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Offener Brief: Liebe Britney Spears,

stern-Redakteur Hannes Ross sieht Popsternchen Britney Spears nach ihrer wilden Silvesternacht inklusive Besäufnis, Hochzeit und anschließender Scheidung auf dem besten Wege zur Rockschlampe.

wir müssen uns bei Ihnen entschuldigen. Ihr Kollege Elton John wusste es schon immer: "Sorry seems to be the hardest word", aber in Ihrem Fall fällt eine Entschuldigung besonders schwer. Bisher waren wir uns nämlich hundertprozentig sicher, dass Sie eine stroh-doofe Landpomeranze aus Louisiana sind, die in Interviews schon mal Australien mit Neuseeland verwechselt, und deren größtes Laster das Kauen von Fingernägeln ist.

Und nun das: In der Silvesternacht haben Sie im Palms Casino Hotel in Las Vegas eine Orgie gefeiert, die uns einigen Respekt abverlangt. Schon nachtmittags fingen Sie mit Wodka-Cocktails an, später bepöbelten Sie einige Kasino-Gäste und riefen ihnen zu: "Wenn Madonna zu alt ist um schwanger zu werden, werde ich ihr ein paar Eier spenden." Am Neujahrstag bestellten Sie sich dann 30 Tassen Kaffee aufs Zimmer, was Ihren Alkoholpegel aber anscheinend nicht beeinträchtigte: Ein paar Stunden später heirateten Sie in einer Drive-In-Weeding-Kirche einen Ihrer angestellten Background-Tänzer.

Nun wollen die Aufpasser Ihrer Plattenfirma Sie zu einem Drogenentzug verdonnern. Aber wir bitten Sie, Britney Spears, lassen Sie sich nicht unterkriegen. Sie sind gerade mal 22, da ist noch alles drin. Wir glauben an die Rockschlampe in Ihnen! Also bleiben Sie am Ball. Oder besser gesagt: an der Bar. Zum Schreiben von sterbenslangweiligen Kinderbüchern, wie es Ihr großes Vorbild Madonna tut, bleibt Ihnen später ja noch genug Zeit.

Mit freundlichen Grüßen,

Hannes Ross