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Verfilmung des Falls "Marco W." auf Sat.1: Marcos Schicksal bewegt viele Zuschauer

Die Geschichte von Marco Weiss bewegte 2007 die Nation. 247 Tage saß er in einem türkischen Gefängnis. Eine Britin hatte ihn angeklagt, ihre Tochter missbraucht zu haben. Sat.1 verfilmte die Geschichte des damals 17-jährigen Jungen. Und traf damit den Nerv der Zuschauer.

Höhenflüge für Sat.1: Fast fünf Millionen Zuschauer schalteten nach Angaben von Quotenmeter gestern Abend den Film "Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis" ein. Damit erreichte der private Sender die höchste Zuschauerzahl des Abends. Vor allem bei den jungen Zusehern stieß Marcos Geschichte auf Interesse. 2,51 Millionen Leute waren im Alter von 14 bis 49 Jahren. Das sind 20,1 Prozent des Marktanteils. Das Reportage-Special "Der Fall Marco W." im Anschluss konnte weiter punkten. Der Marktanteil in der jungen Zielgruppe stieg auf 22,5 Prozent.

Zwei Stunden lang erlebte das Publikum Marcos Geschichte noch einmal mit: Der Traumurlaub von Familie Weiss, der zum Albtraum wird, nachdem der Schüler (gespielt von Vladimir Burlakov) festgenommen wird. Marcos Zeit des Schreckens und Bangens, umgeben von Dreck und Drogen in türkischer Haft. Den Kampf seines Vaters (Herbert Knaupp) und seiner Mutter (Veronica Ferres), die mehr als acht Monate für die Befreiung ihres Sohnes kämpfen.

Für die reale Familie Weiss steht die Aufarbeitung der Geschehnisse im Vordergrund. "Es ist mit dem Film durchaus möglich, auch wenn die Realität weitaus strapaziöser, beängstigender und dramatischer für uns war", erklärten Marcos Eltern im Vorfeld.

liri/DPA / DPA
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