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"Bares für Rares": 500 Euro über Schätzung - Sparfuchs "Waldi" liegt bei diesem Stück völlig daneben

Glück für Verkäuferin Anita Weck bei "Bares für Rares": Ihre Schreibtischgarnitur aus Bronze schätzt Experte Alfred Mayer auf stolze 700 Euro - doch die Händler bieten noch viel mehr.

Bares für Rares: Rekordverkäufe und Co. – das müssen Sie über die Kult-Sendung wissen

Anita Weck aus Meddersheim kommt mit einem alten Erbstück zu "Bares für Rares". In der Sendung vom Donnerstag will sie eine alte Schreibtischgarnitur aus Bronze bei Horst Lichter verkaufen. "Sie war lange in meinem Besitz. Jetzt fände ich es schön, wenn das Stück vielleicht sogar wieder Verwendung findet und mit Tusche gefüllt wird", sagt die 35-Jährige über das zweiteilige Set. Experte Alfred Maier bremst ihren Enthusiasmus - doch da hat er nicht mit dem Geschmack der Händler gerechnet.

"Schreibtischsets sind heute nicht mehr so gefragt", wendet Maier in seiner Expertise ein, "auch wenn dieses Stück außergewöhnlich ist". Das Set mit einer Löschwippe und einem Tintenfass besteht aus zwei Bronzeskulpturen, die Szenen aus einem Steinbruch zeigen. "Der Entwurf stammt vom österreichischen Künstler Friedrich Gornick", findet Maier anhand der Signatur heraus. Beide Teile wurden in der renommierten Wiener Gießerei Artur Rubinstein um die Jahrhundertwende gefertigt. "Künstlerisch sehr wertvoll", urteilt Maier. "Gornicks Werke hängen in vielen österreichischen Museen".

"Bares für Rares"-Händler Lehnertz und Nüdling

"Bares für Rares"-Händler "Waldi" Lehnertz und Elisabeth Nüdling diskutieren über das Schreibset.

ZDF

"Bares für Rares"-Experte schätzt Wert auf 700 Euro

Trotzdem bleibt der Experte in seiner Schätzung unter dem Wunschpreis von Verkäuferin Weck. "Ich hätte gerne 800 bis 900 Euro dafür", sagt die Ingenieurin. "Das ist mir zu viel. Ich würde sagen für beide 700 Euro, mehr geht nicht", entgegnet Maier. Doch da irrt er gehörig, wie sich im Händlerraum zeigen wird. Ausgerechnet 80-Euro-Sparfuchs Walter "Waldi" Lehnertz startet mit einem unglaublichen Gebot.

"Ihr werdet zwar staunen, aber ich fange heute nicht mit 80 Euro an, sondern starte direkt mit 1000", sagt Lehnertz zum Erstaunen seiner Kollegen. Nur Wolfgang Pauritsch pflichtet ihm bei. "Das ist nicht viel", sagt er und bietet selbst 1100 Euro. Es beginnt ein kleines Bietergefecht zwischen ihm und "Waldi". "Ich sage noch 1200 Euro", sagt Lehnertz, doch Pauritsch legt mit 1250 Euro nach.

Wolfgang Pauritsch erhält den Zuschlag

"Bevor ich noch mehr sage, würde ich gerne wissen, was die Expertise ergeben hat?", will Lehnertz wissen. Verkäuferin Weck entgegnet schlau: "Das würde ich gerne hinterher sagen." "Waldi" schöpft Verdacht und bietet nicht mehr mit. Pauritsch erhält als Höchstbietender mit 1250 Euro den Zuschlag – und liegt damit 550 Euro über der Schätzung. "Ich will lieber nicht wissen, was die Expertise ergeben hat", sagt er mit dem Wissen, dass er möglicherweise zu viel bezahlt hat. Doch Pauritsch grämt sich nicht. "Das ist ein schönes Stück, das jetzt wieder nach Österreich kommt."

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mai