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Grand Prix: Udo Jürgens fordert Ausschluss Gracias

Nach seinen provokanten Auslassungen über das Sexualverhalten von Frauen über 40 hat sich Udo Jürgens erneut ungebeten zu Wort gemeldet. Diesmal bekam Gracia ihr Fett weg.

Udo Jürgens fordert die Disqualifizierung Gracias vom Eurovision Song Contest in Kiew. "Wenn hier wirklich ein so klarer Versuch von Betrug vorliegt, dann ist Gracias Sieg beim Grand-Prix-Vorentscheid natürlich nicht gültig", sagte der 70-jährige Sänger der "Bild"-Zeitung. "Dann darf sie nicht beim Grand-Prix singen. Es muss jetzt ganz klar der Zweitplatzierte nachrücken." Dann würde der Ralph-Siegel-Song "A Miracle Of Love" zum Zug kommen, gesungen von Nicole Süßmilch und Marco Matias, die unter dem Namen Under One Flag auftreten.

Verdacht der Manipulation

Gracias Manager und Produzent David Brandes steht unter dem Verdacht, durch gezielte CD-Käufe die Charts manipuliert und damit Gracias Teilnahme am Vorentscheid ermöglicht zu haben. Die Sängerin nahm mittels einer "Wild Card" teil, für die eine gute Chart-Platzierung Voraussetzung ist. Am vergangenen Montag wurden sechs Brandes-Produktionen von der Firma Media Control, die wöchentlich die Charts erstellt, aus der Hitliste genommen, darunter auch "Run & Hide" von Gracia.

Udo Jürgens kritisierte zugleich die Vorgehensweise des verantwortlichen Senders NDR. "Eine Chart-Positionierung darf nie bestimmend für eine Grand-Prix-Teilnahme sein", sagte Jürgens. Es gehe allein um das Lied und nicht um die Verkaufszahlen, schließlich sei der Grand Prix "ja immer noch ein Komponisten-Wettbewerb". Der NDR lehnt bisher jedoch eine Revision der Entscheidung ab.

Jürgens selbst nahm drei Mal am Grand Prix Eurovision teil und startete damit seine Karriere in Deutschland: 1964 erreichte er den fünften Platz mit "Warum nur, warum?" in Kopenhagen, ein Jahr später den vierten Platz in Neapel mit "Sag ihr, ich laß sie grüßen", und 1966 wurde er Sieger in Luxemburg mit "Merci Cherie".

AP / AP
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