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News des Tages: Festnahme von Schweden: Stockholm bestellt türkischen Botschafter ein

Kannibalismus-Fall schockt Südafrika +++ Wuppertal: Opfer von Messerattacke nach fünf Tagen gestorben +++ "Reichsbürger" wollte laut Anklage viele Polizisten töten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Schwedische Außenministerin Margot Wallström nannte die Entwicklungen in der Türkei "beunruhigend"

Schwedische Außenministerin Margot Wallström nannte die Entwicklungen in der Türkei "beunruhigend"

Die Nachrichten des Tages im  -Ticker:

+++ 22.08 Uhr: 18-Jähriger auf Autobahn von Baggerschaufel erschlagen  +++

Ein 18-Jähriger ist auf der A659 bei Viernheim an der Landesgrenze von Hessen und Baden-Württemberg von einer Baggerschaufel getroffen und tödlich verletzt worden. Der junge Autofahrer war nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit einer Reifenpanne liegengeblieben und hatte sich auf den Beifahrersitz gesetzt. Kurz danach fuhr ein mit einem Bagger beladener Lastwagen unter einer Brücke hindurch, wobei der Bagger mutmaßlich an der Brücke hängenblieb, so dass die Baggerschaufel nach rechts über den Lkw hinausragte. Wenige Augenblicke später traf die Schaufel das Autodach des 18-Jährigen.

+++ 21.45 Uhr: Stockholm bestellt wegen Festnahme zweier Schweden türkischen Botschafter ein +++

Die schwedische Regierung hat den türkischen Botschafter wegen der Festnahme zweier Staatsbürger im Ausland einbestellt. Außenministerin Margot Wallström erklärte auf Facebook, sie habe deutlich gemacht, dass die Entwicklungen in der Türkei aus der Sicht Schwedens "beunruhigend" seien. Der IT-Experte Ali Gharavi war am 5. Juli bei einem Seminar über Freiheit im Internet bei Istanbul festgenommen worden, der türkisch-schwedische Schriftsteller Hamza Yalcin am 3. August in Barcelona.

Die türkischen Behörden werfen den Festgenommenen die "Unterstützung terroristischer Organisationen" vor. Damit sind in der Regel die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gemeint, der von Ankara für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich gemacht wird.

Yalcin hatte in einem am Montag veröffentlichten Beitrag für die schwedische Tageszeitung "Expressen" geschrieben, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sei "persönlich" dafür verantwortlich, dass er aufgrund eines Haftbefehls von Interpol festgenommen worden sei. Wallström erklärte dazu, die schwedische Regierung werde darauf hinwirken, dass Interpol-Haftbefehle nicht für "politische Zwecke" missbraucht werden dürften, insbesondere nicht zur Einschränkung der Meinungsfreiheit.

+++ 21.20 Uhr: Spanier nach Terroralarm in Rotterdam wieder frei +++

Einen Tag nach dem Terroralarm in Rotterdam ist ein zunächst verdächtigter Spanier wieder auf freiem Fuß. Die Polizei teilte mit, gegen den Fahrer eines Lieferwagens mit spanischem Kennzeichen werde nicht mehr ermittelt. Die Polizei hatte sein mit Gasflaschen beladenes Fahrzeug nach einer Anschlagswarnung der spanischen Behörden in Rotterdam sichergestellt.

Bei mehreren Verhören des Spaniers und einer Durchsuchung des Lieferwagen habe sich der Verdacht gegen ihn jedoch nicht erhärtet, hieß es weiter. Ein zweiter Verdächtiger bleibt dagegen nach Polizeiangaben in Haft. Bei ihm handelt es sich um einen 22-Jährigen, der in der Nacht zum Donnerstag in der Region Brabant festgenommen worden war. Er soll weiter vernommen werden.
Nach Angaben von Polizeichef Frank Paauw richteten sich die mutmaßlichen Anschlagspläne gegen die US-Rockband "Allah-Las". Ihr Konzert in Rotterdam war am Mittwochabend kurzfristig abgesagt worden.

+++ 20.32 Uhr: Über 500 Tote nach Überschwemmungen in Sierra Leone +++

Nach der Hochwasser-Katastrophe im westafrikanischen Sierra Leone ist die Zahl der Toten auf mehr als 500 angestiegen. 810 Menschen wurden noch vermisst, wie Regierungssprecher Abdulai Bayratay mitteilte. Die Katastrophe ereignete sich in der Nacht zum 14. August in der Umgebung der Hauptstadt Freetown. Dreitägige schwere Regenfälle verursachten Überschwemmungen und einen gigantischen Erdrutsch. Die Zahl der geborgenen Toten stieg in den vergangenen Tagen immer weiter an. Vor einer Woche hatte sie bei 400 gelegen. Zum damaligen Zeitpunkt war von 600 Vermissten die Rede. Unter den geborgenen Toten sind mehr als 150 Kinder. Bei den Überschwemmungen wurden 350 Häuser und Hütten weggeschwemmt. In vielen Fällen steht die genaue Zahl der Bewohner nicht fest.

+++ 19.51 Uhr: BVB-Chef Watzke zu möglichem Dembélé-Wechsel: "Entscheidung naht" +++

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat eine baldige Entscheidung im Streit um den Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona angekündigt. Eine Einigung bestätigte der Chef vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund aber noch nicht. "Es gibt kein fixes Agreement, alles andere werden wir sehen", sagte Watzke nach der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase im TV-Sender Sky.

Zuvor hatten unter anderem die "Bild" und die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtet, dass der Transfer des französischen Fußball-Nationalspielers von Borussia Dortmund zu den Katalanen perfekt sei. "Eine Entscheidung naht", sagte Watzke. "Es wäre schon gut, wenn wir am Wochenende Klarheit hätten." 

