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Take That wieder mit Robbie Williams: Das Comeback-Album "Progress" ist da

1996 stützten Millionen Mädchen auf der ganzen Welt in ein Tal der Trauer, weil sich die Boygroup Take That aufgelöst hat. Inzwischen hat sich die Band wiedervereint, sogar Robbie Williams ist zurückgekehrt. Gemeinsam haben die fünf Jungs ein neues Album vorgelegt.

Take That sind wieder zurück: Howard Donald, Gary Barlow, Jason Orange, Robbie Williams und Mark Owen wollen es noch einmal wissen und haben ein neues Album aufgenommen. "Progress" heißt das Werk und ist ab Freitag, 19. November, in den Läden erhältlich.

Eine kleine Kostprobe gaben Robbie Williams und Gary Barlow bereits am Donnerstagabend, als sie in der Casting-Show"Popstars" auftraten und gemeinsam ihren Song "Shame" zum Besten gaben.

Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges gehörten Take That zu den erfolgreichsten Musikgruppen der 90er Jahre: Mit "Relight My Fire", "Back for Good" oder "Never Forget" landeten die Fünf damals reihenweise Hits. Die Fanschichten der Band reichen bis in die Musikzimmer der britischen Royals. So begrüßte Prinzessin Diana persönlich 1994 die jungen Herren anlässlich des "Concert of Hope", einem Aids-Benefiz-Konzert.

Robbies wird der größte Star der Jahrtausendwende

1995 verließ dann Robbie Williams die Band - und stürzte Millionen von Mädchen weltweit in tiefe Trauer. Die ersten Jahre nach der Trennung waren für Williams eine Zeit der Exzesse: Parties, Mädchen Alkohol: Der Engländer ließ nichts aus. Seiner Karriere tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Robbie Williams wurde der größte männliche Solostar der Jahrtausendwende.

Mit Singles wie "Angels", "Rock DJ", "Millenium" oder "Let me Entertain You" belegte Robbie regelmäßig die Top-Positionen der Charts weltweit. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Weltstars wurde zum festen Bestandteil seines musikalischen Konzepts. Seine Alben "Sing When You're Winning" (2000) und das musikalisch aufwendige Swing-Album "Swing When You're Winning" (2001) gerieten zu riesigen Erfolgen, und auch die Touren von Robbie Williams Superstar nahmen immer gigantischere Ausmaße an. Im Rahmen seiner Welttournee trat er 2003 an drei aufeinanderfolgenden Tagen im britischen Knebworth vor jeweils 125.000 Zuschauern auf. Die Konzerte wurden später auf DVD und CD veröffentlicht.

So erfolgreich sich auch die musikalische Karriere des Sängers entwickelte, der Burnout für den zunehmend angeschlagenen Sänger rückte näher. Sein Liebesleben gestaltet sich wechselhaft bis erfolglos und auch musikalisch zeigte das Barometer nach unten. Sein ambitioniertes Album "Rudebox" floppte 2005, und der Sänger zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.

Glück im Privaten

2007 ließ sich Robbie Williams aufgrund seiner Tablettensucht in eine Entzugsklinik einliefern. Anderthalb Jahre später verkauft er seine Villa in Los Angeles und kehrte in seine britische Heimat zurück. Der Tiefpunkt schien überwunden - und Robbie Williams hatte eine neue Liebe gefunden. Seit 2006 ist er mit der türkisch-amerikanischen Schauspielerin Ayda Field liiert. Am 7. August dieses Jahres haben die beiden geheiratet.

Und jetzt ist der verlorene Sohn zur Familie zurückgekehrt: Mit "Progress" liegt das erste Take-That-Album in Originalbesetzung seit 15 Jahren vor. In den vergangenen Jahren hatten Take That bereits zwei Alben veröffentlich: "Beatiful World" (2006) und "The Circus" (2008) erreichten in Großbritannien jeweils Platz 1 der Charts. Das soll mit dem neuen Album auch gelingen.

Carsten Heidböhmer