Echo-Verleihung Tokio Hotel auf der Poleposition


Von Teenie-Pop bis zu den Stars der Volksmusik - bei der diesjährigen Echo-Verleihung ist für jeden Geschmack etwas dabei. Großer Favorit sind Tokio Hotel. Im Vorfeld hatte es einen kleinen Skandal gegeben.

Am Sonntag trifft sich die Pop-Welt in Berlin: Die Echo-Verleihung im Estrel-Hotel in Berlin-Neukölln wird von Oliver Geißen und Michelle Hunziker moderiert und ab 20.15 Uhr von RTL übertragen. Neben den 2000 Gästen aus der Musikbranche haben rund 2000 Pop-Fans Karten ergattert. Die Tickets waren in einer Dreiviertelstunde ausverkauft, sagte Produzent Gerd Gebhardt. Zu den Echo-Nominierten gehören viele nationale und internationale Stars.

Die Deutsche Phono-Akademie verspricht eine dreistündige Show der Superlative und beziffert die Produktionskosten auf "mindestens zwei Millionen Euro". Die Gala, an der sich eine Party anschließt, wird bereits zum zweiten Mal im Estrel gefeiert. Ausschlaggebend für die Nominierung ist die Platzierung der Künstler in den Charts.

Auf dem Programm stehen Auftritte unter anderem von Juanes, Melanie C., Kelly Clarkson, Reamonn, Seeed, Shakira, Sasha und Rosenstolz. Die Preise werden in 22 Kategorien verliehen. Die Rock-Legende Peter Kraus wird von der Musikbranche für sein Lebenswerk geehrt.

Tokio Hotel vier Mal nominiert

Tokio Hotel tritt als beste deutsche Band, als nationaler Newcomer sowie für den Hit des Jahres und die beste DVD-Produktion an. Drei Chancen auf einen Echo haben die Söhne Mannheims, Xavier Naidoo ist als Solist in zwei Kategorien nominiert. Die deutsche Rock-Legende Peter Kraus wird für sein Lebenswerk geehrt, der irische Popstar Sir Bob Geldof für seine "besonderen musikalischen Leistungen" und sein Engagement gegen die Armut in der Dritten Welt.

Robbie Williams könnte in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge als bester internationaler Künstler einen Echo bekommen. Er tritt unter den internationalen Stars gegen den britischen Aufsteiger James Blunt, den Kolumbianer Juanes und die Amerikaner Moby und Jack Johnson an. Bei den Frauen gehen Enya, Madonna, Katie Melua, Shakira und Gwen Stefani ins Rennen.

Alte Bekannte in der Kategorie Rock/Pop

In der Kategorie Rock/Alternative International stehen Bands wie Franz Ferdinand, die Foo Fighters und System of A Down zur Wahl. Kandidaten in der Sparte Rock/Pop sind die Rolling Stones, De Randfichten, Depeche Mode, Bon Jovi, Coldplay und die Black Eyed Peas.

Auf der Liste der besten Live-Acts stehen neben den Siegern des Vorjahres, Rammstein, unter anderem Wir Sind Helden, Seeed, Die Toten Hosen, Silbermond und Peter Maffay. Zu den Nominiert in anderen Kategorien gehören AC/DC, Eminem und 50 Cent. Michael Bublé und Götz Alsmann treten um die beste Jazz-Produktion an. Auch wieder mit dabei sind die Kastelruther Spatzen, die bereits acht Mal ausgezeichnet wurden.

RTL lädt Popband Oomph! Aus

Im Vorfeld war es zu Verstimmungen gekommen: Der Fernsehsender RTL hatte die deutsche Popband Oomph! wegen des Liedes "Gott ist ein Popstar" von der Veranstaltung ausgeladen. Hintergrund sind die Auseinandersetzungen um die Mohammed-Karikaturen und die daraus entstandene Debatte um die Grenzen von Kunst und Satire. "Im Kontext der aktuellen, internationalen religiösen Diskussionen und im Lichte einer allgemeinen Verantwortung sehen wir eine Aufführung des Songs 'Gott ist ein Popstar' sehr skeptisch, ja als nicht zu verantworten", teilte RTL der Plattenfirma von "Oomph!" mit.

DPA


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