Kylie Minogue
2021 kämpfte sie wieder gegen Krebs

Kylie Minogue in ihrer Netflix-Doku.
Kylie Minogue in ihrer Netflix-Doku.
© Cr. Courtesy of Netflix 2026

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Kylie Minogue enthüllt in ihrer Netflix-Doku: 2021 wurde sie ein zweites Mal an der Brust operiert - und schwieg bewusst darüber.

Kylie Minogue (57) hatte 2021 erneut Brustkrebs - und schwieg. Erst jetzt, in ihrer dreiteiligen Netflix-Dokumentation "Kylie", spricht die australische Sängerin erstmals öffentlich über diese zweite Diagnose, die sie über Jahre für sich behielt. "Meine zweite Krebsdiagnose war Anfang 2021. Ich konnte das für mich behalten ... nicht wie beim ersten Mal", sagt die Musikerin und Schauspielerin in der Serie.

Dass die Welt damals nichts erfuhr, war kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Minogue erklärt, sie sei zu jenem Zeitpunkt zu erschöpft, zu verletzlich gewesen sei, um erneut in das Scheinwerferlicht einer öffentlichen Krankengeschichte zu treten. "Ich fühlte mich nicht verpflichtet, der Welt davon zu erzählen. Ich konnte es einfach nicht, weil ich damals nur noch eine leere Hülle war."

Zweimal Krebs, zweimal überstanden

Die erste Diagnose traf die damals 36-Jährige im Jahr 2005. Die Schlagzeilen, die damals rund um die Welt gingen, empfand Minogue als befremdlich. "Ich fühlte mich so weit von meinem Körper entfernt", erinnert sie sich laut "People"-Magazin in der Dokumentation. Nach einer Lumpektomie - brusterhaltende Operation - und Chemotherapie wurde sie im Februar 2006 für krebsfrei erklärt. Fünfzehn Jahre später kehrte die Krankheit zurück. "Glücklicherweise habe ich es überstanden. Wieder. Und alles ist gut", sagt sie. Und dann, mit einem Anflug von Galgenhumor: "Wer weiß schon, was hinter der nächsten Ecke wartet?"

Lange hatte sie überlegt, wann der richtige Moment für eine Offenbarung sein könnte. Besonders beim Comeback mit "Padam Padam" im Jahr 2023 - einem der größten Hits ihrer Karriere - schien der Zeitpunkt immer wieder nah. "Ich saß in Interviews und dachte bei jeder Gelegenheit: Jetzt ist die Zeit. Aber ich schwieg." Dabei wusste sie innerlich: "Krebs war in meinem Leben kein kleiner Ausrutscher."

Song als geheimer Zeuge

Die Bühne, die Minogue für ihre Botschaft letztlich wählte, war keine Talkshow-Couch, sondern ein Song. "Story", erschienen auf dem 2023er-Album "Tension", enthält die Zeile: "I had a secret that I kept to myself." (Dt. "Ich hatte ein Geheimnis, das ich für mich behalten habe.") Minogue bestätigt in der Dokumentation, dass der Track genau diese Phase ihres Lebens spiegele - ein versteckter Tagebucheintrag in Dur und Moll. "Ich brauchte etwas, das diese Zeit markiert."

Dass sie nun doch darüber spricht, hat seinen Grund in der Dokumentation selbst. "Die Produktion dieses Films bedeutete, auf viele entscheidende Momente meines Lebens zurückzublicken - und das war einer davon", sagt Minogue. Loslassen sei das Ziel: "Ich wollte einfach sagen, was passiert ist, damit ich es loslassen kann."

Trotz allem bleibt Minogue optimistisch - und die Musik ihr Anker. "Popmusik nährt mich. Meine Leidenschaft für Musik ist größer denn je", sagt die 57-Jährige. Die dreiteilige Dokumentationsserie "Kylie" ist ab dem 20. Mai 2026 bei Netflix verfügbar.

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