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50. GEBURTSTAG: Sting plant Auftritt mit »Police«

Am kommenden Dienstag feiert er in Marrakesch seinen 50. Geburtstag. Dort will er erstmals wieder mit seinen früheren Kollegen der Gruppe »The Police« bei einem Privatauftritt singen.

Vom Arbeitersohn zum Plattenmillionär - seit mehr als 20 Jahren begeistert der britische Pop-Sänger Sting seine Fans weltweit. Am kommenden Dienstag feiert er im marokkanischen Marrakesch seinen 50. Geburtstag. »Ich bin stolz darauf, demnächst so alt zu sein. Das ist immerhin ein halbes Jahrhundert. Ich bin gern am Leben,« sagte Sting in einem Interview. In Marrakesch will er erstmals wieder mit seinen früheren Kollegen der Gruppe The Police bei einem Privatauftritt singen. Die Band hatte sich Anfang der 80er-Jahre aufgelöst. Seither ist Sting als Solokünstler erfolgreich.

Der Musiker, der mit bürgerlichen Namen Gordon Mathew Sumner heißt, wurde im nordenglischen Newcastle als ältester Sohn eines Arbeiters und einer Friseurin geboren. Das Leben der Eltern und ihrer vier Kinder stand im Schatten von Werftenkrise und Arbeitslosigkeit. Seine Mutter gab ihm Klavierunterricht, und er selbst brachte sich die ersten Gitarrengriffe bei. Bald darauf gründete er zusammen mit seinem Freund Garry Richardson seine erste Band. Während seines Studiums zum Englisch- und Sportlehrer spielte Sting in verschiedenen Gruppen und handelte sich wegen seines schwarz-gelb gestreiften Sweatshirts im Wespenlook den Spitznamen »Sting« (»Stachel«) ein.

Zusammen mit dem Schlagzeuger Stewart Copeland und dem Gitarristen Andy Summers gründete er 1977 die legendäre Gruppe »The Police«. Obwohl Sting eher Jazz bevorzugte, entwickelte die Band einen Musikstil, der eine Mischung aus Pop, Punk, Rock und Reggae war. Innerhalb von sechs Jahren veröffentlichte das Trio fünf Alben und wurde mehrfach mit dem begehrten amerikanischen Musikpreis Grammy ausgezeichnet. Die Gruppe feierte Welterfolge mit Titeln wie »Roxanne«, »Message in a Bottle« oder »Every Breath you take«. Nach 40 Millionen verkauften Alben verließ Sting 1983 die Band. Zu seinem Ausstieg sagte er damals: »Ich lernte, dass Erfolg nichts mit persönlichem Glück zu tun hat. Während meiner größten Erfolge war ich am unglücklichsten. Aus diesem Grund habe ich Police verlassen.«

Der Künstler begann eine Solokarriere, die auch musikalisch einen Bruch mit der Vergangenheit sein sollte. 1985 scharte er vier Jazzmusiker der Extraklasse um sich und veröffentlichte das erste von neun Solo-Alben »The Dream of the Blue Turtles«. Sein Album »Brand New Day« wurde seit der Veröffentlichung vor zwei Jahren weltweit sieben Millionen Mal verkauft. Der Musiker erhielt dafür dieses Jahr zwei Grammys in der Kategorie »Bestes Pop-Album« und »Bester männlicher Gesang«.

Mitte der 80er-Jahre begann sich Sting politisch zu engagieren. Er trat immer häufiger für Greenpeace und Amnesty International auf, sang gratis für streikende Bergarbeiter und auf Benefizkonzerten und setzte sich für die Erhaltung des Lebensraums der Kayapo-Indianer im brasilianischen Amazonas-Gebiet ein.

Die Liebe zur Musik motiviert den Briten immer wieder aufs Neue zu Bühnenauftritten. »Was ich da oben tue, gibt mir sehr viel. Und ich singe gern«, sagte der Musiker dem »Musikexpress«. »Es ist einfach Spaß.«

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