+++ 19.10 Uhr: Cristiano Ronaldo zum dritten Mal Europas Fußballer des Jahres +++

Der Portugiese Cristiano Ronaldo ist zum dritten Mal Europas Fußball des Jahres. Der Stürmerstar von Real Madrid wurde im Rahmen der Champions-League-Auslosung in Monte Carlo ausgezeichnet.

+++ 18.54 Uhr: Zweitgrößter Jackpot in US-Glücksspielgeschichte geknackt +++

In den USA hat ein Lottospieler den zweitgrößten Jackpot in der Glücksspielgeschichte des Landes geknackt - noch nie ging so viel Geld an einen einzelnen Menschen. Die Lotteriegesellschaft Powerball teilte mit, der Hauptgewinn von 758,7 Millionen Dollar (643,6 Millionen Euro) müsse innerhalb eines Jahres eingefordert werden, sonst verfällt er. Die Identität des Gewinners wurde nicht bekannt gegeben. Bekannt wurde nur, dass der Gewinner-Tippschein in einem kleinen Laden unweit der Stadt Boston im US-Bundesstaat Massachusetts gekauft wurde. Der Gewinner kann sich den Preis über 30 Jahre in jährlichen Raten auszahlen lassen oder in einer einmaligen Summe von 480,5 Millionen Dollar. Im Januar 2016 war der größte Jackpot in der US-Glücksspielgeschichte geknackt worden - den Hauptgewinn von knapp 1,6 Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro) mussten sich damals aber drei Lottospieler teilen.

+++ 18.45 Uhr: Bester Mittelfeldspieler: Kroos muss Modric den Vortritt lassen +++

Fußball-Weltmeister Toni Kroos von Real Madrid hat bei der Wahl zum besten Mittelfeldspieler der abgelaufenen Champions-League-Saison seinem Teamkollegen Luka Modric den Vortritt lassen müssen. Das im Rahmen der Auslosung der Gruppenphase der Champions League in Monte Carlo bekanntgegeben. Der Kroate bildet beim Königsklassen-Gewinner der vergangenen beiden Jahre mit Kroos das defensive Mittelfeld. Bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres hatte Modric als Vierter direkt vor Kroos gelegen.

+++ 18.39 Uhr: Opfer von Messerattacke nach fünf Tagen gestorben +++

Fünf Tage nach einer Messerattacke in Wuppertal ist das Opfer gestorben. Der 53 Jahre alte Mann sei im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Der Leichnam solle am Freitag obduziert werden. Der Mann war am Samstagabend den bisherigen Erkenntnissen zufolge bei einem Streit vor einem Bistro von einem 42-Jährigen niedergestochen worden. Passanten hatten den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 18.26 Uhr: Mindestens 43 Tote bei Schiffsunglücken in Brasilien +++

Bei zwei Schiffsunglücken in Brasilien sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 22 Passagiere ertranken nach Marineangaben beim Untergang einer Fähre im Bundesstaat Bahia im Nordosten des Landes. Weitere 21 kamen ums Leben, als ein Schiff auf einem abgelegenen Amazonas-Zufluss im nördlichen Bundesstaat Pará sank.

Die Fähre mit mehr als 130 Menschen an Bord ging auf der Fahrt von der Ferieninsel Itaparica zu der Stadt Salvador unter. Die brasilianische Marine rückte nach eigenen Angaben zu einem Großansatz in der Bucht aus und konnte mehr als 20 Menschen retten. Zahlreiche weitere Passagiere wurden noch vermisst. Nach Angaben von Überlebenden herrschte zur Zeit des Unglücks schlechtes Wetter und hoher Wellengang.

Beim Untergang des zweiten Schiffes auf dem Amazonas-Zufluss Xingú kamen nach jüngsten Angaben der Behörden am Dienstagabend mindestens 21 Menschen ums Leben. Zuvor war von zehn Toten die Rede gewesen. Mehrere Menschen wurden noch vermisst. Das Unglücksgebiet ist schwer zugänglich, die Bergungsarbeiten gestalteten sich dadurch schwierig.

+++ 18.23 Uhr: Bester Torhüter: Gianluigi Buffon vor Manuel Neuer +++

Fußball-Weltmeister Manuel Neuer von Bayern München hat sich bei der Wahl zum besten Torhüter der abgelaufenen Champions-League-Saison Gianluigi Buffon geschlagen geben müssen. Der 39 Jahre alte Italiener hatte mit Juventus Turin das Endspiel erreicht, dort aber mit 1:4 gegen Real Madrid verloren. Buffon wurde in Monte Carlo im Rahmen der Champions-League-Auslosung geehrt. Wie Neuer war auch der Slowene Jan Oblak von Atlético Madrid nominiert.

+++ 17.34 Uhr: Zweite Wandergruppe nach Bergsturz gefunden +++

Nach dem gewaltigen Felsabbruch in der Schweiz wurden am Donnerstagabend nach wie vor acht Menschen vermisst, darunter Deutsche und Österreicher. Eine zweite Wanderergruppe, die auch in dem Tal in Graubünden vermutet und vermisst gemeldet worden war, tauchte inzwischen unversehrt in Italien auf, wie eine Sprecherin der Polizei im Kanton Graubünden bestätigte. 

+++ 17.09 Uhr: Zahl der Großbritannien verlassenden EU-Bürger stark gestiegen +++

Die Zahl der EU-Bürger, die Großbritannien den Rücken kehren, hat stark zugenommen. Wie die nationale britische Statistikbehörde ONS mitteilte, verließen bis Ende März innerhalb von zwölf Monaten 122.000 EU-Bürger das Land - 33.000 mehr als im Vorjahr. Ein Professor am Londoner King's College, Jonathan Portes, erklärte, dies seien "zumindest teilweise" Auswirkungen der Brexit-Entscheidung. Der Behörde zufolge wanderten im selben Zeitraum 19.000 Menschen weniger aus der EU nach Großbritannien ein.  

