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Musikgigant vs. US-Band: Spotify wirft stilles Album "Sleepify" aus dem Programm

Rund 20.000 US-Dollar hat die US-Band Vulfpeck mit ihrem stillen Album "Sleepify" verdient. Genug, befand das Streamingportal Spotify und warf es aus dem Netz. Die Begründung klingt fadenscheinig.

Von Jens Wiesner

Verstummt: das Album Sleepify der US-amerikanischen Bank Vulfpeck

Verstummt: das Album Sleepify der US-amerikanischen Bank Vulfpeck

Kehrtwende marsch. Noch Mitte April gab man sich beim Musikstreamingdienst Spotify locker, was das Phänomen "Sleepify" angeht. Unter diesem Titel hatten Vulfpeck, eine bis dato unbekannte US-Band, im März ein ganz besonderes Album hochgeladen. Alle Tracks waren stumm - und das mit Absicht. Die Idee: Wenn möglichst viele Menschen das Album nachts in Dauerschleife 'hören', könnte Vulfpeck quasi im Schlaf Geld verdienen. Eine "originelle Aktion" befand Spotify damals und bekräftigte gegenüber stern.de, keine Pläne zu verfolgen, das stille Album aus dem Programm zu nehmen.

Doch nur wenige Tage später flatterte Keyboarder Jack Stratton dann doch eine eMail ins Postfach. Absender: Spotify. Das Anliegen: Die Band möge das Album "Sleepify" bitte von der Seite entfernen. Stratton wartete ab, ein paar Tage später schaffte der Streamingdienst vollendete Tatsache: Die "Sleepify"-Tracks lassen sich seitdem nicht mehr abrufen. Dabei hatte Spotify auf stern.de-Anfrage am 11. April noch ausdrücklich erklärt, dass "gemäß unserer aktuellen Richtlinien nichts gegen diese Aktion spreche".

Warum der plötzliche Umschwung? Spotifys Pressesprecher in Deutschland bestätigt, dass es derzeit keinen Passus in den Spotify-Geschäftsbedingungen gibt, der das Hochladen eines komplett stillen Songs verbietet. Allerdings hätten sich mit Bekanntwerden der Vulfpeck-Aktion gleich mehrere Trittbrettfahrer gefunden - Bands, die ebenfalls versucht hatten, nach dem Modell "Sleepify" Geld mit leeren Tracks zu verdienen. Um dem einen Riegel vorzuschieben, habe man sich entschlossen, alle derartigen Alben zu löschen - und damit auch "Sleepify".

War das Album zu erfolgreich?

Dass die Entscheidung, das Album offline zu stellen, auch mit dem monetären Erfolg der Aktion zu tun hatte, will Spotify nicht verneinen. "Wir haben es anfangs als Kunstprojekt gesehen, aber dann war es doch mehr eine Methode, um unser Geschäftsmodell auszutricksen", erklärte der Pressesprecher.

Insgesamt hatte "Sleepify" bis zu seiner Löschung so viele Abrufe erreicht, dass geschätzt rund 20.000 US-Dollar für Vulfpeck zusammenkommen dürften. (Spotify zahlt einer Band pro Abruf durchschnittlich 0,007 US-Dollar). In der Tasche hat die Band das Geld allerdings noch nicht - es wird erst mit einer Verzögerung von einigen Monaten ausgezahlt. Dass das Geld fließen werde, sei aber sicher, bestätigte der Spotify-Sprecher. Vulfpeck-Musiker Stratton sagte stern.de, dass weiterhin geplant sei, mit den Einnahmen eine Tour mit Gratiseintritt zu finanzieren.

Pläne, "Sleepify" erneut auf Spotify hochzuladen, verfolge die Band aber nicht, so Stratton. Allerdings gebe es noch immer andere Streamingdienste, erklärte der Musiker augenzwinkernd. "Rdio, Beets und Deezer reißen sich schon drum, wer von unserer Kunst verschont wird." Völlig kampflos wollen Vulfpeck Spotify das Feld aber nicht überlassen: Unter dem Titel "#Hurt" veröffentlichten die Musiker ein Statement, in dem Stratton zur Löschungs-Mail Stellung bezieht und seine Fans zu 30 Sekunden Schweigen "in diesem Moment der Unsicherheit" aufruft. Wo das Statement zu hören ist? Auf Spotify natürlich!

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.