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Die Welt in Listen: Acht Perlen von Bryan Ferry

Mit Roxy Music schlug er einst den Bogen vom Artrock zur Discoballade. Bis heute ist Bryan Ferry auch als Solist umtriebig. Zum neuen Album "Avonmore" zeigt der stern acht Klassiker des Dandys.

Von Ingo Scheel

Bryan Ferry 2014 beim Coachella Festival

Bryan Ferry 2014 beim Coachella Festival

Bei ihren Bandfotos und Clips von Anfang der 70er Jahre muss man schon ein wenig die Augen zusammenkneifen, so schrill kamen Roxy Music einst daher. Die Gegenpole damals: der federngeschmückte Discofaun Brian Eno auf der einen, der bodenständige Drummerboy Paul Thompson auf der anderen Seite. Mittendrin Bryan Ferry , gern in Goldlamé-Anzügen, mit Pomadentolle und betörendem Timbre. Das Glamour-Outfit tauschte er schließlich gegen schlichtere Maßanzüge, dieses Flirren in seiner Stimme aber ist bis heute geblieben. Schon in frühen Roxy-Jahren begann Ferry auch als Solist Alben zu veröffentlichen.

Nachdem er zuletzt mit "The Jazz Age" einen Abstecher in etwas altmodische Gefilde wagte, kehrt er nun mit seinem mittlerweile 14. Studioalbum "Avonmore" zu seiner Kernkompetenz zurück: Schwüle Groover im Midtempo-Bereich mit Gastauftritten so illustrer Zeitgenossen wie Nile Rodgers, Johnny Marr, Flea, Ronnie Spector, Mark Knopfler und Maceo Parker. Hier sind acht Evergreens Marke Bryan Ferry.

1. "Virginia Plain" (Roxy Music, 1972)

2. "A Hard Rain’s a-gonna Fall" (solo, 1973)

3. "Love is the Drug" (Roxy Music, 1975)

4. "Dance Away" (Roxy Music, 1979)

5. "Avalon" (Roxy Music, 1982)

6. "Kiss and Tell" (solo, 1988)

7. "A Fool for Love" (solo, 2002)

8. "Loop de Li" (solo, 2014)