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"Bauer sucht Frau": Weltweite Bauern-Balzerei

Mit der Kuppelshow "Bauer sucht Frau" hat RTL einen echten Quotenhit gelandet. Über acht Millionen Zuschauer erfreuen sich daran, wie vereinsamte Landwirte eine passende Partnerin suchen. Doch die Masche zieht nicht nur in Deutschland. In mittlerweile über einem Dutzend Ländern läuft das Format - von Australien bis zu den USA.

Und wer hat's erfunden? Die Schweizer natürlich! Denn bereits 1983 lief das Format "Bauer sucht Bäuerin" beim Sender SF 1. Damals allerdings noch nicht sehr erfolgreich. Denn die heutige Offenheit war damals noch ungewohnt. Immerhin: Seit das Format so erfolgreich ist, zeigte SF 1 in einem Rückblick, was aus den Bauern geworden ist, die damals in der Sendung auftraten. Vier damals zustande gekommene Ehen haben demnach bis heute gehalten. Natürlich sind die Schweizer auch jetzt auf den Erfolgszug aufgesprungen: Die zweite Staffel von "Bauer, ledig, sucht" läuft derzeit.

Ausgelöst wurde die aktuelle Welle der öffentlichen Verkupplungen aber von den Briten. Bei ihnen startete die Reihe 2001 als "Farmer Wants a Wife" - und fand als Lizenzprodukt von Fremantle Media jede Menge Nachahmer, so in den Niederlanden, Finnland, Belgien oder Frankreich. Zwei Beispiele: Einen richtigen Hingucker lieferte die Serie in den USA - zumindest für die Damenwelt. Farmer Matt, 29, muskulös, von der Sonne Missouris braungebrannt, sucht die Frau fürs Leben. Allerdings funktioniert das Format in den USA anders als bei uns: ein Mann, zehn Frauen. In einem 350-Seelen-Kaff irgendwo in Missouri lässt er zehn Großstadtschönheiten - in der Regel blond - auf seinem Hof antanzen. Zu sehen ist unter anderem, wie die Blondinen mit High Heels durch Kuhmatsch stöckeln.

Spannende Aufgaben gab's auch noch: Hühnerfangen zum Beispiel. Nach jeder Sendung verabschiedete Matt eine Kandidatin stilecht: Wer kein Ei unter seiner Henne fand, war raus. Zwischendurch offenbarte der Frauenheld Geheimnisse wie jenes, dass er Unterwäsche für verzichtbar hält. Und mit seinem Traktor durfte er einmal über den Hollywood-Boulevard tuckern. Ein Happy End war unvermeidlich. Im Finale die beiden Schönheiten Brooke und Christa. Matts Wahl fiel auf Brooke, 23, aus Dallas, Texas.

Während die Amerikaner zum ersten Mal einer Bauern-Verkupplung beiwohnen durften, sind die Österreicher bereits in der fünften Staffel angelangt. Mit Hannes und Martin suchen Vater und Sohn die Frauen fürs Leben. Und die Brüder Moritz und Augustin sind auch mit von der Partie. Ansonsten auch noch dabei: "Martin, der spirituelle Alleskönner", "Walter, der fröhliche Jäger" oder auch "Erwin, der smarte Schweinezüchter". Wenn Bauer Augustin dann mit einer seiner Angebeten auf grandioses Alpenpanorama schaut und Sätze sagt wie "Liebe ist wie ein warmer Sommerregen".

Emanzipierter gibt man sich bei der nächsten Staffel von "Farmer Wants a Wife" in Australien: Dort dürfen auch ein bis zwei Bäuerinnen nach dem großen Glück suchen.

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