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Netflix-Serie Fesselnd und begeisternd: Das Finale von "Haus des Geldes" versöhnt viele Fans mit der Serie

"Haus des Geldes": Explosiver Trailer zeigt neue Folgen der Netflix-Serie
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Die Geschichte der Räuber in der Bank von Spanien ist zu Ende, die Netflix-Serie "Haus des Geldes" hat ihr Finale erreicht. Und knüpft damit noch einmal an ihre größten Erfolge an.

Eine Gruppe von Räuberinnen und Räubern, die bei den großen spanischen Geldinstituten den größten Reibach aller Zeiten machen wollen. Ein genialer, leicht verschrobener Professor, der im Hintergrund die Fäden zieht. Ein nicht enden wollendes Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Und zwischendurch noch jede Menge persönliche Verwickelungen. Diese Kombination hat Millionen von Zuschauer:innen in den Bann gezogen – "Haus des Geldes" gehört zu den erfolgreichsten Serien auf Netflix überhaupt.

Allerdings: Was hatten Fans und Kritiker:innen zuletzt über "Haus des Geldes" gejammert. Die Story war eigentlich schon abgeschlossen, wurde scheinbar unnötig in die Länge gezogen, die letzte Staffel in zwei Teile aufgespalten und dann ähnelte der erste Teil des Finales phasenweise auch noch eher einem Kriegsfilm als einer Räubergeschichte. Jetzt findet die Geschichte des dreisten Überfalls tatsächlich ihr Ende, die letzten Folgen stehen auf Netflix zum Abruf bereit. Und die erlösende Nachricht für alle Fans lautet: Es wird alles gut – zumindest wenn wir über die Qualität des Finales sprechen.

"Haus des Geldes" auf Netflix: Tiefe Einblicke in die Familiengeschichte

Immer noch stecken die verbliebenen Räuber in der Bank von Spanien fest, wo sie die staatlichen Goldreserven stehlen wollen. Mindestens zwei Probleme entstehen dabei: Ein Militärkommando hat die Bank gestürmt, um die Gangster zu überwältigen – das geht nicht ohne Verluste ab. Zudem stellt sich die Frage, wie man denn 90 Tonnen Gold aus dem Gebäude transportiert und draußen wieder Zugriff darauf erhält. Da ist es fast schon ein Luxusproblem, dass sich Räuber Denver neben seinen Gangstertätigkeiten auch noch zwischen zwei Frauen entscheiden muss. Es sind aber genau diese unerwarteten, allzu menschlichen Herausforderungen, die bei "Haus des Geldes" schon immer für die neuralgischen Punkte gesorgt haben – denn so gut der Professor auch auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet war, dafür hatte er keinen Plan.

Ohnehin steht der Plan wieder im Vordergrund. Das Finale von "Haus des Geldes" leistet sich viele Rückblenden, in denen ausführlich das Zustandekommen dieses Coups erklärt wird. Das sorgt zwischendurch zwar für manche Längen, doch endlich wird auch klar, warum der Professor, das Mastermind im Hintergrund, sein ganzes Leben diesem gigantischen Raub verschrieben hat. Es geht um Geld, klar, aber die Gründe reichen viel weiter, bis tief in seine Familiengeschichte hinein. Selbst nachdem der Coup scheinbar schon geglückt ist, gerät der Erfolg noch einmal durch die eigene Verwandtschaft des Professors in Gefahr. Viele Fans dürften sich zudem über das Wiedersehen mit einigen in der Serie schon verstorbenen Charakteren freuen – zumindest in diesen Blicken in die Vergangenheit.

Ein fesselndes und begeisterndes Finale

Serienschöpfer Álex Pina ist tatsächlich ein fesselndes und begeisterndes Finale gelungen. Das ist bei großen Shows alles andere als eine Selbstverständlichkeit – auch wenn sich in den letzten Folgen von "Haus des Geldes" ebenfalls darüber streiten lässt, wie nachvollziehbar der ein oder andere Spin letztlich ist. Auf den letzten Metern entdeckt die Serie ihre gesellschaftskritische Seite ebenso wieder wie ihren Humor. 

Geld, Gold – am Ende alles nur eine Illusion. Wer das versteht, kann das Finanzsystem überlisten, einen Börsenkollaps verhindern, sogar ganze Volkswirtschaften in den Abgrund stürzen oder retten. Draußen jubelt das Volk, während drinnen die Zukunft des Landes am seidenen Faden hängt. In "Haus des Geldes" lohnt es sich für alle, durchzuhalten – auch für die Zuschauer:innen.


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