+++ 16.30 Uhr: Lkw transportiert 16 Tonnen Sprengstoff - auf abgefahrenen Reifen +++

Mit drei völlig heruntergefahrenen und 16 Tonnen Sprengstoff an Bord ist ein Lastwagen auf der Autobahn 8 in Bayern unterwegs gewesen. Polizisten kontrollierten den Mann am Mittwoch bei Bad Aibling - und verboten sofort die Weiterfahrt. Zwar war der Gefahrgutlaster ordnungsgemäß gekennzeichnet, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Doch konnte man bei drei Reifen bereits das Stahlgewebe unter dem Gummi sehen. Zudem fehlte dem Fahrer der nötige Befähigungsschein nach dem Sprengstoffgesetz, weshalb der 40-Jährige eine Sicherheitsleistung hinterlegen musste und ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Auch die Transportfirma erhält eine Anzeige.

+++ 15.21 Uhr: Staatsanwaltschaft wirft Tüftler Madsen Mord an Journalistin vor +++

Dem dänischen Tüftler Peter Madsen wird nach dem Tod der schwedischen Journalistin Kim Wall nun Mord zur Last gelegt. Der U-Boot-Bauer solle nicht mehr wegen fahrlässiger Tötung, sondern wegen Mordes an der 30-Jährigen in Haft bleiben, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Am Mittwoch hatten die Ermittler bestätigt, dass es sich bei einem im Meer gefundenen Torso um einen Teil von Walls Leiche handele.

+++ 15.09 Uhr: Richter lässt nach Anschlägen in Barcelona zweiten Verdächtigen frei +++

Eine Woche nach den Anschlägen in Katalonien hat der Ermittlungsrichter einen weiteren der vier gefassten mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Der 34-jährige Sahal el Karib müsse aber jeden Montag beim Gericht vorstellig werden und dürfe nicht verlassen, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Gerichtskreise. Mit Hilfe eines Computers im Geschäft von El Karib sollen Flugtickets für den Imam Abdelbaki Es Satty gekauft worden sein, den mutmaßlichen Kopf der Zelle. 

Bereits am Dienstag hatte Ermittlungsrichter Fernando Andreu den 27-jährigen Mohamed Allaa, den Besitzer des Wagens, der bei der vereitelten Attacke in benutzt worden war, aus der Untersuchungshaft entlassen.

+++ 14.45 Uhr: Polizei sperrt Autobahn bei Köln zur Rettung von Entenmutter +++

Zur Rettung einer Entenmutter hat die Polizei kurzzeitig eine Autobahn bei Köln gesperrt. Hintergrund der Aktion war, dass fünf ihrer Küken zuvor beim Überqueren der Fahrbahn überfahren und getötet wurden, wie die Beamten in der Domstadt mitteilten. Stunden später kehrte die Entenmutter demnach noch einmal an die Stelle zurück. Das Tier habe dort augenscheinlich nach dem vermissten Nachwuchs gesucht, berichtete die Polizei. Es habe sich weder von der Autobahn verscheuchen noch von Feuerwehrleuten fangen lassen. Die sei aber nach etwa einer halben Stunden von selbst wieder in einer angrenzenden Grünfläche verschwunden. Daraufhin konnte die Sperrung der Strecke für den Verkehr wieder aufgehoben werden.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge gestern auf der A3 in Höhe des Autobahndreiecks Köln-Heumar. Demnach hatte die Entenmutter gegen 8.15 Uhr den Versuch unternommen, mit ihren Küken die Straße zu überqueren, wobei fünf von diesen starben. Anschließend verschwand sie mit den überlebenden Küken zunächst, kehrte aber gegen 11.15 Uhr noch einmal zurück.

+++ 14.32 Uhr: Zwei Verletzte bei Explosion im Zentrum von Kiew +++

Bei einer Explosion im Zentrum von Kiew sind zwei Menschen verletzt worden. Die Detonation am 26. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine sei durch ein "unbekanntes Objekt" ausgelöst worden, teilte die Polizei mit. Zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt hielt sich auch US-Verteidigungsminister Jim Mattis auf.

+++ 14.29 Uhr: Schulz will Pkw-Maut als Kanzler abschaffen +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will im Fall eines Wahlsiegs die umstrittene Pkw-Maut abschaffen. "Eigentlich will - außer der CSU - niemand diese Maut", sagte der SPD-Vorsitzende der Zeitschrift "Motorwelt" des Autofahrerclubs ADAC. Voraussetzung für die Einführung sei unter anderem gewesen, dass die Maut sich rechne. "Bei den Einnahmen sehe ich das nicht", sagte Schulz und fügte hinzu: "Wenn aber Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen, muss sie abgeschafft werden. Genau das werde ich als Bundeskanzler tun."

Das Vorzeigeprojekt der CSU war im Frühjahr von der schwarz-roten Koalition endgültig beschlossen worden - mit einigen Änderungen auf Druck der EU-Kommission. Der konkrete Start der Gebührenerhebung wird für 2019 angestrebt. Inländische Autobesitzer sollen für ihre Maut voll durch eine niedrigere Kfz-Steuer entlastet werden. An den zu erwartenden Einnahmen und der EU-Rechtmäßigkeit bestehen weiterhin Zweifel.

+++ 14.12 Uhr: Nutella-Laster wieder aufgetaucht - ohne Schokolade +++

Die Spur von 20 Tonnen gestohlener Schokolade führt aus Hessen ins Rheinland - dort, in Euskirchen, entdeckte die Polizei nach eigenen Angaben den entwendeten Kühlanhänger. Das Fahrzeug war allerdings leer. Als Diebe den Anhänger Mitte August rund 250 Kilometer entfernt in Mittelhessen stahlen, war er noch mit Nutella, Überraschungseiern und anderen Süßigkeiten beladen gewesen. Die Zugmaschine fanden die Fahnder mit leerem Tank in der Ruhr-Stadt Wetter, wie die Polizei in Marburg mitteilte.

