Schweizer Gitarren-Pop Sophie Hunger singt für den Mond

Sophie Hunger auf Tour:
 
30.10. Wiesbaden - Schlachthof
05.11. Dresden - Alter Schlachthof
06.11. Hannover - Capitol
08.11. Rostock - M.A.U. Club
09.11. Kiel – Die Pumpe
11.11. Münster - Skaters Palace
12.11. Leverkusen - Leverkusener Jazztage
08.11. Rostock - M.A.U. Club
13.11. Bremen – Schlachthof
14.11. Erfurt - HsD
16.11. Stuttgart - Im Wizemann
20.11. München - Alte Kongresshalle
13.12. Hamburg - Kampnagel
14.12. Berlin - Huxleys  




Ein Band zum Mond. Sophie Hunger wollte von Musik nichts mehr hören. Nach einer langen Tour, nach 250.000 verkauften Alben und einem Ruhm, der in Tausenderhallen weiter wuchs – in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz, in England und sogar in den USA. Hektik sieht so aus: Vor drei Jahren die letzte Studioplatte, «The Danger of Light», unter anderem mit Hilfe von Josh Klinghoffer, dem Gitarristen der Red Hot Chilli Peppers, gefolgt vom Live-Doppelalbum «The Rules of Fire», einem Buch und einer fiktiven Doku über die Tournee.
 
Die Sängerin, Komponistin, Pianistin und Gitarristin, die für jeden Wunsch im Saal zu singen scheint, war leergewünscht. Und suchte das Weite. «Ich ging nach Kalifornien ohne Versprechen, wann ich zurück sein würde», sagt sie. Zuerst landete Hunger in San Francisco, in einem Museum im Golden Gate Park. Dort gibt es Räume, die auf Knopfdruck wackeln wie bei einem Erdbeben. In diesem Museum lernte die Sängerin etwas über den Mond: Der wurde wissenschaftlichen Theorien zu Folge nach einem Crash zwischen Erde und einem Himmelskörper ins All geschleudert. Der Mond besteht demnach aus alter Erde. «Wir heulen ihn an, weil er für uns so schön die Sehnsucht nach dem Fremden darstellt. Dabei ist er ein Teil von uns.» 
 
Frisch geschüttelt und von astronomischer Erkenntnis gerührt, kaufte sich die 32-jährige Schweizerin eine Gitarre. Keine zwei Wochen nach dem Gelübde, die Musik einmal ruhen zu lassen. Sie schrieb Songs in Airbnb-Wohnungen. Und sie schaut die Australien Open in einer Bar in San Francisco – über das Tennisspiel ihres Landsmannes Roger Federer kann sie sehr engagiert reden, etwa über dessen Kunst, unnötige, aber schöne Bewegungen in seine Schläge zu weben. Hat Hunger gerade zu einem argumentativen Schlag ausgeholt, als in dieser Bar auf einmal lauter Musiker um sie herum am Tresen saßen? Wenig später spielte sie im Studio von John Vanderslice ein Fingerpicking ein, zur Gitarre kam ein Gesang wie nicht von dieser Welt. Es wurde das Titelstück ihres neuen Albums: «Supermoon». Wollte Sie sich nicht erholen?
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Nach einer langen Tour und nach 250.000 verkauften Alben wollte die Schweizerin Sophie Hunger eigentlich nichts mehr von Musik hören. Doch eine Reise in die USA inspirierte sie - und eine Erkenntnis über den Mond. 

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