HOME

Unerlaubt bei Wahlkampf gespielt: Höhner fordern Schadensersatz von der NPD

Nach Wir sind Helden und Helene Fischer wehrt sich jetzt auch die Kölner Band Höhner gegen die Verwendung ihrer Musik bei NPD-Wahlkampfveranstaltungen. Die Musikanten sprechen von "Missbrauch".

Die Kölner Band Höhner will der rechtsextremen NPD nach "Spiegel"-Informationen verbieten, im Wahlkampf ihre Lieder zu spielen. "Die Mitglieder der Höhner engagieren sich seit Jahrzehnten gegen Neonazis und die Diskriminierung von Minderheiten", zitiert das Nachrichtenmagazin den Kölner Rechtsanwalt Winfried Seibert, der die Band vertritt. Ihr Lied "Wenn nicht jetzt, wann dann" würde von der NPD für "diametral entgegengesetzte Ziele missbraucht". Die NPD habe bei ihren Wahlkämpfen in Sachsen und Thüringen unter anderem Musik der Höhner gespielt, schreibt der "Spiegel". Die Musiker argumentierten nun, ohne ihre Zustimmung hätten die Stücke nicht zu Werbezwecken verwendet werden dürfen.

Auch Schlagersängerin Helene Fischer und die Band Wir sind Helden wehren sich gegen die Verwendung ihrer Musik bei Wahlkampfveranstaltungen der rechtsextremen Partei. Fischer hat laut "Spiegel" sogar schon eine einstweilige Verfügung vor dem Erfurter Landgericht erwirkt. Würden die Lieder nun trotzdem gespielt werden, drohen bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld.

*Update vom 17.9.: Die von Helene Fischer erwirkte einstweilige Verfügung ist vom Landgericht Erfurt am 5. September aufgehoben worden. Die Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig, da Helene Fischer noch Rechtsmittel einlegen kann.

ono/DPA / DPA