Die Täter, wie ihre Beute bislang verschwunden, hatten es einem Polizeisprecher zufolge wohl auf Lebensmittel abgesehen. Unklar sei, ob sie wussten, dass in dem Kühlanhänger tonnenweise Schokolade im Wert von bis zu 70.000 Euro war. Die Diebe hätten ihren Schoko-Coup aber vorbereitet: Im hessischen Weimar stahlen sie den Ermittlern zufolge den Lastwagen, koppelten dessen Anhänger im nahen Kirchhain ab und später in Neustadt den Kühlanhänger an. Die Polizei sucht nun Zeugen, die das Zugfahrzeug, die Anhänger oder ein ungewöhnliches Umladen beobachtet haben.

+++ 14.10 Uhr: Rauch kanadischer Waldbrände erreicht Europa +++

Die Folgen der Waldbrände in Kanada sind auch in Europa zu spüren. In Deutschland, Tschechien und Griechenland wurde per Lichtradar eine Staubschicht in rund zwölf bis 17 Kilometern Höhe gemessen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Waldbrände in Kanada zurückgeht und in der Atmosphäre über die Arktis nach Europa transportiert wurde, wie das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig mitteilte.

In der westkanadischen Provinz British Columbia breitete sich nach Behördenangaben ein riesiger Brand auf einer Fläche von 467.000 Hektar aus. Es ist demnach das größte Feuer in der Geschichte der Provinz. Seit April wurden bereits mehr als 1,2 Millionen Hektar Wald zerstört.

+++ 13.59 Uhr: Spanische Polizei identifiziert letztes Mitglied der Terrorzelle +++

Die spanische Polizei hat nun auch das letzte Mitglied der katalanischen Terrorzelle identifiziert, die vergangene Woche bei Anschlägen in Barcelona und Cambrils 15 Menschen getötet hatte. Experten hätten mittels DNA-Proben auch die Identität der zweiten Leiche bestimmt, die in dem in Alcanar südlich von Barcelona explodierten Haus gefunden worden war, teilte die Polizei auf Twitter mit. In dem Haus hatte die Gruppe die Attentate offenbar vorbereitet. Neben 120 Gasflaschen waren in dem Gebäude auch Leichenteile von zwei Menschen gefunden worden.

Bereits seit wenigen Tagen war klar, dass es sich bei der ersten Leiche um den als Anführer der Terrorzelle gesuchten Imam Abdelbaki Es Satty handelte. Laut spanischen Medien wurde der zweite Tote als Youssef Aalla identifiziert. Er sei der Bruder eines in Cambrils von der Polizei erschossenen Terroristen und zudem Bruder eines der vier festgenommenen Verdächtigen, schrieb "La Vanguardia". Die Polizei geht von einer zwölfköpfigen Terrorzelle aus. Davon sind acht tot, vier wurden gefasst und waren am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden.

+++ 13.15 Uhr: Polizei in Rotterdam erhielt "konkreten" Hinweis zu Anschlagsplan gegen US-Band +++

Die niederländische Polizei hat vor der Konzertabsage in Rotterdam "eine konkrete Information" über einen geplanten Anschlag auf die US-Rockband Allah-Las erhalten. Die Terrorwarnung am Mittwochabend beruhte auf einem Hinweis der spanischen Polizei, wonach "ein Attentat an diesem Tag, an diesem Ort und auf diese Band verübt werden" sollte, wie Rotterdams Polizeichef Frank Paauw sagte. Die Warnung kam knapp eine Woche nach den Anschlägen in Spanien, bei denen 15 Menschen getötet worden waren.

+++ 12.35 Uhr: Kannibalismus-Fall schockt Südafrika +++

Ein Fall von Kannibalismus sorgt in Südafrika für Aufsehen. Mehrere Männer - darunter zwei Wunderheiler - haben den Verzehr von Menschenfleisch gestanden. Sie stehen im Verdacht, mindestens eine Person getötet zu haben. Fünf Verdächtige erschienen vor dem Untersuchungsrichter der Kleinstadt Estcourt, erklärte die zuständige Polizeisprecherin. Einer der Männer hatte sich der Polizei gestellt und erklärt, er habe keine Lust mehr Menschenfleisch zu essen.

Die Medien des Landes berichteten übereinstimmend, dass das Fleisch offenbar von mindestens einer Frau stammte, die zuvor vergewaltigt und getötet worden war. Obwohl die Details weiterhin unklar sind, berichtete Bürgervorsteher Mthembeni Majola laut Medienberichten, 300 Anwohner hätten bei einer Bürgerversammlung ihr Wissen gestanden, dass der örtliche Medizinmann Menschen töte und ihr Fleisch verzehre. "Berichte, sie alle hätten ebenfalls Menschenfleisch gegessen, sind jedoch definitiv falsch", sagte die Polizeisprecherin.

+++ 12.10 Uhr: Anderthalbjähriger Junge nach Sturz in Brunnen von Mutter wiederbelebt +++

Dramatischer Unfall im baden-württembergischen Waldshut-Tiengen: Ein eineinhalbjähriger Junge ist in einem Park in einen Brunnen gefallen und beinahe ertrunken. Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, stürzte das Kind am Mittwochabend zunächst unbemerkt in den Schacht und ging unter. Als die Mutter die Lage erkannte, rannte sie zum Brunnen, zog den Jungen heraus und beatmete ihn.

Die Wiederbelebungsversuche waren demnach erfolgreich. Als nach kurzer Zeit ein alarmierter Rettungswagen eintraf, atmete der Junge bereits wieder selbstständig. Die Helfer brachten ihn in ein Krankenhaus, von wo er mit einem Hubschrauber weiter verlegt wurde. Nach Informationen der Polizei befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr.

