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Eurovision Song Contest 2013 Darum müssen Sie Grand Prix gucken


Ein schreiender Rumäne, ein lesbischer Kuss und jede Menge Ding Dong: Um 21 Uhr findet das Finale des Eurovision Song Contest statt. stern.de erklärt, warum Sie unbedingt einschalten müssen.
Von Jens Maier

Wenn heute Abend um 21 Uhr im schwedischen Malmö das Finale des Eurovision Song Contest startet, ist es in Australien fünf Uhr morgens. Obwohl in Down Under nicht mit abgestimmt werden darf, sitzen dann tausende Australier vor dem Fernseher, um Europas größtes Showspektakel mitzuerleben. In 44 Nationen wird der ESC live übertragen, zirka 120 Millionen Menschen schauen weltweit zu. Warum auch Sie dabei sein müssen? Darum:

1. Es wird lustig

Die Schweden sind ein spaßiges Völkchen. Dass dem so ist, stellen sie auch in der Show unter Beweis. Statt auf den Gigantismus der vergangenen Jahre mit immer größeren Bühnen und noch mehr LED-Wänden setzen die Produzenten auf Unterhaltung pur. In Einspielfilmen nehmen sie nicht nur die Geschichte des ESC aufs Korn, sondern auch sich selbst. Highlight ist Sarah Dawn Finer alias Lynda Woodruff, die als angebliche EBU-Mitarbeiterin den Austragungsort inspiziert. Sympathisch, originell, gut. So macht der ESC Spaß.

2. Sie dürfen staunen

Ein schreiender Rumäne, eine in Flammen stehende Moldawierin und die Ziehung der aserbaidschanischen Lottozahlen: Um die Zuschauer zu beeindrucken und möglichst viele Punkte einzuheimsen, haben sich die teilnehmenden Länder teilweise skurril bis absurd anmutende Auftritte ausgedacht. Es wird lesbische Küsse auf der Bühne geben, den mit 2,50 Metern größten Mann der Erde und jede Menge Feuerwerk, Windmaschinen und Trickkleider. Ob beeindruckend oder zum Fremdschämen peinlich - auf jeden Fall werden Sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

3. Es wird spannend

Wer wird gewinnen? Die dänische Elfe, der aserbaidschanische Mädchenschwarm oder doch die deutsche Discoqueen Cascada? Ihr werden zumindest Außenseiterchancen eingeräumt. Einen eindeutigen Favoriten auf den Sieg gibt es aber nicht. Selten war das Teilnehmerfeld so eng wie in diesem Jahr. Die Macher der Show werden die Abstimmung so gestalten, dass der Sieger möglichst erst beim letzten Voting feststeht. Wenn es dann gegen 0 Uhr heißt "Und 12 Punkte gehen an …" geht einer des spannendsten Fernsehabende des Jahres zu Ende.

4. Der ESC ist innovativ

Der ESC ist so etwas wie das Weltraumprogramm der Fernsehunterhaltung. In keine andere Show Europas wird so viel Hirnschmalz, Energie und Geld gesteckt. Sie kann sich mit der Halbzeitshow des Super Bowl ebenso messen wie mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Ob technische Innovationen oder das kreative Showkonzept - hier werden neue Fernsehstandards gesetzt. Wie hoch diese sind, stellten unlängst die Macher von "Deutschland sucht den Superstar" unter Beweis. Bei RTL klaute man dreist die Eröffnungssequenz des ESC 2000 - und das 13 Jahre später.

5. Der ESC verbindet

"We are one" heißt das Motto des diesjährigen Eurovision Song Contest. Wenn am Samstagabend Menschen in 44 Ländern vor dem Bildschirm sitzen, ist der Wettbewerb damit genau das, was er ursprünglich sein sollte: ein gemeinsames Fernseherlebnis über Ländergrenzen hinweg. In Zeiten einer anhaltenden Euro- und Finanzkrise bekommt der ESC damit eine politische Dimension. Er verbindet, statt weiter zu spalten.

Das Finale des Eurovision Song Contest heute Abend ab 21 Uhr im Ersten und im Live-Ticker auf stern.de


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