DSDS-Tour Superstars für alle


Bevor sie in Vergessenheit geraten, gehen die 'Superstars' auf große Deutschlandtour. Das erste Konzert am Donnerstag ließ Teenieherzen beben.

Tausende kreischende Teenie-Fans haben den 'Superstars' einen umjubelten Tournee-Start bereitet. Stürmisch feierten sie die Finalisten der RTL-Show 'Deutschland sucht den Superstar' am Donnerstagabend in der Frankfurter Festhalle. Mehr als zwei Stunden standen Alexander, Juliette, Daniel und ihre Mitstreiter bei ihrem ersten von 20 Konzerten auf der Bühne. Im letzten Moment absagen musste Vanessa, weil sie nach Angaben der Konzertagentur Lieberberg heiser war und Fieber hatte. Mentor Dieter Bohlen gab den Moderator der perfekt durchgestylten Show vor rund 10.000 Zuschauern.

Das Boygroup-Syndrom

Ein Blick ins Publikum verrät schnell: Die meisten 'Superstar'- Fans sind weiblich, Teenager und in Begleitung ihrer Eltern da. Dass nicht jeder der 'Superstars' immer den Ton trifft, stört die Fans nicht. Begeistert werfen sie Kuscheltiere und Liebesbriefe auf die Bühne, halten Herzchen-Plakate in die Höhe.

Perfekt für die richtigen Worte ausgebildet

Vor allem der erste Teil wirkt wie ein Schnelldurchlauf der RTL- Shows: Dieter Bohlen stellt jeden einzeln in der Reihenfolge vor, in der die 'Superstars' ausgeschieden sind. Die meisten Songs wurden bereits in den Shows gesungen. Videoclips zeigen den Casting-Weg der acht jungen Sänger, die noch vor wenigen Monaten der Schüler oder Kinderpfleger von nebenan waren. Brav haben sie ihre PR-Hausaufgaben gemacht: Jeder erzählt von seinen "vielversprechenden Projekte", betont den tollen Zusammenhalt der "Superstar-Familie" und bekundet nach fast jedem Song die Liebe zu den "großartigen Fans".

Hauptsache schrill und lustig

Im Mittelpunkt stehen bei dem Konzert die Erstplatzierten, Alexander, Juliette und Daniel. Die anderen müssen sich häufig mit der Rolle der Background-Sänger abfinden. Professionell und stimmgewaltig präsentiert Juliette ihre Songs. Bekannt schrill sind die Auftritte von Showclown Daniel. "Singen kann er zwar nicht, aber er ist so lustig", erklärt Eva (12) den Erfolg des Sängers mit der Quietschstimme. Der schmächtige Daniel schwebt an diesem Abend an Schnüren als Supermann verkleidet durch die Luft, bevor er kurze Zeit später als Rocker zu 'Born To Be Wild' über den Boden robbt.

Alex ist der Held des Abends

Keiner aber ist so umjubelt wie der smarte Show-Gewinner Alexander. Es gibt kein Halten mehr, als er im schneeweißen Anzug auf der Bühne erscheint und seine Schmuse-Ballade 'Take Me Tonight' anstimmt. Ein Lichtermeer aus Wunderkerzen und Feuerzeugen begleitet auch den gemeinsam gesungenen Bohlen-Hit 'We Have A Dream'.

Merchandising weiter erfolgreich

Mit den Samstagabend-Shows 'Deutschland sucht den Superstar' hatte RTL einen Quotenerfolg erzielt. Beim Finale Anfang März schauten 12,84 Millionen Zuschauer zu (Marktanteil: 40,1 Prozent). Ursprünglich waren 10 000 Kandidaten zu dem Casting-Wettbewerb angetreten. 'Superstar' wurde zum Super-Geschäft, auch an diesem Abend: 30 Euro für ein T-Shirt oder 15 Euro für ein Fan-Buch zahlen die Teenager von ihrem Taschengeld. "Die Sachen sind mir das Geld wert", sagt die 12 Jahre alte Monja. Sie ist mit ihrer Mutter Anita Link da, die die Begeisterung ihrer Tochter für die 'Superstars' teilt: "Gemeinsam haben wir vor dem Fernseher gesessen und Alexander die Daumen gedrückt."

Wie lange währt der Ruhm?

Ob diese Begeisterung für die neuen Stars auch anhalten wird, wenn die für Herbst geplante zweite Staffel der RTL-Show auf Sendung geht, bezweifeln viele. Der frühere Kinderpfleger-Schüler Daniel gab sich bei einer Pressekonferenz in Frankfurt gelassen: "Wenn wir in Vergessenheit geraten sollten, gehe ich eben wieder zurück in meinen Kindergarten."

Tour-Termine:

Hannover 10. Mai, Leipzig 11. Mai, Nürnberg 13. Mai, Erfurt 14. Mai, Hamburg 15. Mai, Kiel 16. Mai, Berlin 18. Mai, Chemnitz 19. Mai, Stuttgart 21. Mai, München 22./23. Mai, Friedrichshafen 24. Mai, Köln 26./ 27. Mai, Dortmund 28. Mai, Mannheim 29. Mai, Bremen 31. Mai, Braunschweig 1. Juni, Oberhausen 2. Juni

Stephanie Lettgen DPA

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