+++ 12.07 Uhr: Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Tickets auf Portal Viagogo +++

Die Verbraucherzentrale Bayern hat vor gefälschten Tickets auf dem Portal Viagogo gewarnt. Das Unternehmen biete unter anderem Eintrittskarten für Veranstaltungen an, die entweder nicht stattfinden oder deren Termin noch nicht konkret feststeht, etwa Fußballspiele, hieß es. Die Verbraucherzentrale berief sich auf vorliegende Beschwerden von Verbrauchern, denen entsprechende Tickets bei Viagogo angeboten worden seien.

"Verbraucher können bei Viagogo nicht immer davon ausgehen, dass sie gültige Eintrittskarten kaufen und dass es das Event wirklich gibt", erklärte Susanne Baumer von den Marktwächtern Digitale Welt. Die Verbraucherzentrale warnte, dass das Portal wie eine offizielle Verkaufsstelle für Tickets aussehe und Kunden daher in den Glauben versetze, sie könnten Eintrittskarten für tatsächlich stattfindende Veranstaltungen erwerben. Das Portal bezeichnet sich selbst als globale Online-Plattform für Tickets aller Art.

+++ 11.58 Uhr: Affenweibchen adoptiert Hühnerküken +++

Eine Makakenäffin hat in einem israelischen Zoo ein Hühnerküken adoptiert. "Sie pflegt den jungen Vogel wie eine Mutter", sagte eine Sprecherin des Safari-Zoos bei Tel Aviv. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Äffin das Küken wie ein Baby im Arm hält und mit sich herumträgt. Die Tierpfleger hätten sich zunächst Sorgen um das kleine Huhn gemacht. Es habe jedoch zwischendurch von allein das Affengehege verlassen und sei dann wieder zu Äffin Niv zurückgekommen. "Das Küken sucht immer wieder ihre Nähe."

Teil des Pflegeprogramms für das Küken seien Streicheln und Reinigung des Gefieders. Nachts nehme die zehnjährige Äffin, die noch keine eigenen Jungen hat, den Vogel mit ins Affenhaus und bringe ihn morgens wieder ins Freie. "Wenn sie Gefahr wittert, rennt sie zu ihm und nimmt ihn auf den Arm." Nivs Mutter, die ebenfalls im Gehege lebt, verhalte sich dagegen eher gleichgültig dem Vögelchen gegenüber, "wie eine lieblose Großmutter". 

+++ 11.52 Uhr: "Reichsbürger" wollte laut Anklage möglichst viele Polizisten töten +++

In diesem Haus in Georgensgmünd feuerte "Reichsbürger" Wolfgang P. im Oktober 2016 auf mehrere Polizisten

In diesem Haus in Georgensgmünd feuerte "Reichsbürger" Wolfgang P. im Oktober 2016 auf mehrere Polizisten

Der selbst ernannte "Reichsbürger" Wolfgang P. aus dem fränkischen Georgensgmünd, der 2016 einen Polizisten erschossen und zwei weitere verletzt hat, wollte aus Sicht der Staatsanwaltschaft möglichst viele Beamte treffen. Ein Spezialeinsatzkommando sollte dem Hobbyjäger seine rund 30 Waffen abnehmen, weil er bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig galt. Laut der heute vom Landgericht Nürnberg-Fürth verschickten Anklageschrift verschanzte Wolfgang P. sich in seiner Wohnung hinter einem Mauereck mit Schussmöglichkeit auf die Wohnungstür. Er trug demnach eine Schutzweste und hielt die geladene Waffe schussbereit. Zunächst habe er durch die teilverglaste Tür nur einen Polizisten bemerkt und mit der Schussabgabe abgewartet. Als schließlich drei Beamte davor gestanden und versucht hätten, die Tür zu öffnen, habe sich für ihn eine besonders günstige Situation ergeben. Der 49-Jährige habe elfmal gefeuert.

Der Prozess startet kommenden Dienstag. Der Vorwurf: Mord und versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung. Der Mann habe sich bei seiner Tat auf eine Notwehrlage berufen wollen mit der Begründung, einen Einbruch angenommen zu haben. Die Polizei habe sich jedoch deutlich also solche zu erkennen gegeben.

+++ 11.29 Uhr: Mann soll in Südfrankreich 17 Waldbrände gelegt haben +++

Weil er 17 Waldbrände gelegt haben soll, ist in Südfrankreich ein Mann in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Richter leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung gegen den Verdächtigen aus der nahe Marseille gelegenen Gemeinde Plan-de-Cuques ein, wie die Polizei mitteilte. Er soll zwischen dem 10. und 20. August 17 Waldbrände in der Region verursacht haben. Der Mann ist teilweise geständig.

Heftige Waldbrände haben in diesem Sommer in Südfrankreich und auf der Mittelmeerinsel Korsika mehr als 9000 Hektar Vegetation zerstört. Bei vielen Bränden vermutet die Polizei Brandstiftung. Mitte August wurde ein 19-Jähriger festgenommen, der im Mai und Juni 16 Brände gelegt haben soll.

+++ 11.22 Uhr: "Aus dem Nichts" ist deutscher Oscar-Kandidat +++

Das NSU-Drama "Aus dem Nichts" von Regisseur Fatih Akin geht für Deutschland ins Rennen um den Oscar. Das gab die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, in München bekannt. Akin soll bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr den begehrten Preis nach Deutschland holen. In seinem Film geht es um den Anschlag zweier Neonazis, bei dem ein kurdischer Vater und dessen Sohn sterben. Zurück bleibt die Ehefrau und Mutter, die von Diane Kruger gespielt wird.

+++ 11.05 Uhr: Nach Bergrutsch in der Schweiz auch Deutsche vermisst +++

Nach einem Bergrutsch im Südosten der Schweiz werden acht Menschen vermisst, darunter auch Deutsche. Das Unglück habe sich am Mittwoch in der Region Val Bondasca im Kanton Graubünden ereignet, teilte die Kantonspolizei heute mit. Acht Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten bislang "nicht erreicht" werden können, gab die Polizei bekannt. Nach den Vermissten werde gesucht. Wegen des Erdrutsches wurden mehrere kleine Dörfer evakuiert.

