HOME

Ticketportal "Viagogo": 500 Euro für Karten, die es nicht gibt – der große Betrug mit Elbphilharmonie-Tickets

Begehrt sind sie, die Eintrittskarten für die Elbphilharmonie. Hamburgs neues Konzerthaus hat jetzt 20.000 besonders günstige Tickets auf den Markt geworfen. Betrüger wittern bei "Viagogo" das große Geschäft – und die Plattform bleibt untätig.

Die Hamburger Elbhilharmonie und ein Kartenangebot für 495 Euro bei Viagogo

Die Betrüger rufen auf dem Portal "Viagogo" astronomische Preise für Elbphilharmonie-Karten auf

"Konzerte für Hamburg" heißt eine besondere Veranstaltungsreihe in der Hamburger Elbphilharmonie. Der Clou: Die 20.000 Eintrittskarten sind besonders günstig, zwischen acht und 24 Euro werden pro Stück fällig. Und: Nur Käufer mit Wohnsitz in Hamburg haben ein Recht auf die Tickets. Doch trotz der verhältnismäßig kleinen Zielgruppe setzte ein Run auf die Karten für die Konzerte im Juni ein, die Bestellserver brachen kurzzeitig zusammen.

Offenbar wittern Betrüger jetzt ein Geschäft mit den "Konzerten für Hamburg". Die HamburgMusik gGmbH als Betreiberin der "Elphi" warnt vor dubiosen Leerverkäufen auf dem umstrittenen Ticketportal "Viagogo". Stand 17.45 Uhr am Donnerstagabend: Auf der Plattform finden sich mindestens acht Angebote für die Konzertreihe. Die Preise liegen dort zwischen 263 und satten 495 Euro!

Elbphilharmonie-Tickets existieren nicht

Noch dreister als der enorme Preisaufschlag: Der oder die Verkäufer besitzen gar keine Tickets für die Veranstaltungen. "Für die 'Konzerte für Hamburg' existiert derzeit noch kein einziges Ticket", erklärt ein Sprecher der HamburgMusik gGmbH. "Erst nach dem Ende der Bestellfrist am 16. Februar 2018 werden die Eintrittskarten gedruckt und postalisch an die Kunden versandt." Die Vergabe erfolge nach dem Zufallsprinzip, "kein Verkäufer kann damit rechnen, die auf 'Viagogo' angebotenen Tickets zu einem späteren Zeitpunkt besorgen zu können." Mögliche Käufer könnten dann leer ausgehen und hunderte Euro in den Sand setzten. Der Rat: Finger weg von dem Angebot!

Betrügerische Leerverkäufe bei "Viagogo" – wie kann das sein? Auf der Ticketbörse können Privatpersonen anonym und gegen Provision eigenständig Eintrittskarten für Veranstaltungen zum Weiterverkauf anbieten. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz wurde in der Vergangenheit von der Verbraucherzentrale abgemahnt, unter anderem, weil Tickets nicht geliefert wurden oder überteuert waren. "Viagogo" selbst sieht sich lediglich als Vermittlungsplattform und streitet jede (Mit-)Verantwortung für mögliche Betrügereien ab.

"Viagogo" in der Kritik

Auch im Fall der jetzt auf den (Schwarz-)Markt geworfenen Elbphilharmonie-Tickets wurden die Verbraucher- und die Wettbewerbszentrale nach Angaben der HamburgMusik gGmbH eingeschaltet. "Viagogo" habe nicht auf Beschwerden des Konzerthausbetreibers reagiert.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Tickets nur beim Veranstalter oder bei autorisierten Konzertkassen kaufen. Karten für die "Konzerte für Hamburg" und alle anderen Elbphilharmonie-Events gibt es zum Beispiel direkt unter elbphilharmonie.de.

+++ Lesen Sie hier im stern: "Kostenfalle Ticketbörse: "Warum sich Verbraucher von 'Viagogo' abgezockt fühlen" +++

Die besten Twitter-Reaktionen: Elbphilharmonie ist fertig - "Der BER hätte ruhig mal antworten können"
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.