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"Ich kann Kanzler": Politiker-Casting-Show beim ZDF floppt

Weder Günther Jauch noch Anke Engelke konnten die Show retten: Der Auftakt für die Politiker-Castingshow des ZDF "Ich kann Kanzler" war katastrophal. Die Zielgruppe wurde treffsicher verfehlt.

"Ich gehe dahin, wo es Sinn macht", hatte Anke Engelke ihr Mitwirken als Jurymitglied in der ZDF-Sendung "Ich kann Kanzler" im Gespräch mit stern.de erklärt. Also auch sie dürfte von der Quote des Live-Vorentscheids am Donnerstagabend herbe enttäuscht sein. Vor allem die Jugendlichen, die diese Castingshow im "Superwahljahr" zum Urnengang animieren sollte, hatten Besseres zu tun, als das ZDF einzuschalten.

1,14 Millionen Zuschauer fand die 45-minütige Dokumentation über die Möchtegern-Politiker, berichtet das Medienmagazin "DWDL". Der katastrophale Wert des Abends ist allerdings die Zahl von gerade mal 280.000 Zuschauern aus der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen, was einem Marktanteil von traurigen 2,5 Prozent entspricht. Eine weitere Ausdifferenzierung belegt zudem, dass der Anteil der 14- bis 19-Jährigen nur 0,7 Prozent ausmachte. Die Show war als Multimedia-Event mit einer eigens dafür angefertigten Webseite inklusive Videos und interaktiven Spielereien angelegt worden. Bleibt abzuwarten, wie sich das Live-Finale am Freitagabend macht.

Mehr "Wähler" dürfte das ZDF mit einem Film zur Wahl mit Hape Kerkeling finden. In "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" gründet Kerkelings zotiger Journalist Horst Schlämmer die "Horst Schlämmer Partei - HSP" und bricht auf zum "horstigen" Wahlkampf als Kanzlerkandidat. Ab dem 20. August ist die Koproduktion von Bluverde Film Produktion, Telemaz und ZDF im Kino zu sehen. Mal sehen, ob das mehr "Sinn" macht.

sal
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