Bei dem Bergsturz am 3369 Meter hohen Piz Cengalo hatten sich riesige Mengen Gesteinsmassen gelöst und waren ins Tal gedonnert. Es rutschten nach Schätzungen bis zu vier Millionen Kubikmeter Geschiebe mit Schlamm mit größeren Gesteinsbrocken nach. Das ist mehr, als die Außenalster in Hamburg an Volumen fasst. 

+++ 11.02 Uhr: Flüchtiger Todesschütze von Überwachungskamera gefilmt  +++

Die tödlichen Schüsse auf einen 43-Jährigen vor den Augen seiner kleinen Tochter sind von einer Überwachungskamera gefilmt worden. "Der Film zeigt den mutmaßlichen Täter bei der Tat", sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann in Darmstadt. Das Video stammt aus der Überwachungskamera eines benachbarten Wohnhauses. Der Täter ist noch auf der Flucht. Unklar ist, ob die Tat mit der Rocker-Szene in Verbindung steht.

Der 43-jährige Vater war am Freitag in Mörfelden-Walldorf (Hessen) erschossen worden, als er gerade dabei war, seine kleine Tochter im Auto anzuschnallen. Das Mädchen blieb unverletzt. Der Schütze soll zwischen 20 und 30 Jahre alt sein.

+++ 10.59 Uhr: Nachwuchssorgen wegen zu viel Masturbation und Computerspielen +++

Zu viel Masturbation und Computerspielen sorgen aus Sicht der chinesischen Volksarmee dafür, dass viele junge Männer im Land den strengen Fitnesstest für die Aufnahme in die Truppe nicht bestehen. Die Zeitung der chinesischen Armee führte jüngst zehn Gründe auf, warum so viele potentielle Rekruten den Test nicht bestehen. Bei 20 Prozent der Abgelehnten sei Übergewicht der Grund, acht Prozent würden wegen vergrößerter Hodenvenen abgelehnt. Dieses Problem werde durch zu viel Selbstbefriedigung, zu viel Computerspielen und zu wenig Bewegung verursacht, hieß es in dem Bericht. Auch gut sichtbare und übergroße Tätowierungen sowie Leberprobleme wegen erhöhten Alkoholkonsums wurden als Gründe für eine Ablehnung aufgelistet.

Die Aufnahmetests der größten Armee der Welt sind sehr streng, wie die Militärzeitung betonte. Chinas Staatschef Xi Jinping verfolgt seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 das Ziel, die chinesische Volksarmee schlagkräftiger zu machen.

+++ 10.39 Uhr: Autofahrer rast ungebremst auf anderen Wagen - 43-Jährige stirbt +++

Im Saarland ist eine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, bei dem ein Autofahrer mit seinem Wagen ungebremst und mit hoher Geschwindigkeit auf ihren Wagen auffuhr. Die zwölf Jahre alte Tochter der 43-Jährigen wurde bei dem Unfall am Mittwochnachmittag in Saarwellingen lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei heute mitteilte. Der 26-jährige Unfallverursacher erlitt demnach schwere Verletzungen.

Unklar ist, warum der Mann mit hoher Geschwindigkeit durch die Bahnhofstraße der Stadt fuhr und schließlich ungebremst auf den Wagen auffuhr. In Ermittlerkreisen hieß es, es gebe Hinweise auf gesundheitliche Probleme bei dem Fahrer. Die Polizei gab zur genauen Klärung des Unfallhergangs ein Gutachten in Auftrag. Bei dem Unfall wurden zudem weitere Autos und auch umliegende Häuser beschädigt. Die Bahnhofstraße in Saarwellingen wurde für knapp vier Stunden teilweise voll gesperrt.

+++ 10.24 Uhr: Spanische Justiz verhinderte Abschiebung des Imams Es Satty +++

Vor zwei Jahren hat Spaniens Justiz eine geplante Abschiebung des Imams Abdelbaki Es Satty verhindert. Der Geistliche sei damals als ungefährlich und "arbeitsmäßig in Spanien verwurzelt" eingestuft worden, zitiert die Zeitung "El Periódico" Gerichtsunterlagen. Es Satty ist der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, die für den Anschlag in Barcelona und den vereitelten Anschlag von Cambrils mit insgesamt 15 Toten verantwortlich war. Der 45-Jährige starb Polizeiangaben zufolge vor acht Tagen bei der Explosion des Hauses, in dem die Gruppe die Attentate geplant haben soll.

Es Satty stammt ursprünglich aus Marokko. Er hatte zum Zeitpunkt seiner geplanten Abschiebung gerade eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt. Dieses Delikt habe aber "keine Bedrohung für die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit der Bürger" dargestellt, entschied der zuständige Richter. Der Imam des katalanischen Ortes Ripoll sei um "eine Integration in die spanische Gesellschaft bemüht" gewesen. Es gebe keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten, entschied das Gericht und annullierte die Abschiebungsanordnung.

+++ 10.23 Uhr: Taylor Swift kündigt neues Album "Reputation" an +++

Popstar Taylor Swift hat ein neues Album angekündigt. Ihr sechstes Studioalbum "Reputation" erscheine am 10. November, eine erste Single-Auskopplung gebe es aber schon am Donnerstag, teilte die 27-Jährige mit. In sozialen Online-Netzwerken veröffentlichte Swift auch das Cover von "Reputation". Es zeigt ein Schwarz-Weiß-Foto der Sängerin in Sweatshirt mit dunklen Lippen und zurückgekämmtem Haar und halb darüber gelegten Zeitungsseiten, auf denen alle Überschriften "Taylor Swift" lauten.

