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Samstagabend im ZDF "Die Giovanni Zarrella Show": Zwischen Feelgood-Fernsehen und Twitter-Lästereien

Giovanni Zarrella soll der neue große Samstagabend-Unterhalter im ZDF werden. An diesem Wochenende feierte die "Giovanni Zarrella Show" Premiere. Zwar gehen die Meinungen der Zuschauer auseinander, aber die Einschaltquoten sprechen für sich.

Giovanni Zarrella ist, etwas flapsig ausgedrückt, die neue Carmen Nebel und das Gegenstück zu Florian Silbereisen. Zumindest lautet so in etwa wohl der Plan des ZDF. An diesem Samstagabend war es nun so weit, die erste Sendung von "Die Giovanni Zarrella Show" wurde gefeiert. Es war ein Opening mit ordentlich Krach und Getöse, Feuerwerk und Coversongs und einer laaaangen Begrüßungsorgie.

Zarrella hatte zu seiner großen Premiere als Showmaster seine Familie mitgebracht. Und so begrüßte er Mama, Papa, Bruder, Ehefrau und auch die Kinder, die nicht dabei waren, ausgiebig und emotional. "Wie lang soll das Intro sein? Giovanni Zarrella Show: Ja", amüsierte sich ein Twitter-User. Tatsächlich lief die Show da schon eine halbe Stunde, ohne dass einer der Gäste zum Mikro hätte greifen können.

Debüt für Giovanni Zarrella 

Alles Konzept? Zarrellas Show ist als Familiensendung gedacht. Aber es steckt noch mehr dahinter. Denn im Gespräch mit der Agentur "Spot on News" hatte er vorab erzählt, dass es für ihn besonders schön gewesen sei, seinen Eltern sagen zu können, dass er die Show mache. "Sie haben mich daran erinnert, wie wir damals über ihrer Pizzeria gewohnt haben und sie dann am Samstagabend mit zwei, drei Pizzen nach oben kamen und wir zusammen "Wetten, dass..?" im ZDF geschaut haben. Sie sind unheimlich stolz, weil sie jetzt auch wissen, dass es sich gelohnt hat, dass wir alle zusammen durchgehalten und weitergemacht haben. Es ist ein Erfolg der ganzen Familie. Das kann man nicht anders sagen."

16 Schlagersänger und Popstars gaben sich zur Premiere der Musiksendung die Ehre, darunter Andrea Berg, Maite Kelly, Santiano, Pietro Lombardi, Sasha und Alvaro Soler. Zarrella ließ es sich nicht nehmen, immer wieder auch selbst zu singen, solo, im Duett oder beim Grande Finale mit allen gemeinsam.

User texten Schlager feministisch um

"Was anderes als Silbereiseneinheitsbrei"

Und wie kam das an? "Totale Feelgood-Show. Ich find's toll", urteilte eine Userin, eine andere schrieb: "Die Giovanni Zarrella Show ist mal was anderes als der Silbereiseneinheitsbrei". Doch viele, viele User machten vor allem eines: lästern. Eine fasst zusammen: "Ist wie im Fernsehgarten bei der Giovanni Zarrella Show auf Twitter. Statt umzuschalten wird gemeckert."

Dass eine Live-Show ihre Hürden hat, sah Zarrella vorab – und auch die "große Chance und Möglichkeit, spontan zu sein, echt zu sein, es draufankommen zu lassen, ohne irgendwas wiederholen zu können". Und gab auch zu, dass er großen Respekt vor der Aufgabe habe, schließlich sei es ein legendärer Sendeplatz. "Das ist sicherlich das Highlight meiner bisherigen Karriere", sagt er.

Die Meinungen zu Zarrellas großer Premiere gehen weit auseinander, über eines aber lässt sich nicht streiten – die Einschaltquote. Die Show lockte im Schnitt 3,81 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Das entsprach einem Marktanteil von 16,2 Prozent zur besten Sendezeit.

tpo.

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