„Come on Barbie, let’s go Party“ – den Text und den Song des 90er-Jahre-Hits kennt fast jeder. Bei der Band wird es schon schwieriger. Wer hat das gleich noch mal gesungen? Ach ja, Aqua heißt die dänisch-norwegische Popband, die gerade das Ende ihrer Konzert-Karriere bekanntgab. „Nach vielen fantastischen Jahren haben wir uns entschieden, das Kapitel mit Aqua als Liveband zu beenden“, teilte die Gruppe auf Instagram mit. „Aqua war ein riesiger Teil unseres Lebens, und gemeinsam durften wir mehr erleben, als wir jemals zu träumen gewagt hätten“, hieß es weiter.
Aqua soll ein eigenes Musical bekommen
Dass die Band, die 1996 gegründet wurde, überhaupt so lange existierte, dürfte fast noch mehr überraschen als die aktuelle Nachricht. Schließlich verschwand die Gruppe nach ihrem großen Hit zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Doch die vier Mitglieder Lene Nystrøm, René Dif, Søren Rasted und Claus Norreen haben sich zwar mehrfach aufgelöst, aber auch immer wieder zusammengefunden. Norreen verließ die Band 2016 endgültig, seine Kollegen waren bis jetzt Teil von Aqua.
Ob die Bandmitglieder in Zukunft auch ohne Live-Gigs noch gemeinsam Musik machen werden, geht aus dem Instagram-Post nicht hervor. Ihr letztes Studioalbum hat die Gruppe 2011 herausgebracht. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge ist Aqua nach wie vor die dänische Band, die im Ausland die meisten Alben und Singles verkauft hat. Mit dem „Barbie“-Film erlebte ihr Kultsong 2023 ein Revival. 2028 soll ein Aqua-Musical Premiere in Kopenhagen feiern. Von einem One-Hit-Wonder kann bei so einer langjährigen Karriere nicht die Rede sein. Trotzdem konnte die Band an den Erfolg, den sie mit „Barbie Girl“ hatte, nie so richtig anknüpfen.
Das Phänomen ist kein Einzelfall. Es gibt eine ganze Reihe von Bands und Musikern, die vor geraumer Zeit einen großen Hit landeten und anschließend in Vergessenheit gerieten. Und ähnlich wie Aqua existieren viele dieser Gruppen noch immer.