und wild zu sein. Klar, nach jeder Folge "Wetten, dass..?" arbeitete sich das Feuilleton an ihm ab, aber "der Thommy" , dieser freche Hund, knietätschelte ungerührt dagegen an.

"Gottschalk Live" sollte am Vorabend das deutsche "Larry King" werden.

Dann irgendwann kam der selbst gewählte Schluss, und das, was als wunderbare Fortsetzung einer großen Karriere geplant war, wurde eine Luftnummer vor einem amüsiertgequälten Publikum. „Gottschalk Live“ sollte am Vorabend das deutsche "Larry King" werden. Es wurde eher Burger King: lieblos zusammengewürfelte Zutaten, wenig schmackhaft. Ohne Manege war der Zirkusdirektor plötzlich ein etwas wirr daherredender Mann, dessen charmantes Desinteresse an jedem, der nicht er selbst ist, ohne das Rauschen des großen Saals etwas zu laut daherkam. Der lustige Onkel wurde zum komischen Onkel.

"Gottschalk Live" war die große Mediensatire, die Helmut Dietl leider nicht eingefallen war. Ich hab es wahnsinnig gern geguckt. Weil ich aber wohl der Einzige war, wurde das Ganze abgesetzt. Kurze Zeit später muss es in Malibu einen heftigen Anfall von Popularitätsunterdeckung gegeben haben. Anders kann ich mir bis heute nicht erklären, dass sich ausgerechnet der Mann, der sich unentwegt über das Privatfernsehen und seine dummdreisten Auswüchse wider Anstand und Intellekt erhob, neben Dieter Bohlen in die Jury des "Supertalents" setzte. Natürlich war er viel zu anständig, um mit den Pöbeleien des Reptiloiden aus Tötensen mithalten zu können. Nach einer Staffel war Schluss.

Die wirklich Großen sind auch erst nach der aktiven Karriere so richtig vergöttert worden.

Seitdem hat er nichts ausgelassen. Hatte man anfangs noch das Gefühl, die Sender würden sich darum prügeln, wer sich den Show-Titan auf den Dampfer stellen darf, drängte sich mehr und mehr der Eindruck auf, als würden sich alle verdruckst ansehen, nicht wissend, was mit ihm jetzt geschehen soll.

Eine Personality-Show bei RTL, eine bei den Öffentlich-Rechtlichen - und plötzlich bespaßt du verhaltensauffällige Kinder in einer Sat-1-Show, die dann noch im Schneideraum verschnitten wird wie eine Düsseldorfer Industriellenwitwe. Es ist ein Jammer. In einer Branche, in der das quotenmäßige Misslingen der Regelfall ist, ist das alles nicht weiter schlimm. Doch wir reden hier von Deutschlands größtem Showmaster.

Jetzt also hat die Kreativschmiede ZDF angeblich überlegt, den guten alten Wettzirkus zweimal im Jahr wiederzueröffnen. Und "der Thommy" soll’s wohl machen. Ach, ich weiß nicht. Muss das sein? Gottschalk ist so ein toller Erzähler, so ein unterhaltsamer Talkshowgast mit einer herrlichen Scheißegaligkeit, die vielen seiner Epigonen komplett abgeht – warum die Taube sein, die auf das eigene Denkmal scheißt?

Die wirklich Großen sind auch erst nach der aktiven Karriere so richtig vergöttert worden. Thommy, mach den Helmut Schmidt und werd Privatier. Für die Zigaretten legen wir auch alle zusammen.

Es grüßt ein Fan.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.