+++ 9.47 Uhr: Weitere Festnahme nach Terroralarm in Rotterdam +++

Nach dem Terroralarm in Rotterdam ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Ein 22-jähriger Mann wurde in der Nacht zu Donnerstag in der südlichen Region Brabant in Gewahrsam genommen, wie die Polizei in Rotterdam mitteilte. Nach einem Hinweis der spanischen Polizei war am Mittwochabend in der niederländischen Hafenstadt ein Konzert der US-Rockband Allah-Las abgesagt worden, in der Nähe des Veranstaltungsorts wurden in einem Lieferwagen mit spanischen Kennzeichen mehrere Gasflaschen gefunden. 

+++ 8.45 Uhr: Witherspoons Jüngster verwechselt Schwester und Mutter +++

Die US-Schauspielerin Reese Witherspoon (41) schwärmt vom engen Verhältnis ihrer Kinder untereinander. Ihr vierjähriger Sohn Tennessee habe in seiner 17-jährigen Halbschwester Ava fast eine zweiter Mutter gefunden, sagte die Oscarpreisträgerin ("Walk the Line") dem US-Magazin "Southern Living". "Ich glaube, manchmal ist er sogar verwirrt: Er hat Ava zum Muttertag gratuliert", sagte sie. Witherspoon und ihrer Tochter wird von Fans und Medien immer wieder eine sehr große Ähnlichkeit nachgesagt.

Aus ihrer ersten Ehe mit Schauspieler Ryan Phillippe hat Witherspoon neben Ava noch ihren 13-jährigen Sohn Deacon. Tennessee ist ihr gemeinsamer Sohn mit Ehemann Jim Toth. Alle ihre Kinder hätten herrliche und einzigartige Beziehungen zueinander, sagte Witherspoon.

+++ 8.33 Uhr: Ex-CIA-Agentin will Twitter kaufen und Trump vom Dienst verbannen +++

Eine frühere CIA-Agentin will Twitter kaufen, um das Konto des US-Präsidenten Donald Trump zu sperren. Valerie Plame war im Sommer 2003 durch Indiskretionen des Weißen Hauses enttarnt worden und führte das auf einen Racheakt der damaligen Regierung unter Präsident George W. Bush zurück. Nun hat sie ein ungewöhnliches Crowdfunding gestartet, um eine Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) für den Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter einzusammeln.

"Wir brauchen nicht bis 2020 zu warten, um ihn zum Schweigen zu bringen", schrieb Valerie Plame Wilson auf ihrem Twitteraccount. Es sei ein kleiner Preis, um Trumps mächtigstes Megafon wegzunehmen. Ihre Kampagne begründet Plame Wilson auf der Crowdfunding-Plattform damit, dass "Trump auf Twitter eine Menge furchtbarer Dinge angestellt" habe. So habe er Gewalt gegen Journalisten befürwortet und mit seinen Tweets den Vereinigten Staaten geschadet.

+++ 8.05 Uhr: Großbrand in Hotel vertreibt 300 Gäste - sechs Leichtverletzte +++

Ein Großbrand in einem Hotel bei Berlin hat sechs Menschen leicht verletzt. Rund 300 Hotelgäste wurden am Mittwochabend in Sicherheit gebracht. "Das Feuer war in einem Hotelzimmer im dritten Stock ausgebrochen und hatte sich dann bis ins ausgebaute Dachgeschoss durchgefressen", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei geht von einem wirtschaftlichen Totalschaden aus.

Das Dachgeschoss brannte den Angaben zufolge komplett. Die Gemeinde Ahrensfelde stellte in der Nacht eine Notunterkunft in einem Kindergarten zur Verfügung. 147 Menschen hätten das Angebot angenommen, die restlichen Gäste seien abgereist, hieß es. Die Ursache für das am Morgen gelöschte Feuer war zunächst unklar. Das Hotel ist rund 20 Jahre alt. Es hat drei Stockwerke und ein voll ausgebautes Dachgeschoss.

+++ 7.45 Uhr: US-Erzieher erhalten nach Justizirrtum 3,4 Millionen Dollar Entschädigung +++

Nach einem Justizirrtum bekommen zwei Erzieher in den USA 3,4 Millionen Dollar (2,9 Millionen Euro) Entschädigung. Der Bundesstaat Texas zahlte dem Ehepaar Dan und Fran Keller, das wegen ungerechtfertigter Missbrauchsvorwürfe 21 Jahre in Haft saß, 80.000 Dollar pro Gefängnisjahr. "Sie sind glücklich", sagte ihr Anwahlt Keith Hampton. Das Paar war 1991 wegen angeblichen Kindesmissbrauchs und satanischer Rituale in einer Kita verurteilt worden. 2013 wurden die Erzieher aus der Haft entlassen, nachdem sich die Zeugenaussagen der Kinder als falsch herausgestellt hatten. Damals herrschte in den USA große Angst vor satanischen Sekten, die es angeblich auf Kinder abgesehen hatten. Die Befragungen der Kinder durch die Ermittler erwiesen sich als fehlerhaft. Im Juni wurden die Kellers dann vollständig rehabilitiert.

Sie seien nun endlich frei, sagte die 67-jährige Fran Keller der Zeitung "Austin American-Statesman". "Wir können nun anfangen zu leben - und die Albträume haben ein Ende." Die Erzieher lebten seit ihrer Freilassung in Armut, da sie aufgrund ihrer Vergangenheit und ihres Alters keine Arbeit mehr fanden. 

+++ 7.05 Uhr: Männer geben doppelt so viele Sexpartner an wie Frauen +++

Männer in Deutschland haben nach eigenen Angaben im Schnitt mit zehn Partnerinnen geschlafen, Frauen aber nur mit fünf Partnern. Das ist ein Ergebnis einer Studie zum Sexualverhalten in Deutschland, für die mehr als 2500 Menschen ab 14 Jahren befragt wurden und die im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht wurde.

Woher kommen die statistisch kaum zu erklärenden Unterschiede? Beim Antworten schummelten die Befragten etwas, vermuten die Forscher von der Technischen Universität Braunschweig. Beteiligt waren auch Psychologen aus Hildesheim, Jena und Hannover. "Sie inszenieren damit auch ihre Geschlechterrollen", sagt Arne Dekker vom Institut für Sexualforschung an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, der nicht an der Studie beteiligt war. Manche Männer glaubten, es sei attraktiv und gesellschaftlich anerkannt, viele Sexpartner zu haben, bei Frauen sei oft das Gegenteil der Fall. Ein Faktor könnte auch sein, dass acht Prozent der befragten Männer schon bei Prostituierten waren. Diese Gruppe hatte nach eigenen Angaben im Schnitt mit vier Prostituierten sexuellen Kontakt. Die Forscher fragten zudem nicht nach Sex im Ausland.

+++ 6.54 Uhr: US-Rapper trotzt Brillen-Empfehlung während Sonnenfinsternis - Konzerte abgesagt +++

Ein Rapper hat sich die totale Sonnenfinsternis in den USA absichtlich und trotzig ohne spezielle Schutzbrille angesehen - und musste jetzt wegen Augenproblemen drei Konzerte absagen. Joey Bada$$ hatte sich am Montag während der Sonnenfinsternis im Internet damit gebrüstet, dass er sich das Ereignis mit ungeschützten Augen ansehe. "Das hier ist nicht die erste Sonnenfinsternis und ich bin ziemlich sicher, dass unsere Vorfahren keine schicken Brillen hatten. Und auch ziemlich sicher, dass sie nicht alle erblindet sind", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nun musste der 22-Jährige dann drei geplante Konzerte absagen - wegen "unvorhergesehener Umstände", wie es hieß. In einem Tweet deutete er Augenprobleme an.

+++ 6.06 Uhr: Taifun "Hato": Zahl der Opfer steigt auf neun - viele Verletzte +++

Der verheerende Taifun "Hato" hat in Südchina mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Mindestens vier Menschen sind während des schweren Sturms in der Provinz Guangzhou umgekommen, einer werden noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau, die besonders hart von "Hato" getroffen wurde, stieg die Zahl der Todesopfer demnach von drei auf fünf. In der für ihre Luxushotels- und Casinos bekannten Stadt sind nach Behördenangaben 153 Menschen verletzt worden. Mit hohen Wellen, heftigen Böen und Wolkenbrüchen hatte der stärkste Taifun seit fünf Jahren am Mittwoch in der Region gewütet.

+++ 5.25 Uhr: Uber meldet weniger Verlust und Umsatzsprung +++

Der Fahrdienstvermittler Uber hat seinen Verlust im zweiten Quartal verringert und seinen Umsatz kräftig gesteigert. Unter dem Strich fiel ein Minus in Höhe von 645 Millionen Dollar (546 Mio Euro) an, wie das Unternehmen bestätigte. Zunächst hatte die amerikanische Nachrichten-Website Axios über die Zahlen berichtet. Im Vorquartal hatte Uber noch 708 Millionen Dollar verloren, davor waren es 991 Millionen. Die Erlöse wuchsen im Quartalsvergleich zuletzt um 17 Prozent auf 1,75 Milliarden Dollar. Uber ist bislang nicht an der Börse gelistet und deshalb nicht zu öffentlichen Finanzberichten verpflichtet. Seit Jahresbeginn gewährt die kalifornische Firma jedoch regelmäßig Einblicke in ihre Bilanzen.

+++ 5.19 Uhr: Künstler malt riesigen Bulli auf Schweizer Wiese +++

Das Bild eines riesigen VW-Bullis ziert eine Wiese in der Schweiz. Auf einer Drohnen-Aufnahme aus der Luft sehen die echten Autos auf der Straße daneben wie Ameisen aus. Das Bild ist 4200 Quadratmeter groß - größer als ein halbes Fußballfeld. Der französische Künstler Saype habe dafür 400 Liter ausschließlich biologisch abbaubare Farben benutzt, versichert der Veranstalter eines VW-Festivals in Chateau-d'Oex, rund 50 Kilometer östlich des Genfer Sees. Das Bild halte etwa drei Monate und löse sich dann auf.

+++ 3.30 Uhr: Drei Leichen am Mont Blanc entdeckt +++

Am Mont Blanc sind die Leichen dreier Bergsteiger entdeckt worden. Offenbar seien die Alpinisten schon vor mehreren Jahren ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der Bergrettung im italienischen Aostatal. Der Gletscher sei ständig in Bewegung und habe die Toten nun freigegeben. Laut italienischen Medienberichten hatte ein französischer Bergsteiger die Toten entdeckt und die Behörden verständigt. Die Behörden starteten eine Aktion zur Bergung der Leichen, die mit einem Seil verbunden waren.

+++ 3.14 Uhr: Zehn Tote und 35 Vermisste bei Schiffsunglück in Brasilien +++

Ein Schiff mit rund 70 Menschen an Bord ist auf einem Fluss in Nordbrasilien gesunken. Zehn Leichen konnten am Mittwoch geborgen werden, wie das Nachrichtenportal G1 nach Angaben der Behörden des Bundesstaates Pará berichtete. Weitere 25 Insassen des Schiffes seien an die Ufer des Xingu-Flusses geschwommen. 35 Menschen galten zunächst als vermisst.

Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Santarém nach Vitória de Xingu, als es in der Nacht zum Mittwoch aus noch ungeklärten Gründen auf dem Nebenfluss des Amazonas-Flusses unterging. Die lokalen Schifffahrtsbehörden erklärten, dass das Schiff nicht zum Passagiertransport zugelassen war. Im brasilianischen Amazonas-Gebiet sind Schiffe das meistbenutzte Verkehrsmittel.

tim/fs/DPA/AFP

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